Kalender
Ein Angebot für blinde und sehbehinderte Besucher*innen und ihre Freund*innen.
Der lebendige Rundgang verbindet ausführliche Beschreibungen mit spontanem Austausch. Ziel unserer gemeinsamen Entdeckungsreise ist nicht die trockene Wissensvermittlung, sondern das anregende Erlebnis. Ausgehend von den ausgewählten Kunstwerken werden die Besucher*innen eingeladen, die Kunst im Gespräch selbst zu entdecken.
Da die Teilnehmendenzahl für dieses Angebot begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung bis zwei Tage vorher. Wir nehmen Ihre Buchung für dieses Angebot auch telefonisch zu unseren Servicezeiten (Mo.-Do. 9-15 Uhr und Fr. 9-13 Uhr) unter der Rufnummer 0221/221-27380 an.
Seit den 50er Jahren entwickelten sich in den USA der Abstrakte Expressionismus und in Europa die Kunstrichtung des Informel. Wir betrachten Gemälde von Bernard Schultze, Karl Otto Götz, Mark Rothko und anderen Künstler*innen, finden Unterschiede und Gemeinsamkeiten und lassen uns anschließend zu eigenen farbenstarken Bildern anregen.
Ups, ist das Papier in dem Kunstwerk etwa zerrissen? Das probierst du in der Werkstatt auch aus, verschiedene Papiere werden von dir zerrissen und du erfindest mindestens 7 Möglichkeiten, die Stücke zu neuen Bildern zusammenzukleben.
Im Museum Ludwig gibt es jede Menge außergewöhnliche Dinge zu entdecken! Gigantische Gemälde, tierische Skulpturen, schüchterne Muster und vorwitzige Porträts. Beim Rundgang erfährst du ihre Geschichten und Geheimnisse. Neugierig geworden? Dann komm vorbei und lass dich überraschen!
Eine Initiative von Flossbach von Storch.
Die Familienführungen dauern jeweils 60 Minuten. Die Teilnehmer*innenanzahl pro Führung ist begrenzt, der Eintritt ist für die Teilnehmer*innen kostenlos. Am Tag der Führung sind etwa 30 Minuten vorab Aufkleber zur Teilnahme erhältlich.
! Achtung: Bitte Online-Eintritts-Ticket vorab buchen: Museum Ludwig Ticketshop
Mitglieder der freunde frei.
Worum gehts?
Dieser Vortrag versteht indigenen Tanz als verkörpertes Archiv und als dekoloniale Praxis, in der Land, Erinnerung und relationales Wissen im Kontext von Turtle Island miteinander verwoben sind. Im Widerstand gegen siedlerkoloniale Auslöschungen indigener Epistemologien bewahrt Tanz Wissen als lebendiges Reservoir von Ahnengedächtnis, Praktiken relationaler Zugehörigkeit und Fürsorge, das Verbindungen zwischen Territorium, Verwandtschaft und Kosmologie aufrechterhält.
Die grundlegende Kritik der Tanzanthropologin Joann Keali’inohomoku an westlichen Tanzhierarchien hat früh offengelegt, wie Ballett als universelle Kunstform naturalisiert wurde, während nicht-westliche und indigene Tänze als ethnisch, primitiv oder folkloristisch kategorisiert wurden – Zuschreibungen, die ihnen Technik, künstlerischen Wert und intellektuelle Komplexität absprachen. Deidre Sklars kultursensible Perspektive auf Verkörperung hat solche Hierarchien und Kategorisierungen weiter differenziert, indem sie Tanz als eine Weise des Wissens begreift, die durch spezifische kulturelle, historische und ökologische Kontexte geformt ist.
Aufbauend auf diesen Ansätzen sowie auf Jacqueline Shea Murphys einflussreicher Arbeit zu indigener Tanzpraxis als Kontinuität, Relationalität und Survivance, verortet der Vortrag zeitgenössische indigene choreografische Praktiken nicht als Repräsentationen von Kultur, sondern als relationale Formen des Welt-Machens.
Wer ist unser Gast?
Sevi Bayraktar (Dr.-phil) ist Professorin für Tanz, Musik und Performance in globalen Kontexten an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Sie promovierte im Fach Culture and Performance an der University of California, Los Angeles (UCLA) und erwarb einen MA in Soziologie an der Boğaziçi Universität in Istanbul. Als Tänzerin und Wissenschaftlerin befassen sich ihre Forschung und Lehre mit Tanz und Performance als Orten kultureller Erinnerung, politischer Teilhabe und sozialer Transformation, mit besonderem Fokus auf Choreografie und Improvisation, Heritage-Prozesse, Diaspora, Ethnografie sowie aktivistische und feministische Politiken im Kontext des Nahen Ostens und des Mittelmeerraums. Sie ist Mitherausgeberin des GTF-Jahrbuchs Tanzen/Teilen – Sharing/Dancing (2022).
Ihre Monografie Dissenting Through Dance: Folk Dance, Gender, and Political Protest in Turkey erscheint 2026 bei der University of Michigan Press. Veröffentlichungen von ihr sind unter anderem in Dance, Movement & Spiritualities, Performance Philosophy, Zeitschrift für Ethnologie sowie Körper.Cult.Religion: Perspektiven von der Antike bis zur Gegenwart erschienen. Sevi Bayraktar ist derzeit Vorstandsmitglied der Dance Studies Association.
KunstBewusst ist eine Vortragsreihe der Freunde des Wallraf-Richartz-Museum und des
Museum Ludwig e.V. --> www.kunstfreunde.koeln
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Dokumentarfilm, D/FR 2023, 97 Min; OmU; Drehbuch & Regie: Steffi Niederzoll, Produzent*innen: Melanie Andernach, Knut Losen, Produktion: MADE IN GERMANY, Gloria Films Production, TS Productions, WDR
Teheran im Sommer 2007: Die 19-jährige Studentin Reyhaneh Jabbari hat für ihren Nebenjob als Innenarchitektin einen Geschäftstermin mit einem neuen Kunden. Als er versucht, sie bei der Besichtigung von Räumlichkeiten zu vergewaltigen, ersticht sie ihn in Notwehr. Noch am selben Tag wird sie wegen Mordes verhaftet und später vor Gericht zum Tode verurteilt. Sieben Jahre lang sitzt sie im Gefängnis und kämpft mit ihrer Familie für Gerechtigkeit. Trotz nationaler und internationaler Bemühungen bleibt die iranische Justiz bei ihrem Urteil mit Verweis auf das „Recht auf Blutrache“. Solange Reyhaneh ihre Aussage nicht widerruft, darf die Familie des Mannes ihren Tod verlangen. Reyhaneh zieht ihre Aussage nicht zurück und wird im Alter von 26 Jahren hingerichtet.
Der Film rekonstruiert mithilfe von heimlich aufgenommen Videos, Briefen, die Reyhaneh im Gefängnis schrieb, und Zeugenaussagen ihrer Familie den Prozess und die Inhaftierung. Er zeichnet das Schicksal der jungen Frau, die zum Symbol des Widerstands und des Kampfes für die Rechte der Frauen im Iran wurde.
»Gebannt verfolgen wir die Geschichte einer jungen Frau, die sich der institutionalisierten männlichen Gewalt widersetzt. Dabei entsteht das einfühlsame Porträt einer Familie, die im Kampf gegen ein Unrechtsregime zerrissen wird. Anhand einer Vielfalt von dokumentarischen Materialien spannt der Film einen stringenten Erzählbogen«, urteilte die Jury des Kompass-Perspektive-Preises der Berlinale. »Dieser Film tut weh und verstört. Gleichzeitig ist die Begegnung mit der jungen Protagonistin Reyhaneh inspirierend und lässt uns mit einem Funken Hoffnung zurück.«
»Sieben Winter in Teheran« wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem »Deutschen Filmpreis« in den Kategorien Bester Dokumentarfilm und Bester Schnitt, mit dem »Bayerischen Filmpreis«, dem »Friedenspreis der Berlinale«, dem »Friedenspreis des Deutschen Films«, dem »Kompass-Perspektive-Preis« der Berlinale oder dem »Roman Brodmann Preis, F:act Award» (CPH Dox).
Die preisgekrönte Produzentin Melanie Andernach ist seit Dezember 2025 Professorin für Kreativ Produzieren an der ifs internationale Filmschule Köln. Sie ist selbst Absolventin des Studienschwerpunkts Kreativ Produzieren im BA Film der ifs und hat nach ihrem Studium gemeinsam mit Knut Losen die Produktionsfirma MADE IN GERMANY gegründet. MADE IN GERMANY entwickelt und (ko-)produziert hochwertige Dokumentar- und Spielfilme für das deutsche, europäische und internationale Publikum, darunter neben »Sieben Winter in Teheran« zahlreiche weitere ausgezeichnete Filme wie »Vergiss Meyn nicht« (u. a. Nominierung Deutscher Filmpreis, Bester Dokumentarfilm Filmkunstfest MV), »Lingui« (u. a. Premiere im Wettbewerb Cannes, Beste Koproduktion Filmfest Hamburg), »Talking About Trees« (u. a. Panorama Publikumspreis der Berlinale) oder »Dark Eden« (u. a. Grimme-Preis).
Anschließend Filmgespräch mit Produzentin und ifs-Professorin Melanie Andernach
Eine Veranstaltung der ifs Internationale Filmschule Köln im Rahmen des Filmforums NRW e. V.
Infos unter 0221-920188-231 oder info@filmschule.de
Auf der Suche nach ihrer persönlichen Bildsprache haben sich die Künstler des 20. Jahrhunderts immer wieder vom Gegenstand gelöst und Form und Farbe zum Bildthema gemacht. Die Werke in den Museen werden Sie zu eigenen Wegen der Abstraktion inspirieren. So können Sie in diesem Kurs zu Ihrem individuellen Stil finden. Sie arbeiten mit Ölfarben, bitte bringen Sie Borstenpinsel mit.
Als eines der wenigen Medien taucht die Collage in vielen Richtungen der modernen Kunst auf. Die Surrealist*innen nutzten sie, um Träume und Realität zu verbinden, in der Pop-Art kam das Alltägliche aus Nachrichten und Mode neu zusammengesetzt auf Leinwände, zudem wurden dreidimensionale Gegenstände mit in die Werke eingearbeitet, so dass Assemblagen entstanden. Die Abstraktion bediente sich der Collage zur Ideenfindung oder zerlegte ihre eigenen Entwürfe, um daraus neue Kompositionen zu gestalten. Bis heute dient die Collage als Denkmittel für Künstler*innen, um aus dem Kopf in die Arbeit zu kommen. Wild, kreativ und vielschichtig: der Prozess der Collage ist ein kreatives Irren und Finden. An diesem Wochenende reißen und kleben wir mit und ohne Bedacht und gestalten eigene Bilder aus Fotos, Zeitschriften, Zeichnungen und Malereien. Wer möchte, kann eigene Papier- Zeichnungs- und Fotosammlungen und kleine Gegenstände zum Einarbeiten mitbringen.
Feiert mit uns den Abschluss des Black History Month 2026! Euch erwartet ein vielseitiger Abend aus Gespräch, Musik und Kultur. Im Mittelpunkt steht ein spannender Austausch mit dem Autor Chouki El Hamel, dessen Buch Black Morocco Schwarze Geschichte, Identität und Widerstand in Marokko beleuchtet. Musikalisch begleitet wird der Abend von traditioneller Gnawa-Musik: Black Koyo, gegründet von Hicham Bilali, vereint Musiker:innen, Sänger:innen und Tänzer:innen aus Tanger, Fès und Casablanca, die heute in Brüssel leben. Ergänzt wird das Ensemble durch den Musiker Alaa Zouiten. Gnawa-Musik basiert auf dem Erbe einer schwarzen Bevölkerungsgruppe in Marokko.
Eine Veranstaltung des ISD Köln in Kooperation mit dem Afrika Film Festival Köln
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