Filmforum

Mit dem bundesweit einzigartigen Modell eines die Stadtgrenzen übergreifenden Forums bespielen seit 2006 insgesamt neun Partner das Kino im Museum Ludwig.

Als Gründungsmitglieder des Filmforums hat das gesamte breite Spektrum von Filmförderern und -produzenten, Filmschaffenden, -vermittelnden und Cineasten zur Kooperation zusammengefunden. Zu ihnen gehören die Filmstiftung NRW, die SK Stiftung Kultur, der Westdeutsche Rundfunk (WDR), die ifs internationale filmschule köln, der film & fernseh produzentenverband nrw e.v. die KölnMusik GmbH, sowie der Verbund der freien Filmszene „KinoAktiv" und das Museum Ludwig/Stadt Köln. Zahlreiche thematische Programmreihen, Filmfestivals und Premieren sowie Vorträge und Diskussionen haben im Filmforum einen Aufführungsort gefunden. Alle Veranstaltungen werden inhaltlich und finanziell von den einzelnen Partnern selbst verantwortet. Gemeinsam ist es gelungen, das Filmforum als Ort für Filmgeschichte und zeitgenössische Filmkultur zu etablieren und damit eine Lücke in der Kölner Kinolandschaft zu füllen.

Weitere Infos zu diesem und allen anderen Programmen unter www.filmforumnrw.de

Eintrittskarten für alle Veranstaltungen sind an der Abendkasse erhältlich. Vorbestellungen sind nicht möglich. Für Hörgeschädigte bietet das Filmforum Induktionsschleifen an. Das Filmforum ist für Rollstuhlfahrer zugänglich.

Filmforum im Museum Ludwig

Eingang auf der Rückseite des Museum Ludwig
Bischofsgartenstraße 1, 50667 Köln
E-Mail: infofilmforumnrw.de

Kommende Termine

Für: Fremdsprachige Angebote

FR 2024, 93‘, OmeU, DCP, R: Manele Labidi

Amel ist Hausfrau und Mutter von zwei Töchtern. Das Leben der Familie gerät aus den Fugen, als der Vermieter die Wohnung zurückhaben will. Sie weigert sich, in die Vorstadt zu ziehen oder ihre Kinder aus der Schule zu nehmen. Nach einer Geschichtsstunde über Karl Martell begegnet ihre älteste Tochter Mouna dem Geist des Feldherrn, der in der Schlacht von Poitiers 732 angeblich arabische Invasoren zurückgedrängt haben soll.
REINE MÈRE erzählt von einer Migrantenfamilie, die Ende der 1980er-Jahre nach Frankreich kam und sozialen Abstieg sowie Rassismus erlebt. Nach UN DIVAN À TUNIS liefert Manele Labidi eine politische Reflexion über die Lage von Migrant*innen – bis heute aktuell.

Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €

Für: Erwachsene
Teilnahme: 12,00€

VVK 10,00 € + Gebühr. Verkauf startet in Kürze! www.iranian-filmfestival.com

Wie kann Kunst unter Repression entstehen? Welche Rolle spielen Musik, Film und Tanz, wenn künstle-rische Freiheit eingeschränkt wird? Und welche Bedeutung haben Künstlerinnen für gesellschaftlichen Wandel?
Die Veranstaltung Kunst als Widerstand – Stimmen im Dialog beleuchtet die Situation von Künstlerinnen im Iran und zeigt, wie kreative Ausdrucksformen zu Mitteln der Selbstbehauptung und des Widerstands werden können.
Den Auftakt bildet ein kuratierter Kurzfilmblock mit den Filmen Ballerina, Prestige, Resilience und Height of the Kite. Die Filme eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Zensur, weibliche Selbstbestimmung und künstlerische Freiheit. Im Anschluss diskutieren Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen und Kultur-schaffende über die Auswirkungen der Revolution von 1979 auf Kunst und Kultur im Iran, über Zensur und künstlerische Strategien des Widerstands sowie über die gesellschaftliche Bedeutung der Bewe-gung Frau, Leben, Freiheit.


Es moderiert die Journalistin und Autorin Golineh Atai. Auf dem Podium sprechen die Islamwis-senschaftlerin Katajun Amirpur, die Soziologin und Autorin Chahla Chafiq, die Musikwissenschaft-lerin Yalda Yazdani sowie die Sängerinnen und Performerinnen Mina Deris und Mahya Hamedi.
Die Veranstaltung wird vom Visions of Iran – Iranischen Filmfestival Köln organisiert und ist Teil des Projekts Female Voices of Resilience – Iranian Women Singing for Freedom, das am Vortag mit einem Konzert in der Kölner Philharmonie beginnt. Das Festival präsentiert seit 2013 die Viel-falt des iranischen Kinos und schafft Raum für den Austausch über Gesellschaft, Kultur und Menschenrechte.

Für: Erwachsene

Eintritt frei!

USA 1994, 118‘, OmU, Regie: Oliver Stone, Montage: Brian Berdan, Hank Corwin, FSK 18

Mickey und Mallory Knox ziehen mordend durch die USA und werden von den Medien zu Popikonen stilisiert. Natural Born Killers verbindet Road Movie, Satire und Medienkritik zu einer Geschichte über Gewalt und die Mechanismen öffentlicher Aufmerksamkeit. Die extrem verdichtete Montage von Hank Corwin und Brian Berdan, die unterschiedlichste Bildformate, Animationen, Werbeästhetik und popkulturelle Zitate miteinander verbindet, prägt Rhythmus und Wahrnehmung des Films entscheidend. Quentin Tarantino, auf dessen Idee der Film beruht, distanzierte sich von Stones´ Drehbuchfassung und der filmischen Umsetzung.
Bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig wurde der Natural Born Killers 1994 mit dem Großen Spezialpreis der Jury ausgezeichnet, Juliette Lewis erhielt den Preis als Beste Darstellerin. Zugleich löste der Film heftige Kontroversen aus: Kritisiert wurden vor allem die explizite Gewaltdarstellung und die Befürchtung, der Film könne Gewalttaten verherrlichen oder Nachahmung fördern – Vorwürfe, die bis heute Teil seiner Rezeptionsgeschichte sind. Die nur leicht divergierenden Schnittversionen, die die ursprüngliche FSK 18-Kinofassung vom Directors Cut unterscheiden, werfen ein Licht auf vieldiskutierte Details der Filmrezeption.


„Natural Born Killers verbindet unterschiedlichste visuelle Ebenen so spielerisch leicht, ohne dass dabei auch nur eine davon ihre Trennschärfe und ihren Sinn verliert. Ursache, Wirkung, der Moment dazwischen - die Realität und die filmische Realität können gleichzeitig konsumiert und reflektiert werden. Und das in einem Tempo, wo man dazu eigentlich keine Zeit hat" beschreibt Editor und Filmemacher Oliver Held seine Faszination für die Montageleistung seiner amerikanischen Kollegen.


bis 2022 war er Professor für Postproduktion an der Macromedia Hochschule in Köln.


Anschließend Filmgespräch mit Filmeditor und Regisseur Oliver Held,


Eine Veranstaltung von Edimotion – Festival für Filmschnitt und Montagekunst in Kooperation mit der ifs Internationale Filmschule Köln, im Rahmen des Filmforums NRW e.V. Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Köln.


Moderiert von Kyra Scheurer (Künstlerische Leiterin des Filmfestivals Edimotion)


Eine induktive Höranlage steht zur Verfügung, der Film ist deutsch untertitelt.


Infos unter 0221-920188-231 oder info@filmschule.de