Filmforum

Mit dem bundesweit einzigartigen Modell eines die Stadtgrenzen übergreifenden Forums bespielen seit 2006 insgesamt neun Partner das Kino im Museum Ludwig.

Als Gründungsmitglieder des Filmforums hat das gesamte breite Spektrum von Filmförderern und -produzenten, Filmschaffenden, -vermittelnden und Cineasten zur Kooperation zusammengefunden. Zu ihnen gehören die Filmstiftung NRW, die SK Stiftung Kultur, der Westdeutsche Rundfunk (WDR), die ifs internationale filmschule köln, der film & fernseh produzentenverband nrw e.v. die KölnMusik GmbH, sowie der Verbund der freien Filmszene „KinoAktiv" und das Museum Ludwig/Stadt Köln. Zahlreiche thematische Programmreihen, Filmfestivals und Premieren sowie Vorträge und Diskussionen haben im Filmforum einen Aufführungsort gefunden. Alle Veranstaltungen werden inhaltlich und finanziell von den einzelnen Partnern selbst verantwortet. Gemeinsam ist es gelungen, das Filmforum als Ort für Filmgeschichte und zeitgenössische Filmkultur zu etablieren und damit eine Lücke in der Kölner Kinolandschaft zu füllen.

Weitere Infos zu diesem und allen anderen Programmen unter www.filmforumnrw.de

Eintrittskarten für alle Veranstaltungen sind an der Abendkasse erhältlich. Vorbestellungen sind nicht möglich. Für Hörgeschädigte bietet das Filmforum Induktionsschleifen an. Das Filmforum ist für Rollstuhlfahrer zugänglich.

Filmforum im Museum Ludwig

Eingang auf der Rückseite des Museum Ludwig
Bischofsgartenstraße 1, 50667 Köln
E-Mail: infofilmforumnrw.de

Kommende Termine

Für: Erwachsene
Teilnahme: 9,00€ Ermäßigt: 8,00€

AT, DE 2026, 94', Deutsch mit eng. UT, R: Markus Schleinzer

In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgeschiedenen protes-tantischen Dorf. Schweigsam, schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt. Der Fremde behauptet, Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein, und kann ein Dokument vorlegen, das seinen An-spruch bestätigt. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinde. Allerdings setzt der Fremde alles daran, hier sein Glück zu finden. Sein Streben nach Anerkennung und Akzeptanz werden aber durch sein Geheimnis erschwert: Unter falscher Identität, unter falschem Namen und unter Vortäuschung eines falschen Ge-schlechts hat der Soldat seinen Weg in das Dorf genommen. Doch um seine Ziele zu erreichen, wird er auch nicht vor der Unmöglichkeit einer arrangierten Ehe mit der Tochter eines Großbauern zurückschre-cken. Denn wer so weit gekommen ist, hält bald alles für möglich.


Mit anschließendem Filmgespräch mit dem nominierten Editor Hansjörg Weißbrich

Weitere Infos: www.edimotion.de

Tickets: Tageskasse oder online unter t.rausgegangen.de/tickets/shop/edimotion

Für: Erwachsene
Teilnahme: 9,00€ Ermäßigt: 8,00€

CH, KEN, SAU 2025, 79', Englisch mit deu. UT., R: Damien Hauser

Im Jahr 2093 reist der Filmemacher Kuve nach Umata, um die Folgen eines Krieges zu dokumentieren, der alte Königreiche wieder auferstehen liess. Dort trifft er Mumbi, die ihn auffordert, seinen Film ohne den Einsatz von KI zu drehen. Auf der Suche nach seiner eigenen Stimme entdeckt Kuve selbst in einer kaputten Welt die Schönheit kleiner Momente, die wir oft übersehen.


Mit anschließendem Filmgespräch mit dem nominierten Editor Damien Hauser

Weitere Infos: www.edimotion.de

Tickets: Tageskasse oder online unter t.rausgegangen.de/tickets/shop/edimotion

Für: Erwachsene
Teilnahme: 9,00€ Ermäßigt: 8,00€

DE 2025, 149', Deutsch mit eng. UT, R: Mascha Schilinski

Über hundert Jahre Geschichte und Geschichten eines Bauernhofs in der Altmark (Sachsen-Anhalt): Vier Generationen von Frauen wachsen hier auf, suchen ihren Platz im Leben. Ihre Schicksale scheinen auf seltsame Weise miteinander verwoben zu sein. In den 1910er Jahren wird die zehnjährige Alma Zeugin einer für sie unergründlichen Gewalttat. In den 1940er Jahren spürt Erika ihrer erwachenden Sexualität nach, während der Schrecken des Krieges näher rückt. In der DDR der 1980er wirkt Angelika nach außen hin lebenslustig, leidet aber innerlich an Zweifeln und Todesvorstellungen. Und in der heutigen Zeit hat Nelly mit ihrer Familie den inzwischen brachliegenden Hof übernommen und baut ihn um.


Mit anschließendem Filmgespräch mit der nominierten Editorin Evelyn Rack

Weitere Infos: www.edimotion.de

Tickets: Tageskasse oder online unter t.rausgegangen.de/tickets/shop/edimotion

Für: Erwachsene
Teilnahme: 9,00€ Ermäßigt: 8,00€

Found & Lost (AT 2025, 17’, M: Jonathan Meiri. R: Reza Rasouli)


From Ecuador with Love (DE, ECU 2025, 9‘, M: Anjuna Hartmann. R: Jonathan Brunner)
Garden of Edie (DE 2026, 20‘, M, R: Miri Klischat)
Mother of a Son (DE 2026, 20’, M: Emma Holzapfel. R: Kevin Koch)
Splitter (DE 2025, 17‘, M: Erni Hannah Burgmann, R: Marie Pauline Bagh)
 


Mit anschließenden Filmgesprächen mit den nominierten Editor*innen

Weitere Infos: www.edimotion.de

Tickets: Tageskasse oder online unter t.rausgegangen.de/tickets/shop/edimotion

Für: Erwachsene

Weitgehend unbekannt in der Öffentlichkeit existiert in Köln eine Filmsammlung, die hohen Wert auf die Qualität der enthaltenen Filme legt und einen weiten Überblick über das internationale Filmschaffen bietet. Seit Mitte der Fünfziger Jahre engagierte sich der Kölner Leo Schönecker nicht nur in Arbeitskreisen und Diskussionsrunden zu filmthematischen Fragen, sondern er begann, selbst Filme zu sammeln, vorzuführen und zu verleihen. Seine Sammlung wurde bis zu seinem Tod im Jahr 2013 beständig fortgeführt und erweitert. Unter Filmkennern und Kuratoren war die Sammlung bekannt, gerne griff man auf die Bestände dort zurück. Insgesamt enthält das Archiv rund 1.200 Filmtitel. Nun ist es an der Zeit, diese Kostbarkeit öffentlich vorzuzeigen.

Die Filme liegen sämtlich in analoger Form vor, meistens im Format 16mm, etliche im Format 35mm. In den Kinos hat unterdessen seit einigen Jahren die Digitalisierung Einzug gehalten. Eine Vorführung von „richtigem“ Zelluloid hat inzwischen Ereignischarakter. Bei der Vorführung von Zelluloid gibt es Artefakte, die jede Kopie einzigartig machen. Es sind diese Gebrauchsspuren wie Schmutzpartikel, Kratzer, Bildstandsbewegungen etc. In jede Filmkopie ist somit auch die Geschichte ihrer Aufführungen mit eingeschrieben. Auch diesen Aspekt wollen wir vorstellen und die Vor- und Nachteile digitaler und analoger Vorführungen sichtbar machen.

D 1923, 87’, 16mm, stumm, R: Arthur Robison

Zufällig entdeckt die 13-jährige Sarah aus der Münchener Hochhaussiedlung Neuperlach im Internet den finnischen Sport „Hobby Horsing“, bei dem Jugendliche auf Steckenpferden Turniere austragen, und ist sofort begeistert. Ihre beste Freundin Dilek findet Sarahs neues Hobby eher peinlich, doch sie lässt sich überreden mitzumachen. Als sie dadurch zum Gespött der Schule werden, zerstreiten sich Dilek und Sarah. Doch als Sarah die Turnierreiterin Beatrice kennenlernt, die unter dem Druck ihrer ehrgeizigen Mutter leidet, findet sie eine neue Mitstreiterin. Beatrice trainiert sie – und die beiden reisen auf eigene Faust zur großen Hobby-Horsing-Meisterschaft nach Finnland.


Visuell wagt der Film etwas, „das im deutschen Kinderfilm selten ist: eine Ästhetik, die TikTok und Kunstkino nicht gegeneinander ausspielt, sondern miteinander verschränkt. Farbverfremdungen, Rhythmuswechsel, musikalische Überhöhungen. […]
Am Ende ist ‚Pferd am Stiel‘ ein Film über Bewegung; im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Über Sprünge, über Stürze, über das Wiederaufstehen. Aber vor allem ist er ein Film über die Kraft der Imagination. Darüber, dass ein Stück Holz mit Plüschkopf ausreichen kann, um die Welt zu verändern.“ (artechock.de)


Julia Daschner studierte Audiovisuelle Medien mit Schwerpunkt Film/Fernsehen an der Kunsthochschule für Medien Köln. Seit 2008 zeichnet sie für die Bildgestaltung vieler preisgekrönter Spiel- und Dokumentarfilme – darunter »Sommerhäuser« (Nominierung Dt. Kamerapreis Kategorie Kinospielfilm, Nominierung Beste Kamera Preis der dt. Filmkritik), »Sieben Winter in Teheran«, oder »Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums« verantwortlich. Seit November 2025 ist Julia Daschner Professorin für Kamera – Director of Photography an der ifs Internationale Filmschule Köln.


Anschließend Filmgespräch mit ifs-Professorin und Kamerafrau Julia Daschner

Eine Veranstaltung von Julia Schönecker-Roth und Joachim Steinigeweg
Eintritt: 8,00 / 7,00 € erm., Karten an der Kinokasse
Vorbestellung: joachim.steinigewegemail.de