Filmforum

Mit dem bundesweit einzigartigen Modell eines die Stadtgrenzen übergreifenden Forums bespielen seit 2006 insgesamt neun Partner das Kino im Museum Ludwig.

Als Gründungsmitglieder des Filmforums hat das gesamte breite Spektrum von Filmförderern und -produzenten, Filmschaffenden, -vermittelnden und Cineasten zur Kooperation zusammengefunden. Zu ihnen gehören die Filmstiftung NRW, die SK Stiftung Kultur, der Westdeutsche Rundfunk (WDR), die ifs internationale filmschule köln, der film & fernseh produzentenverband nrw e.v. die KölnMusik GmbH, sowie der Verbund der freien Filmszene „KinoAktiv" und das Museum Ludwig/Stadt Köln. Zahlreiche thematische Programmreihen, Filmfestivals und Premieren sowie Vorträge und Diskussionen haben im Filmforum einen Aufführungsort gefunden. Alle Veranstaltungen werden inhaltlich und finanziell von den einzelnen Partnern selbst verantwortet. Gemeinsam ist es gelungen, das Filmforum als Ort für Filmgeschichte und zeitgenössische Filmkultur zu etablieren und damit eine Lücke in der Kölner Kinolandschaft zu füllen.

Weitere Infos zu diesem und allen anderen Programmen unter www.filmforumnrw.de

Eintrittskarten für alle Veranstaltungen sind an der Abendkasse erhältlich. Vorbestellungen sind nicht möglich. Für Hörgeschädigte bietet das Filmforum Induktionsschleifen an. Das Filmforum ist für Rollstuhlfahrer zugänglich.

Filmforum im Museum Ludwig

Eingang auf der Rückseite des Museum Ludwig
Bischofsgartenstraße 1, 50667 Köln
E-Mail: infofilmforumnrw.de

Kommende Termine

Für: Erwachsene
Teilnahme: 9,50€

Tickets auf rausgegangen.de/events/selling-vivian-maier-0/

USA 2013, 84’, DCP, OmU, R: John Maloof, Charlie Siskel

Es war einer der spektakulärsten Entdeckungen der Fotografie-Welt: Die Fotografien von Vivian Maier. Vivian Maier dokumentierte das Leben in New York und Chicago über Jahre hinweg mit ihren analogen Kameras. Durch Zufall gelangten die Negative nach ihrem Tod an die Öffentlichkeit und wurden zur Sensation. In der Dokumentation „Finding Vivian Maier“ erzählt John Maloof, wie er an die Fotos gekommen ist und versucht herauszufinden, wer Vivian Maier war. Die Dokumentation löst aber nicht nur Begeisterung aus - eher stellt sich die Frage: wem gehört das Werk eines Menschen nach dessen Tod und wie sollte man damit umgehen - kurz: wem gehört die Kunst?


Im Anschluss an die FIlmvorführung wird es ein Podiumsgespräch mit der Kuratorin und Medienpädagogin Teona Gogichaishvili geben.


Eine Veranstaltung des Filmforum NRW in Kooperation Analog Art Affair 2026 (Ausstellung & Community-Event für analoge Fotografie) und exposure (Podcast zu analoger Fotografie)


 

Für: Erwachsene

Weitgehend unbekannt in der Öffentlichkeit existiert in Köln eine Filmsammlung, die hohen Wert auf die Qualität der enthaltenen Filme legt und einen weiten Überblick über das internationale Filmschaffen bietet. Seit Mitte der Fünfziger Jahre engagierte sich der Kölner Leo Schönecker nicht nur in Arbeitskreisen und Diskussionsrunden zu filmthematischen Fragen, sondern er begann, selbst Filme zu sammeln, vorzuführen und zu verleihen. Seine Sammlung wurde bis zu seinem Tod im Jahr 2013 beständig fortgeführt und erweitert. Unter Filmkennern und Kuratoren war die Sammlung bekannt, gerne griff man auf die Bestände dort zurück. Insgesamt enthält das Archiv rund 1.200 Filmtitel. Nun ist es an der Zeit, diese Kostbarkeit öffentlich vorzuzeigen.

Die Filme liegen sämtlich in analoger Form vor, meistens im Format 16mm, etliche im Format 35mm. In den Kinos hat unterdessen seit einigen Jahren die Digitalisierung Einzug gehalten. Eine Vorführung von „richtigem“ Zelluloid hat inzwischen Ereignischarakter. Bei der Vorführung von Zelluloid gibt es Artefakte, die jede Kopie einzigartig machen. Es sind diese Gebrauchsspuren wie Schmutzpartikel, Kratzer, Bildstandsbewegungen etc. In jede Filmkopie ist somit auch die Geschichte ihrer Aufführungen mit eingeschrieben. Auch diesen Aspekt wollen wir vorstellen und die Vor- und Nachteile digitaler und analoger Vorführungen sichtbar machen.

GB 1951, 78‘, 16mm, dt. Fassung, R: Charles Crichton

Alec Guiness spielt in dem Nachkriegsklassiker der legendären britischen Ealing Sudios den schüchternen, gewissenhaften Bankangestellten Henry Holland. Seit Jahren überwacht er die Transporte von Goldbarren der Bank von England mit großer Zuverlässigkeit. Doch die verdiente, anstehende Beförderung würde seine insgeheim geschmiedeten Pläne für einen großen Coup zunichte machen. Schnelles Handeln ist gefragt und so kommt ihm der neue Nachbar, der Souvenir-Produzent Alfred Pendlebury, gerade recht. In seiner  Werkstatt werden die geraubten Goldbarren zu handlichen Eiffeltürmen gegossen und als scheinbar günstige Andenken nach Frankreich verschickt, um dort im Lagerraum eines Souvenirladens auf Holland und Pendlebury zu warten. Der Coup gelingt, doch dann werden die Türmchen ausgerechnet an ahnungslose englische Schulmädchen verkauft…


Die Handlung besticht durch ihren trockenen britischen Humor und die Dynamik zwischen den beiden unterschiedlichen Protagonisten, die trotz ihrer kriminellen Absichten sympathisch wirken.


 

Eine Veranstaltung von Julia Schönecker-Roth und Joachim Steinigeweg
Eintritt: 8,00 / 7,00 € erm., Karten an der Kinokasse
Vorbestellung: joachim.steinigewegemail.de

Für: Erwachsene
Teilnahme: 9,00€ Ermäßigt: 8,00€

GB/I 1980, 95’, DCP, OmU, R: Franco Rosso

Gritty London in den späten 1970er-Jahren: Das Dub-Soundsystem Ital Lion rund um den Sänger Blue träumt vom Sieg beim nächsten lokalen Soundsystem-Wettbewerb. Massive Lautsprecher werden von A nach B geschleppt, der neueste Tune eingekauft – doch der tiefsitzende Rassismus von Arbeitgebern, Nachbar*innen und der Polizei behindert die Soundtüftler auf ihrem Weg zum Finale. Statt klein beizugeben, lautet die Devise: laut aufdrehen. Ein Porträt der Brixtoner Soundsystem- Kultur, das vor Style, Wut und Subversion vibriert – kongenial getragen von den schweren Bassläufen des Soundtracks von Dennis Bovell.


Einführung: Christian Meyer-Pröbstl (Filmkritiker)

Für: Erwachsene
Teilnahme: 15,00€ Ermäßigt: 10,00€

Tickets nur an der Abendkasse

D 2026, 121‘, R: Moritz Enders und Gunther Merz

Der politische Wille, die Sprengung der Nordstream-Pipelines auch nur ansatzweise aufzuklären, ist in Deutschland nicht besonders ausgeprägt. Nun liegt eine Dokumentation vor, in der die Autoren eine Synthese aus den bisher herumschwirrenden Thesen versuchen. In „Nordstream-Die Sprengung“ gehen Moritz Enders und Gunther Merz in ihrem zweistündigen Film der Frage nach, wie es zu dem Anschlag gekommen sein könnte und wer davon profitiert. Sie sprechen ohne ideologische Vorbehalte mit Experten, die in klassischen Medien kaum zu Wort kommen, z. B. mit dem frühere CIA-Analyst Ray McGovern, dem Blogger Dirk Pohlmann, dem Autor Dr. Werner Rügemer und anderen.


Der Film ist mit überschaubaren Ressourcen produziert worden, sodass über den Eintrittspreis auch Produktionskosten gedeckt werden sollen.


Einführung: Moritz Enders als einer der beiden Filmemacher


Es besteht nach der Vorführung Gelegenheit zur Diskussion mit Moritz Enders und dem ebenfalls anwesenden Dr. Werner Rügemer unter der Gesprächsleitung des Veranstalters „Bürger im Gespräch“.

Für: Erwachsene
Teilnahme: 9,00€ Ermäßigt: 7,00€

Alle drei Filme: 20,00 €, 15,00 € (ermäßigt) Tickets an der Tageskasse, Reservierungen unter info@allerweltskino.de

Dokumentarfilm, F/LUX/NL 2023, 212‘, DCP, Mandarin m engl. UT, R: Wang Bing, FSK: ab 18

Fast zehn Stunden Dokumentarfilm an einem Wochenende: Eine einmalige Gelegenheit, in den Alltag junger Textilarbeiterinnen und -arbeiter einzutauchen. Der chinesische Regisseur Wang Bing beobachtet in seiner Trilogie - deren Teile man auch einzeln sehen kann - junge Menschen, die jedes Jahr ihre Dörfer verlassen, um zu arbeiten. Im ersten Teil, "Spring", blicken wir in Sweatshops und ungemütliche Gemeinschaftsunterkünfte. Wir sehen, wie die jungen Menschen stundenlang nähen. Sie scherzen, streiten, flirten, planen. Sie diskutieren über das neueste iPhone, kaufen ein, verlieben und entlieben sich. Doch das ist kein Film über menschenverachtende Ausbeutung, globale Lieferketten, Billigkleidung oder die regierende Produktivität. Es geht darum, wie das Leben stattfindet.


Veranstalter: Allerweltskino e.V.


Tickets an der Tageskasse, Reservierungen unter info@allerweltskino.de


 

Für: Erwachsene
Teilnahme: 9,00€ Ermäßigt: 7,00€

Alle drei Filme: 20,00 €, 15,00 € (ermäßigt) Tickets an der Tageskasse, Reservierungen unter info@allerweltskino.de

Dokumentarfilm, F/LUX/NL 2024, 226‘, DCP, Mandarin m engl. UT, R: Wang Bing, FSK: ab 18

Weder rein individualistisch noch als kollektives Porträt: Der zweite Teil von Wang Bings Dokumentarfilmprojekt „Youth“ konzentriert sich auf die Arbeiterinnen und Arbeiter in der Textilindustrie von Zhili, die um faire Bezahlung oder überhaupt um ihren Lohn kämpfen. Der Film rückt die prekären Arbeits- und Lebensbedingungen in den Mittelpunkt: verschuldete Arbeitgeber, Lohndruck und ausbleibende Zahlungen. Wang Bing vermeidet sowohl klassische individuelle Handlungsbögen als auch das Bild einer anonymen Masse. Stattdessen gibt er den einzelnen Personen Raum und zeigt, wie sie mit ihrer Arbeitssituation umgehen. Erst im Gesamtzusammenhang entsteht ein Bild der gesellschaftlichen Situation im heutigen China.


Veranstalter: Allerweltskino e.V.

Für: Erwachsene
Teilnahme: 9,00€ Ermäßigt: 7,00€

Alle drei Filme: 20,00 €, 15,00 € (ermäßigt) Tickets an der Tageskasse, Reservierungen unter info@allerweltskino.de

Dokumentarfilm, F/LUX/NL 2024, 152‘, DCP, Mandarin m engl. UT, R: Wang Bing, FSK: ab 18

Im letzten der drei Teile, "Homecoming", kehren die Arbeiterinnen und Arbeiter zurück in ihre Heimat, um Freunde und Familie zu treffen oder zu heiraten. Die Lebendigkeit lokaler Bräuche – Musik, Tanz, Lachen und reichlich Feuerwerk – verleiht der Dokumentation eine unerwartete Fröhlichkeit. Doch diese währt nur kurz: Bald heißt es zurückkehren zu den lärmenden Maschinen und dem Chaos der Fabriken.


Hier treibt Wang das beobachtende Dokumentarkino auf die Spitze. Er verzichtet gänzlich auf Off-Kommentare, musikalische Untermalung oder subtile redaktionelle Kniffe und strebt stattdessen danach, sich über lange Zeiträume hinweg in den Alltag der Gefilmten zu integrieren. Dabei versucht er jedoch nicht, sich unsichtbar zu machen. Manchmal nehmen die Protagonisten Bezug auf seine Anwesenheit.


Veranstalter: Allerweltskino e.V.

Für: Fremdsprachige Angebote

Das Festival wird von Ibrahim Snoopy dem Schirmherrn des 23. Kölner Afrika Film Festivals, eröffnet. Die internationalen Festivalgäste, die bereits zur Eröffnung nach Köln kommen, werden musikalisch von der Musikerin Onita Boone begrüßt. Den filmischen Auftakt macht der Kurzfilm TAXI MOTO


Live: Onita Boone

Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €

Für: Fremdsprachige Angebote

CH/Kenia/Saudi Arabien 2025, 79‘, OmeU, DCP, R: Damien Hauser

Im Jahr 2093 reist Kuve, ein junger Filmemacher, nach Umata, um einen Dokumentarfilm über den Großen Krieg zu drehen, der zwei Jahrzehnte zuvor stattgefunden hat, sowie über dessen aktuelle Auswirkungen auf die Bevölkerung. In der Erwartung, Menschen zu treffen, die von Depressionen gezeichnet sind, entdeckt er stattdessen eine ganz andere Realität. Um seine Erzählung aufzubauen, besetzt er Mumbi als Schauspielerin, die seine vereinfachte und subjektive Darstellung infrage stellt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Romanze. Als Mischung aus romantischer Abenteuerfabel und Mockumentary untersucht der Filmemacher Damien Hauser in MEMORY OF PRINCESS MUMBI den postkolonialen filmischen Blick, die Zuverlässigkeit von Narration und die menschliche Kreativität angesichts von KI.
Gast: Shandra Apondi

Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €

Für: Fremdsprachige Angebote

BE/FR/DR Kongo 2026, 64‘, OmeU, DCP, R: Mawena Yehouessi, Fallon Mayanja, Rob Jacobs, Victoire Karera Kampire, Paul Shemisi, Anne Reijniers;

Julius Eastman (1940-1980) war ein afroamerikanischer Komponist, Musiker, Performer und Aktivist. Ursprünglich klassisch als Pianist ausgebildet, schloss er sich Ende der 1970er-Jahre der experimentellen Musikszene in New York an. Als Schwarzer und queerer Künstler waren seine Werke mit provokativen Titeln wie Evil N**** und Gay Guerrilla nicht nur musikalische Erkundungen, sondern Ausdruck seines radikalen Aktivismus und seiner politischen Überzeugungen. JOY BOY: A TRIBUTE TO JULIUS EASTMAN entfaltet sich in vier Kapiteln, die vier seiner Kompositionen gewidmet sind, und bringt sechs Filmemacher*innen in einen Dialog, um sein Vermächtnis zu würdigen.


Gast: Paul Shemisi

Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €