Filmforum

Mit dem bundesweit einzigartigen Modell eines die Stadtgrenzen übergreifenden Forums bespielen seit 2006 insgesamt neun Partner das Kino im Museum Ludwig.

Als Gründungsmitglieder des Filmforums hat das gesamte breite Spektrum von Filmförderern und -produzenten, Filmschaffenden, -vermittelnden und Cineasten zur Kooperation zusammengefunden. Zu ihnen gehören die Filmstiftung NRW, die SK Stiftung Kultur, der Westdeutsche Rundfunk (WDR), die ifs internationale filmschule köln, der film & fernseh produzentenverband nrw e.v. die KölnMusik GmbH, sowie der Verbund der freien Filmszene „KinoAktiv" und das Museum Ludwig/Stadt Köln. Zahlreiche thematische Programmreihen, Filmfestivals und Premieren sowie Vorträge und Diskussionen haben im Filmforum einen Aufführungsort gefunden. Alle Veranstaltungen werden inhaltlich und finanziell von den einzelnen Partnern selbst verantwortet. Gemeinsam ist es gelungen, das Filmforum als Ort für Filmgeschichte und zeitgenössische Filmkultur zu etablieren und damit eine Lücke in der Kölner Kinolandschaft zu füllen.

Weitere Infos zu diesem und allen anderen Programmen unter www.filmforumnrw.de

Eintrittskarten für alle Veranstaltungen sind an der Abendkasse erhältlich. Vorbestellungen sind nicht möglich. Für Hörgeschädigte bietet das Filmforum Induktionsschleifen an. Das Filmforum ist für Rollstuhlfahrer zugänglich.

Filmforum im Museum Ludwig

Eingang auf der Rückseite des Museum Ludwig
Bischofsgartenstraße 1, 50667 Köln
E-Mail: infofilmforumnrw.de

Kommende Termine

Für: Fremdsprachige Angebote

DE/FR/Palästina/Ägypten/Katar/Saudi-Arabien/Sudan 2025, 94‘, OmeU, DCP, R: Suzannah Mirghani

In einem vom Baumwollanbau geprägten sudanesischen Dorf lebt die fünfzehnjährige Nafisa. Zwischen den Erwartungen ihrer Mutter und ihrer Großmutter sucht sie ihren eigenen Weg. Die Großmutter, als „Königin der Baumwolle“ angesehen, trägt die Erinnerungen an die britische Kolonialherrschaft in sich, während Nafisas Mutter die Zukunft in wirtschaftlicher Modernisierung sieht. Nafisa selbst verliebt sich in einen jungen Gemüseverkäufer und stellt traditionelle Vorstellungen infrage. Mit poetischen Bildern entwirft Suzannah Mirghani ein vielschichtiges Porträt des Sudan. COTTON QUEEN ist der erste von einer Frau geschriebene und inszenierte sudanesische Spielfilm.


Gast: Suzannah Mirghani

Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €

Für: Fremdsprachige Angebote

Kenia 2025, 61’, OmeU, DCP, R: Mark Maina, Nick Wambugu

2024, Kenia: Die kenianische Jugend erhebt sich gegen den Haushaltsentwurf (Finance Bill 2024). Die Bewegung, die online ihren Anfang nahm, entwickelt sich zu einem der prägendsten Aufstände in der Geschichte des Landes. THE PEOPLE SHALL begleitet den Mut, die Trauer, die Wut und die Hoffnung einer Generation, die mehr politische Verantwortung, Würde und eine andere Zukunft einfordert. In diesem Dokumentarfilm liefern die Filmemacher Mark Maina und Nick Wambugu ein Zeugnis des Widerstands und eine Hommage an all jene, die sich erhoben haben, verletzt wurden oder im Kampf für ein verantwortungsbewussteres Kenia ihr Leben verloren haben.


Gast: Mark Maina

Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €

Für: Fremdsprachige Angebote

Kenia 2025, 61’, OmeU, DCP, R: Mark Maina, Nick Wambugu

2024, Kenia: Die kenianische Jugend erhebt sich gegen den Haushaltsentwurf (Finance Bill 2024). Die Bewegung, die online ihren Anfang nahm, entwickelt sich zu einem der prägendsten Aufstände in der Geschichte des Landes. THE PEOPLE SHALL begleitet den Mut, die Trauer, die Wut und die Hoffnung einer Generation, die mehr politische Verantwortung, Würde und eine andere Zukunft einfordert. In diesem Dokumentarfilm liefern die Filmemacher Mark Maina und Nick Wambugu ein Zeugnis des Widerstands und eine Hommage an all jene, die sich erhoben haben, verletzt wurden oder im Kampf für ein verantwortungsbewussteres Kenia ihr Leben verloren haben.


Gast: Mark Maina

Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €

Für: Fremdsprachige Angebote

Publikumspreise, Diversity Filmpreis & Jurypreis
LIVE MUSIC: Raziel Belami

Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €

Für: Fremdsprachige Angebote

FR 2024, 93‘, OmeU, DCP, R: Manele Labidi

Amel ist Hausfrau und Mutter von zwei Töchtern. Das Leben der Familie gerät aus den Fugen, als der Vermieter die Wohnung zurückhaben will. Sie weigert sich, in die Vorstadt zu ziehen oder ihre Kinder aus der Schule zu nehmen. Nach einer Geschichtsstunde über Karl Martell begegnet ihre älteste Tochter Mouna dem Geist des Feldherrn, der in der Schlacht von Poitiers 732 angeblich arabische Invasoren zurückgedrängt haben soll.
REINE MÈRE erzählt von einer Migrantenfamilie, die Ende der 1980er-Jahre nach Frankreich kam und sozialen Abstieg sowie Rassismus erlebt. Nach UN DIVAN À TUNIS liefert Manele Labidi eine politische Reflexion über die Lage von Migrant*innen – bis heute aktuell.

Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €

Für: Erwachsene
Teilnahme: 12,00€

VVK 10,00 € + Gebühr. Verkauf startet in Kürze! www.iranian-filmfestival.com

Wie kann Kunst unter Repression entstehen? Welche Rolle spielen Musik, Film und Tanz, wenn künstlerische Freiheit eingeschränkt wird? Und welche Bedeutung haben Künstlerinnen für gesellschaftlichen Wandel?
Die Veranstaltung Kunst als Widerstand – Stimmen im Dialog beleuchtet die Situation von Künstlerinnen im Iran und zeigt, wie kreative Ausdrucksformen zu Mitteln der Selbstbehauptung und des Widerstands werden können.
Den Auftakt bildet ein kuratierter Kurzfilmblock mit den Filmen Ballerina, Prestige, Resilience und Height of the Kite. Die Filme eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Zensur, weibliche Selbstbestimmung und künstlerische Freiheit. Im Anschluss diskutieren Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen und Kultur-schaffende über die Auswirkungen der Revolution von 1979 auf Kunst und Kultur im Iran, über Zensur und künstlerische Strategien des Widerstands sowie über die gesellschaftliche Bedeutung der Bewe-gung Frau, Leben, Freiheit.


Es moderiert die Journalistin und Autorin Golineh Atai. Auf dem Podium sprechen die Islamwis-senschaftlerin Katajun Amirpur, die Soziologin und Autorin Chahla Chafiq, die Musikwissenschaft-lerin Yalda Yazdani sowie die Sängerinnen und Performerinnen Mina Deris und Mahya Hamedi.
Die Veranstaltung wird vom Visions of Iran – Iranischen Filmfestival Köln organisiert und ist Teil des Projekts Female Voices of Resilience – Iranian Women Singing for Freedom, das am Vortag mit einem Konzert in der Kölner Philharmonie beginnt. Das Festival präsentiert seit 2013 die Viel-falt des iranischen Kinos und schafft Raum für den Austausch über Gesellschaft, Kultur und Menschenrechte.

Für: Erwachsene

Eintritt frei!

USA 1994, 118‘, OmU, Regie: Oliver Stone, Montage: Brian Berdan, Hank Corwin, FSK 18

Mickey und Mallory Knox ziehen mordend durch die USA und werden von den Medien zu Popikonen stilisiert. Natural Born Killers verbindet Road Movie, Satire und Medienkritik zu einer Geschichte über Gewalt und die Mechanismen öffentlicher Aufmerksamkeit. Die extrem verdichtete Montage von Hank Corwin und Brian Berdan, die unterschiedlichste Bildformate, Animationen, Werbeästhetik und popkulturelle Zitate miteinander verbindet, prägt Rhythmus und Wahrnehmung des Films entscheidend. Quentin Tarantino, auf dessen Idee der Film beruht, distanzierte sich von Stones´ Drehbuchfassung und der filmischen Umsetzung.
Bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig wurde der Natural Born Killers 1994 mit dem Großen Spezialpreis der Jury ausgezeichnet, Juliette Lewis erhielt den Preis als Beste Darstellerin. Zugleich löste der Film heftige Kontroversen aus: Kritisiert wurden vor allem die explizite Gewaltdarstellung und die Befürchtung, der Film könne Gewalttaten verherrlichen oder Nachahmung fördern – Vorwürfe, die bis heute Teil seiner Rezeptionsgeschichte sind. Die nur leicht divergierenden Schnittversionen, die die ursprüngliche FSK 18-Kinofassung vom Directors Cut unterscheiden, werfen ein Licht auf vieldiskutierte Details der Filmrezeption.


„Natural Born Killers verbindet unterschiedlichste visuelle Ebenen so spielerisch leicht, ohne dass dabei auch nur eine davon ihre Trennschärfe und ihren Sinn verliert. Ursache, Wirkung, der Moment dazwischen - die Realität und die filmische Realität können gleichzeitig konsumiert und reflektiert werden. Und das in einem Tempo, wo man dazu eigentlich keine Zeit hat" beschreibt Editor und Filmemacher Oliver Held seine Faszination für die Montageleistung seiner amerikanischen Kollegen.


bis 2022 war er Professor für Postproduktion an der Macromedia Hochschule in Köln.


Anschließend Filmgespräch mit Filmeditor und Regisseur Oliver Held,


Eine Veranstaltung von Edimotion – Festival für Filmschnitt und Montagekunst in Kooperation mit der ifs Internationale Filmschule Köln, im Rahmen des Filmforums NRW e.V. Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Köln.


Moderiert von Kyra Scheurer (Künstlerische Leiterin des Filmfestivals Edimotion)


Eine induktive Höranlage steht zur Verfügung, der Film ist deutsch untertitelt.


Infos unter 0221-920188-231 oder info@filmschule.de

Für: Erwachsene

USA 2025, 60‘, Regie und Choreografie: Meg Stuart

 Körper schwanken an Schwellen: zwischen Erstarrung und Zittern, Beherrschtheit und Entspannung, öffentlichem Raum und privater Reflektion. Bewegung entsteht durch Beziehungen: zu Temperatur, Textur, unsichtbaren Kräften und zueinander. Die Kanten von Architektur, Stimme und Präsenz sind immerzu durchlässig. Fantasie flackert im Dazwischen, wo aus einem Pool ein Portal wird, aus einer Ruine eine Partitur, aus Aufmerksamkeit die eigentliche Arbeit.


Intuitiv reagieren die Performer:innen auf die Umgebungen, Meg Stuart leitet sie dabei an. Die Kamera bewegt sich mit als choreografierende Partnerin, verfolgt Spannungen zwischen Körper, Orten, Atmosphären. Was bleibt? Eine Aufzeichnung von Beziehungen – provisorisch, porös, höchst lebendig.


“Sulphur Edges” (Schwefel-Kanten) reist durch die Thermalwasserbecken von São Miguel auf den Azoren, durch Schwimmbäder an der Uferkante zum Ozean, durch Reste einer Mine und eines Hotels. In diesem Prozess des Spürens, Hörens und Übertragens sind sie Mit-Akteure.

Filme | VR | AR & Installationen

Es bewegt sich wieder was! Das das Moovy Tanzfilmfestival präsentiert an der Schnittstelle von Tanz und Digitalität innovative Tanzfilme für die Leinwand und immersive Choreografien und Performances für Virtual Reality und Augmented Reality. Moovy zeigt die gemeinsamen Arbeiten von Choreograf*innen und Tänzer*innen, Filmemacher*innen und Medien­künstler*innen.

Eintritt: € 12,00 / 7,00 erm., (Studenten, Köln-Pass Inhaber)

Festival-Pass: € 55,00 / 32,00 erm., (Studenten, Köln-Pass Inhaber)

Karten an der Kinokasse oder rausgegangen.de

www.moovy-festival.com

Für: Erwachsene
Teilnahme: 9,00€ Ermäßigt: 8,00€

Tickets nur an der Abendkasse. Geflüchtete haben freien Eintritt!

AT 1982, 82’, DCP, OF, R: Niki List

Während andere Feierabend machen, öffnet Barfrau Tusnelda das Café Malaria. Berauscht


von ihrer eigenen Individualität betreten hier die unterschiedlichsten Vertreter*innen der Wiener


Jugendkultur der frühen 1980er-Jahre die Bühne. In Floskeln und Zitaten inszeniert man


beiläufige Nähe, zeigt desinteressiertes Interesse aneinander, schlürft neonfarbene Drinks mit


fragwürdigen Ingredienzien und feiert sich selbst. Postmodern-poppig entwirft Niki List in seinem


kultigen Debütfilm einen Ort, an dem jede*r alles sein kann – und am Ende ein guter Song genügt,


um etwaige Konflikte vergessen zu lassen.


 


Vorfilm:


DER BALL


AT 1982, 50’, 16mm, Regie: Ulrich Seidl


Alljährlich zur Fastnacht findet in der niederösterreichischen Kleinstadt Horn der


Schulabschluss-Ball statt. Monoton ausgeführte Lobpreisungen und militärisch anmutende


Tanzeinlagen kulminieren im Vogerltanz als Gipfel der kollektiven Ekstase.


 


Einführung: Prof. Alejandro Bachmann (Professor für Filmgeschichte und Filmtheorie, KHM)


 

Für: Fremdsprachige Angebote

USA/Türkei 2025, 100‘, DCP, OF (Türkisch/Englisch; türkische Dialoge englisch, englische Dialoge tür-kisch untertitelt), R: Nadir Sarıbacak, Samy Pioneer

„Gazelle“ ist das Regiedebüt des gefeierten Schauspielers Nadir Sarıbacak, dass er gemeinsam mit Co-Regisseur Samy Pioneer realisierte. Basierend auf eigenen Erfahrungen von Exil und Vertreibung entfaltet sich der Film als intimes psychologisches Drama über Trennung, Resilienz und die zerbrechliche Landschaft der menschlichen Psyche.


Im Anschluss Q&A mit Nadir Saribacak


Tickets unter gazellefilm.com