Die zwanzigste Ausgabe von „Tüpisch Türkisch“ bietet Einblicke in das Independent- und Arthaus-Kino der Türkei: eine Auswahl der bedeutenden Festivals, außerdem unabhängige und in der Diaspora entstandene Produktionen.
Die Spielzeiten und das vollständige Programm findet sich hier: tuepisch-tuerkisch.de
Tickets unter https://www.qultor.de/kulturschaffende/filmreihe-tuepisch-tuerkisch
Rootless Resident (Yerli Yurtsuz)
Dokumentarfilm Türkei 2025, 65 min, türkisch, kurdisch, armenisch mit englischen und türkischen UT, Regie: Rıza Oylum
Der Schmied Yervant Demirci stammt aus Derik – der heute kurdisch geprägte Stadtteil von Mardin hatte einstmals eine armenische Bevölkerungsmehrheit. Yervant, der in der Schule Türkisch lernte, versucht nun, sich durch das Erlernen seiner Muttersprache wieder mit seinen armenischen Wurzeln zu verbinden. Rıza Oylum begleitet seinen Weg durch die komplexe Welt der armenisch-türkisch-kurdischen Identitäten in der Türkei und Armenien. „Rootless Resident“ reicht von der lebendigen armenischen Gemeinde im Istanbuler Stadtteil Samatya bis zum friedlichen ländlichen Ayntap in Armenien.
Im Anschluss Gespräch mit dem Filmemacher!
The only one. Elizabeth (Elizabeth’in Biricik Yaşamı)
TR-D-Leb 2024, 64 min, Türkisch, Arabisch, Armenisch mit Türk. und Engl. UT, Regie: Ezgi Kılınçaslan
Ezgi Kılınçaslan erzählt von ihrer innigen Freundschaft zu Elizabeth, die sie 2008 in Tripolis kennenlernte. Elisabeth entkam als Kind mit ihrer Familie dem Völkermord. Im Libanon sehnte sie sich zeitlebens nach Adana, das ihr noch immer als Heimat galt. 2011, kurz vor ihrer Rückreise im Rahmen des Projekts „Grandmothers“ wurde Elizabeth ermordet; Ezgi führte die Reise dennoch durch und arbeitete weiter an einem „Oral History“-Projekt zum Völkermord an den Armeniern, das sie mit Elisabeth begonnen hatte.
Im Anschluss Gespräch mit der Filmemacherin!