Der Eintritt zu den KunstBewusst-Veranstaltungen vor Ort ist für Mitglieder der freunde grundsätzlich kostenfrei. Nicht-Mitglieder zahlen einen Beitrag von 5€ (3€ ermäßigt) an der Abendkasse.
Worum geht es?
Dieser Talk mit Listening-Session widmet sich Atkinsons Arbeit Juke-Joint von 2023. Im Zentrum steht eine unter US-amerikanischen Kriegsmaterialbeschränkungen gefertigte Wurlitzer 42 Victory, die 24 Schellackplatten von Marie Nejar (Bühnenname „Leila Negra“) abspielt. Zwischen deutschem Schlager und Songs von Paul Robeson feiert ihr Repertoire eine vielschichtige Stimme jenseits des ihr aufgezwungenen „Kinderstar“-Images. Indem die Arbeit den Juke-Joint als Ort des Widerstands aufgreift, setzt sie Schwarze transatlantische Geschichte in Bezug zur Jim-Crow-Segregation und NS-Rassenpolitik, bricht mit der linearen Zeit und holt Nejars Stimme ins Heute.
Wer ist unser Gast?
James Gregory Atkinson ist ein deutsch-amerikanischer bildender Künstler und lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. In seinen forschungsbasierten Ausstellungsprojekten verbindet er soziopolitische Geschichte mit autobiografischen Perspektiven, um die Abwesenheit
afrodeutscher Erfahrungen in etablierten Narrativen zu Identität, Nationalität und Rassismus zu untersuchen. Seine Praxis knüpft an ein erweitertes Verständnis von Archiven an: Durch das Zusaymmenführen von Dokumenten, Objekten, Orten sowie oralen und performativen
Praktiken schafft er ein lebendiges Archiv, in dem Körper und Erinnerungen als Träger wie auch als Resonanzen von Geschichte verstanden werden. Jüngste Ausstellungen umfassen u. a. das MINSK Kunsthaus, Potsdam, die Whitechapel Gallery, London, die Galerie Thomas Schulte, Berlin, die Akademie der Künste, Berlin, das Museum der bildenden Künste, Leipzig und das PalaisPopulaire, Berlin. Seine Arbeiten befinden sich u.a. in der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland, im MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST, Frankfurt am Main und im Museum Ludwig, Köln.
