HR·RO·IT·GR·FR·SI 2025, 137‘, OmeU, R: Hana Jušić, OmeU
Das neue Ausnahmetalent aus Kroatien Hana Jušić („Quit Staring at My Plate“, „The Last Socialist Artefact“) setzt mit diesem außergewöhnlichen historischen Drama ein Zeichen gegen die wachsende national-religiöse Bewegung in der Region. Der Film wurde als Bester Internationaler Spielfilm beim IFFF Dortmund+Köln 2026 ausgezeichnet. Wind peitscht über die dalmatinischen Berge irgendwann um die Jahrhundertwende. Eine geheimnisvolle Gestalt tritt aus der Dunkelheit. Teresa ist Fremde und zugleich Teil der Familie, nach der sie auf der Suche ist. Von Chile reiste sie in die Heimat ihres verstorbenen Mannes Marco, um dort seine Knochen zu Grabe zu tragen. In einem Tal trifft sie auf seine Schwester, die Hirtin Milena, und gemeinsam brechen sie auf in die Berge, um Marcos Familie von dessen Tod zu berichten. Zwischen den beiden Frauen entsteht eine fragile Bindung, getragen von Blicken, Gesten, gemeinsamer Arbeit und einer unvoreingenommenen Nähe, aus der allmählich eine eigene Sprache wächst. Mit strenger Form und beharrlicher Ruhe erzählt Hana Jušić von weiblicher Solidarität, die zeitlos ist. Die Jury für die Auszeichnung Bester Internationaler Spielfilm des IFFF urteilte: „Mit herausragender Inszenierung und einer filmischen Sprache von großer Präzision und Klarheit verbindet der Film meisterhaft die Genres des historischen Dramas, des Suspense und des Psychothrillers – alles durch einen kompromisslosen weiblichen Blick.“
Gast: Manuela Martelli (Schauspielerin, Regisseurin)
Moderation: Dr. Maxa Zoller (Künstlerische Leitung IFFF Dortmund+Köln)
Eine Veranstaltung der ifs Internationale Filmschule Köln in Kooperation mit dem
Internationalen Frauen Film Fest Dortmund+Köln im Rahmen des Filmforums NRW e. V.
Infos unter 0221-920188-230 oder info@filmschule.de – Eintritt frei