Filmforum

Mit dem bundesweit einzigartigen Modell eines die Stadtgrenzen übergreifenden Forums bespielen seit 2006 insgesamt neun Partner das Kino im Museum Ludwig.

Als Gründungsmitglieder des Filmforums hat das gesamte breite Spektrum von Filmförderern und -produzenten, Filmschaffenden, -vermittelnden und Cineasten zur Kooperation zusammengefunden. Zu ihnen gehören die Filmstiftung NRW, die SK Stiftung Kultur, der Westdeutsche Rundfunk (WDR), die ifs internationale filmschule köln, der film & fernseh produzentenverband nrw e.v. die KölnMusik GmbH, sowie der Verbund der freien Filmszene „KinoAktiv" und das Museum Ludwig/Stadt Köln. Zahlreiche thematische Programmreihen, Filmfestivals und Premieren sowie Vorträge und Diskussionen haben im Filmforum einen Aufführungsort gefunden. Alle Veranstaltungen werden inhaltlich und finanziell von den einzelnen Partnern selbst verantwortet. Gemeinsam ist es gelungen, das Filmforum als Ort für Filmgeschichte und zeitgenössische Filmkultur zu etablieren und damit eine Lücke in der Kölner Kinolandschaft zu füllen.

Weitere Infos zu diesem und allen anderen Programmen unter www.filmforumnrw.de

Eintrittskarten für alle Veranstaltungen sind an der Abendkasse erhältlich. Vorbestellungen sind nicht möglich. Für Hörgeschädigte bietet das Filmforum Induktionsschleifen an. Das Filmforum ist für Rollstuhlfahrer zugänglich.

Filmforum im Museum Ludwig

Eingang auf der Rückseite des Museum Ludwig
Bischofsgartenstraße 1, 50667 Köln
E-Mail: infofilmforumnrw.de

Kommende Termine

Für: Student*innen

DE 2026, 80‘, R: Sonja Maria Kröner, Bildgestaltung: Julia Daschner

Zufällig entdeckt die 13-jährige Sarah aus der Münchener Hochhaussiedlung Neuperlach im Internet den finnischen Sport „Hobby Horsing“, bei dem Jugendliche auf Steckenpferden Turniere austragen, und ist sofort begeistert. Ihre beste Freundin Dilek findet Sarahs neues Hobby eher peinlich, doch sie lässt sich überreden mitzumachen. Als sie dadurch zum Gespött der Schule werden, zerstreiten sich Dilek und Sarah. Doch als Sarah die Turnierreiterin Beatrice kennenlernt, die unter dem Druck ihrer ehrgeizigen Mutter leidet, findet sie eine neue Mitstreiterin. Beatrice trainiert sie – und die beiden reisen auf eigene Faust zur großen Hobby-Horsing-Meisterschaft nach Finnland.


Visuell wagt der Film etwas, „das im deutschen Kinderfilm selten ist: eine Ästhetik, die TikTok und Kunstkino nicht gegeneinander ausspielt, sondern miteinander verschränkt. Farbverfremdungen, Rhythmuswechsel, musikalische Überhöhungen. […]
Am Ende ist ‚Pferd am Stiel‘ ein Film über Bewegung; im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Über Sprünge, über Stürze, über das Wiederaufstehen. Aber vor allem ist er ein Film über die Kraft der Imagination. Darüber, dass ein Stück Holz mit Plüschkopf ausreichen kann, um die Welt zu verändern.“ (artechock.de)


Julia Daschner studierte Audiovisuelle Medien mit Schwerpunkt Film/Fernsehen an der Kunsthochschule für Medien Köln. Seit 2008 zeichnet sie für die Bildgestaltung vieler preisgekrönter Spiel- und Dokumentarfilme – darunter »Sommerhäuser« (Nominierung Dt. Kamerapreis Kategorie Kinospielfilm, Nominierung Beste Kamera Preis der dt. Filmkritik), »Sieben Winter in Teheran«, oder »Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums« verantwortlich. Seit November 2025 ist Julia Daschner Professorin für Kamera – Director of Photography an der ifs Internationale Filmschule Köln.


Anschließend Filmgespräch mit ifs-Professorin und Kamerafrau Julia Daschner


Eine Veranstaltung der ifs Internationale Filmschule Köln im Rahmen des Filmforums NRW e. V.
Infos unter 0221-920188-230 oder info@filmschule.de


Eintritt frei

Für: Fremdsprachige Angebote

UK 2026, 77‘, DCP 4K FLAT, OmeU, R: Vahid Mahdavi

Der Film ist ein psychologischer Thriller und politisches Drama, das in den Nächten des 8. und 9. Januar 2026 spielt, als die Straßen Irans zum Schauplatz eines das dunkelste und gewaltsamste Vorgehen der jüngeren Geschichte werden.


Unbewaffnet und unvorbereitet geraten gewöhnliche Menschen in Chaos, Schüsse, Angst und Tod. Im Mittelpunkt steht ein Mann, der kein auf den Kampf vorbereiteter Held ist, sondern ein gewöhnlicher Mensch, der gezwungen ist, inmitten einer unmenschlichen Katastrophe zu überleben – umgeben von verletzten Zivilistinnen und Zivilisten, Sicherheitskräften und zerbrechenden Erinnerungen.


In einer spannungsgeladenen, intimen Erzählung, die zwischen Straßen, Krankenhausfluren, verborgenen Orten und fragmentierten Erinnerungen wechselt, erkundet der Film Überleben, Opferbereitschaft, Schuld, Schweigen sowie die fragile Grenze zwischen Wahrheit und Angst.


Gespräch mit dem Regisseur Vahid Mahdavi und 2 Schauspielern im Anschluss an die Filmvorführung


Eintritt: 20,00 € im Vorverkauf über 77hrs.com/#screenings und Restkarten an der Abendkasse vor Veranstaltungsbeginn


Weitere Infos: 77hrs.com/

Für: Erwachsene

D 2026, ca. 60′, DCP, OF, R: Bajram Hajdini

84 Menschen aus Deutschland reisen nach Mekka. Sie kennen sich vorher nicht, sie sind zwischen 20 und 70 Jahre alt, und sie haben für diese Reise gespart. Der Film begleitet sie an einen Ort, den nicht alle Menschen betreten dürfen und den die meisten Zuschauer deshalb nie mit eigenen Augen sehen werden. Nicht das Gebäude in der Mitte ist die Hauptfigur, sondern der Mensch, dem an diesem Ort etwas geschieht. Der Film beginnt lange davor, in einem leeren Tal zwischen kahlen Bergen, in dem eine Frau Wasser für ihr Kind sucht. Was daraus wurde, zeigt er danach: dieselbe Strecke, siebentausendfach, von Menschen aus aller Welt. Zweiter Teil der Reihe nach „Medina — Die erleuchtete Stadt“, die auf YouTube über 150.000 Mal gesehen wurde.


Zu Gast: Marcel Krass (Reiseleiter) und Bajram Hajdini (Regie, Kamera, Schnitt)


Im Anschluss Filmgespräch mit Fragen aus dem Publikum.


Eintritt: 39,– €, Tickets nur im Vorverkauf über cutstudios.de/premiere, keine Abendkasse


Weitere Infos: www.cutstudios.de