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Auf der Suche nach ihrer persönlichen Bildsprache haben sich die Künstler*innen des 20. und 21. Jahrhunderts immer wieder vom Gegenstand gelöst und Form und Farbe zum Bildthema gemacht. Die Werke im Museum Ludwig werden Sie zu eigenen Wegen der Abstraktion inspirieren. So können Sie in diesem Kurs zu Ihrem individuellen Stil finden. Sie arbeiten mit Ölfarben, bitte bringen Sie Borstenpinsel mit.
Wie immer gilt: Ganztägig freier Eintritt für Menschen, die in Köln wohnen. Alle anderen zahlen ab 17h nur 7€.
Ein Hund, der auf dich zu rennt, viele Augen, die dich anblicken, und versteckte Bilder, die deinen genauen Blick erfordern. All dies lässt sich in der eigens für die Treppenhauswand im Museum Ludwig geschaffene Arbeit von Jana Euler erkennen. Der Lange Donnerstag im September wird sich diesem neuen Werk Triptych – Image Viewer Connection widmen.
Wie betrachten wir Kunst? Inwiefern bestimmt die eigene Perspektive das Kunsterlebnis? Kann Kunst helfen, eine andere Perspektive einzunehmen? In ihrer Arbeit beschäftigt Jana Euler sich mit den besonderen Arten des Sehens und des Wahrnehmens von Kunst sowie der Interaktion von Werk und Publikum.
Gemeinsam wollen wir den Fragen auf den Grund gehen, genau hinsehen und einen Perspektivwechsel wagen.
Triptych – Image Viewer Connection ist der fünfte Beitrag zur Reihe Schultze Projects. Der Name Schultze Projects bezieht sich auf Bernard Schultze und seine Frau Ursula (Schultze-Bluhm), deren künstlerische Teilnachlässe das Museum Ludwig verwaltet und zu deren Gedenken die Reihe 2017 initiiert wurde.
Programm
18-21h Kreativ-Workshop im Werkraum zum Thema Perspektivwechsel (drop in)
18+18:30+19.30+20h Kurzführungen zu Jana Euler (Treffpunkt Infotheke)
18-21.30h Kunst:Dialoge in der Sammlung mit interaktiven Stationen rund um Jana Euler und die Themen Wahrnehmung, Perspektivwechsel und Sehen als Tätigkeit
Eine psychologische Bildbetrachtung nach Dr. Hans-Christian Heiling:
Kunst ist ein Medium, das den Menschen grundlegende Lebensthemen, Konflikte und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen kann. Zu Beginn lassen Sie sich intensiv auf ein Kunstwerk ein, Sie beobachten und machen sich Notizen. In den anschließenden Gesprächen werden Sie durch Ihr individuelles Bilderleben zum Kern des Werks vordringen. Unbelastet von Wissen über Kunst kann das Kunstwerk wirken und seine Botschaften vermitteln.
Eine Kooperation von Museumsdienst Köln und dem Departement Psychologie der Universität zu Köln: www.bilderleben.net
Abb.: Symbolbild (Museumsdienst)
Tickets auf rausgegangen.de/events/selling-vivian-maier-0/
USA 2013, 84’, DCP, OmU, R: John Maloof, Charlie Siskel
Es war einer der spektakulärsten Entdeckungen der Fotografie-Welt: Die Fotografien von Vivian Maier. Vivian Maier dokumentierte das Leben in New York und Chicago über Jahre hinweg mit ihren analogen Kameras. Durch Zufall gelangten die Negative nach ihrem Tod an die Öffentlichkeit und wurden zur Sensation. In der Dokumentation „Finding Vivian Maier“ erzählt John Maloof, wie er an die Fotos gekommen ist und versucht herauszufinden, wer Vivian Maier war. Die Dokumentation löst aber nicht nur Begeisterung aus - eher stellt sich die Frage: wem gehört das Werk eines Menschen nach dessen Tod und wie sollte man damit umgehen - kurz: wem gehört die Kunst?
Im Anschluss an die FIlmvorführung wird es ein Podiumsgespräch mit der Kuratorin und Medienpädagogin Teona Gogichaishvili geben.
Eine Veranstaltung des Filmforum NRW in Kooperation Analog Art Affair 2026 (Ausstellung & Community-Event für analoge Fotografie) und exposure (Podcast zu analoger Fotografie)
Sa 5.9. und So 6.9., 11:00 - 17:00
Künstler wie Joan Miro, Max Ernst oder Andre Masson führen Sie in eine Welt der Fantasie und Träume. Die Surrealist*innen nutzten nicht nur Pinsel und Farbe, sondern auch Techniken wie z. B. Decalcomanie, Blindzeichnung oder Frottage. Im Atelier experimentieren Sie mit Zufallstechniken und kreieren eigene Welten zwischen Traum und Wirklichkeit.
Weitgehend unbekannt in der Öffentlichkeit existiert in Köln eine Filmsammlung, die hohen Wert auf die Qualität der enthaltenen Filme legt und einen weiten Überblick über das internationale Filmschaffen bietet. Seit Mitte der Fünfziger Jahre engagierte sich der Kölner Leo Schönecker nicht nur in Arbeitskreisen und Diskussionsrunden zu filmthematischen Fragen, sondern er begann, selbst Filme zu sammeln, vorzuführen und zu verleihen. Seine Sammlung wurde bis zu seinem Tod im Jahr 2013 beständig fortgeführt und erweitert. Unter Filmkennern und Kuratoren war die Sammlung bekannt, gerne griff man auf die Bestände dort zurück. Insgesamt enthält das Archiv rund 1.200 Filmtitel. Nun ist es an der Zeit, diese Kostbarkeit öffentlich vorzuzeigen.
Die Filme liegen sämtlich in analoger Form vor, meistens im Format 16mm, etliche im Format 35mm. In den Kinos hat unterdessen seit einigen Jahren die Digitalisierung Einzug gehalten. Eine Vorführung von „richtigem“ Zelluloid hat inzwischen Ereignischarakter. Bei der Vorführung von Zelluloid gibt es Artefakte, die jede Kopie einzigartig machen. Es sind diese Gebrauchsspuren wie Schmutzpartikel, Kratzer, Bildstandsbewegungen etc. In jede Filmkopie ist somit auch die Geschichte ihrer Aufführungen mit eingeschrieben. Auch diesen Aspekt wollen wir vorstellen und die Vor- und Nachteile digitaler und analoger Vorführungen sichtbar machen.
GB 1951, 78‘, 16mm, dt. Fassung, R: Charles Crichton
Alec Guiness spielt in dem Nachkriegsklassiker der legendären britischen Ealing Studios den schüchternen, gewissenhaften Bankangestellten Henry Holland. Seit Jahren überwacht er die Transporte von Goldbarren der Bank von England mit großer Zuverlässigkeit. Doch die verdiente, anstehende Beförderung würde seine insgeheim geschmiedeten Pläne für einen großen Coup zunichte machen. Schnelles Handeln ist gefragt und so kommt ihm der neue Nachbar, der Souvenir-Produzent Alfred Pendlebury, gerade recht. In seiner Werkstatt werden die geraubten Goldbarren zu handlichen Eiffeltürmen gegossen und als scheinbar günstige Andenken nach Frankreich verschickt, um dort im Lagerraum eines Souvenirladens auf Holland und Pendlebury zu warten. Der Coup gelingt, doch dann werden die Türmchen ausgerechnet an ahnungslose englische Schulmädchen verkauft…
Die Handlung besticht durch ihren trockenen britischen Humor und die Dynamik zwischen den beiden unterschiedlichen Protagonisten, die trotz ihrer kriminellen Absichten sympathisch wirken.
Eine Veranstaltung von Julia Schönecker-Roth und Joachim Steinigeweg
Eintritt: 8,00 / 7,00 € erm., Karten an der Kinokasse
Vorbestellung: joachim.steinigewegemail.de
Bring deine*n beste*n Freund*in mit! Workshop in der Ausstellung "Hier und jetzt. De/Collecting Memories from Turtle Island" im Museum Ludwig
Im interaktiven Workshop erfährst du die raumgreifenden Schellen-Skulpturen „Thirteen Moons“ der Künstlerin Marie Watt auf neue Weise: Durch Berührung und Bewegung. Wie fühlen sich die Kunstwerke an? Wie klingen die Jingles bei Berührung und was erzeugt der Sound im Körper? Du spürst den Schellenwolken nach und setzt sie durch kreative Ansätze in Bewegung um.
Angeleitet wird der Workshop im Wechsel durch: Beatrice Cordier, Mona Nellessen, Kathrin Schilbach und Lea Weigel,
Studierende des Masterstudiengangs Tanzvermitllung am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.
Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Zu jeder vollen Stunde (14h, 15, 16h) geht ein 40minütiger Workshop los. Kommt einfach vorbei, wir freuen uns auf euch!
Dies ist ein altersübergreifender Workshop. Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos, Eintrittstickets für das Museum erhaltet ihr vor Ort an der Kasse.
Marie Watt, Thirteen Moons, 2025, Foto: Mario Gallucci, Courtesy: die Künstlerin.
Di (4 Termine), 8.9 - 29.9, 17:30 - 20:00
Die Farbe als grundlegendes Gestaltungs- und Ausdrucksmittel steht im Mittelpunkt dieser Veranstaltung. Im Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud und im Museum Ludwig betrachten Sie zunächst Gemälde aus verschiedenen Epochen der Malerei vom 14. bis zum 20. Jahrhundert. Anschließend gehen Sie beim eigenen Arbeiten den zahlreichen Ausdrucksmöglichkeiten von Farbe nach.
GB/I 1980, 95’, DCP, OmU, R: Franco Rosso
Gritty London in den späten 1970er-Jahren: Das Dub-Soundsystem Ital Lion rund um den Sänger Blue träumt vom Sieg beim nächsten lokalen Soundsystem-Wettbewerb. Massive Lautsprecher werden von A nach B geschleppt, der neueste Tune eingekauft – doch der tiefsitzende Rassismus von Arbeitgebern, Nachbar*innen und der Polizei behindert die Soundtüftler auf ihrem Weg zum Finale. Statt klein beizugeben, lautet die Devise: laut aufdrehen. Ein Porträt der Brixtoner Soundsystem- Kultur, das vor Style, Wut und Subversion vibriert – kongenial getragen von den schweren Bassläufen des Soundtracks von Dennis Bovell.
Einführung: Christian Meyer-Pröbstl (Filmkritiker)
Das Museum Ludwig verwahrt zahlreiche Werke US-amerikanischer Künstler*innen sowie historische Landschaftsfotografien aus Nordamerika um 1900. Die nachträglich kolorierten Schwarzweißfotografien lassen ein beinahe menschenleeres, fast kitschiges Bild der Landschaften Nordamerikas entstehen. Dies veranlasste uns, tiefer in die Leerstellen der Bilder einzutauchen. Zahlreiche Nationen bewohnten seit Jahrtausenden das Land, das Turtle Island – Schildkrötenland – genannt wurde.
Gezeigt werden zudem aktuelle Werke von drei Künstlerinnen aus drei Nationen: Seneca, Apsáalooke und Umatilla. Die Werke der Künstlerinnen sind eine Einladung an uns als Institution und an Sie als Besuchende, zu sehen, zu berühren, zu hören und zu lesen.
Begrenzte Teilnehmer*innenzahl. Sie erhalten am Tag der Führung ca. 30 Minuten vorab an der Informationstheke einen Aufkleber, der zur Teilnahme an der Führung berechtigt.
Marie Watt, Thirteen Moons, 2025, Foto: Mario Gallucci, Courtesy: die Künstlerin
Tickets nur an der Abendkasse
D 2026, 121‘, R: Moritz Enders und Gunther Merz
Der politische Wille, die Sprengung der Nordstream-Pipelines auch nur ansatzweise aufzuklären, ist in Deutschland nicht besonders ausgeprägt. Nun liegt eine Dokumentation vor, in der die Autoren eine Synthese aus den bisher herumschwirrenden Thesen versuchen. In „Nordstream-Die Sprengung“ gehen Moritz Enders und Gunther Merz in ihrem zweistündigen Film der Frage nach, wie es zu dem Anschlag gekommen sein könnte und wer davon profitiert. Sie sprechen ohne ideologische Vorbehalte mit Experten, die in klassischen Medien kaum zu Wort kommen, z. B. mit dem frühere CIA-Analyst Ray McGovern, dem Blogger Dirk Pohlmann, dem Autor Dr. Werner Rügemer und anderen.
Der Film ist mit überschaubaren Ressourcen produziert worden, sodass über den Eintrittspreis auch Produktionskosten gedeckt werden sollen.
Einführung: Moritz Enders als einer der beiden Filmemacher
Es besteht nach der Vorführung Gelegenheit zur Diskussion mit Moritz Enders und dem ebenfalls anwesenden Dr. Werner Rügemer unter der Gesprächsleitung des Veranstalters „Bürger im Gespräch“.
Alle drei Filme: 20,00 €, 15,00 € (ermäßigt) Tickets an der Tageskasse, Reservierungen unter info@allerweltskino.de
Dokumentarfilm, F/LUX/NL 2023, 212‘, DCP, Mandarin m engl. UT, R: Wang Bing, FSK: ab 18
Fast zehn Stunden Dokumentarfilm an einem Wochenende: Eine einmalige Gelegenheit, in den Alltag junger Textilarbeiterinnen und -arbeiter einzutauchen. Der chinesische Regisseur Wang Bing beobachtet in seiner Trilogie - deren Teile man auch einzeln sehen kann - junge Menschen, die jedes Jahr ihre Dörfer verlassen, um zu arbeiten. Im ersten Teil, "Spring", blicken wir in Sweatshops und ungemütliche Gemeinschaftsunterkünfte. Wir sehen, wie die jungen Menschen stundenlang nähen. Sie scherzen, streiten, flirten, planen. Sie diskutieren über das neueste iPhone, kaufen ein, verlieben und entlieben sich. Doch das ist kein Film über menschenverachtende Ausbeutung, globale Lieferketten, Billigkleidung oder die regierende Produktivität. Es geht darum, wie das Leben stattfindet.
Veranstalter: Allerweltskino e.V.
Tickets an der Tageskasse, Reservierungen unter info@allerweltskino.de
Linien sind eigenwillige Geschöpfe. Sie können hauchzart, rüsseldick, bunt oder blass sein. Sie können hüpfen, schnarchen, schlurfen oder rasen. Mit dem Klemmbrett unter dem Arm erkunden wir das Museum und probieren verschiedene Techniken der Zeichnung aus. Anschließend entstehen anschließend eigene Zeichnungen mit verschiedenen Methoden.
Alle drei Filme: 20,00 €, 15,00 € (ermäßigt) Tickets an der Tageskasse, Reservierungen unter info@allerweltskino.de
Dokumentarfilm, F/LUX/NL 2024, 226‘, DCP, Mandarin m engl. UT, R: Wang Bing, FSK: ab 18
Weder rein individualistisch noch als kollektives Porträt: Der zweite Teil von Wang Bings Dokumentarfilmprojekt „Youth“ konzentriert sich auf die Arbeiterinnen und Arbeiter in der Textilindustrie von Zhili, die um faire Bezahlung oder überhaupt um ihren Lohn kämpfen. Der Film rückt die prekären Arbeits- und Lebensbedingungen in den Mittelpunkt: verschuldete Arbeitgeber, Lohndruck und ausbleibende Zahlungen. Wang Bing vermeidet sowohl klassische individuelle Handlungsbögen als auch das Bild einer anonymen Masse. Stattdessen gibt er den einzelnen Personen Raum und zeigt, wie sie mit ihrer Arbeitssituation umgehen. Erst im Gesamtzusammenhang entsteht ein Bild der gesellschaftlichen Situation im heutigen China.
Veranstalter: Allerweltskino e.V.
Alle drei Filme: 20,00 €, 15,00 € (ermäßigt) Tickets an der Tageskasse, Reservierungen unter info@allerweltskino.de
Dokumentarfilm, F/LUX/NL 2024, 152‘, DCP, Mandarin m engl. UT, R: Wang Bing, FSK: ab 18
Im letzten der drei Teile, "Homecoming", kehren die Arbeiterinnen und Arbeiter zurück in ihre Heimat, um Freunde und Familie zu treffen oder zu heiraten. Die Lebendigkeit lokaler Bräuche – Musik, Tanz, Lachen und reichlich Feuerwerk – verleiht der Dokumentation eine unerwartete Fröhlichkeit. Doch diese währt nur kurz: Bald heißt es zurückkehren zu den lärmenden Maschinen und dem Chaos der Fabriken.
Hier treibt Wang das beobachtende Dokumentarkino auf die Spitze. Er verzichtet gänzlich auf Off-Kommentare, musikalische Untermalung oder subtile redaktionelle Kniffe und strebt stattdessen danach, sich über lange Zeiträume hinweg in den Alltag der Gefilmten zu integrieren. Dabei versucht er jedoch nicht, sich unsichtbar zu machen. Manchmal nehmen die Protagonisten Bezug auf seine Anwesenheit.
Veranstalter: Allerweltskino e.V.
Das Museum Ludwig verwahrt zahlreiche Werke US-amerikanischer Künstler*innen sowie historische Landschaftsfotografien aus Nordamerika um 1900. Die nachträglich kolorierten Schwarzweißfotografien lassen ein beinahe menschenleeres, fast kitschiges Bild der Landschaften Nordamerikas entstehen. Dies veranlasste uns, tiefer in die Leerstellen der Bilder einzutauchen. Zahlreiche Nationen bewohnten seit Jahrtausenden das Land, das Turtle Island – Schildkrötenland – genannt wurde.
Gezeigt werden zudem aktuelle Werke von drei Künstlerinnen aus drei Nationen: Seneca, Apsáalooke und Umatilla. Die Werke der Künstlerinnen sind eine Einladung an uns als Institution und an Sie als Besuchende, zu sehen, zu berühren, zu hören und zu lesen.
Begrenzte Teilnehmendenzahl. Ticketausgabe 30 Minuten vor Führungsbeginn an der Informationstheke.
Credit: Marie Watt, Thirteen Moons, 2025, Foto: Mario Gallucci, Courtesy: die Künstlerin
! Achtung: Bitte Online-Eintritts-Ticket vorab buchen: Museum Ludwig Ticketshop
Sanat duyularımıza ilham verir. Hayattaki irili ufaklı konular hakkında düşünmeye ve tartışmaya teşvik eder sanat. Ludwig müzesi bu bağlamda, 20. ve 21. yüzyıllardan kalma geniş sanat eserleri koleksiyonuyla buna olanak sağlamaktadır.
Mitglieder der freunde frei.
Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.
Hier finden Sie in Kürze weitere Informationen.
Diese Veranstaltung richtet sich an Eltern mit Baby im 1. Lebensjahr.
Kosten: Mitglieder der freunde: 5,-€ / Gäste 15,-€
Anmeldung unter: www.kunstfreunde.koeln/familiekunstfreunde/
Das Festival wird von Ibrahim Snoopy dem Schirmherrn des 23. Kölner Afrika Film Festivals, eröffnet. Die internationalen Festivalgäste, die bereits zur Eröffnung nach Köln kommen, werden musikalisch von der Musikerin Onita Boone begrüßt. Den filmischen Auftakt macht der Kurzfilm TAXI MOTO
TAXI MOTO
CH/FR 2026, OmeU, DCP, 20', R: Gaël Kamilindi
Festival – Live-Musik von Onita Boone
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
CH/Kenia/Saudi Arabien 2025, 79‘, OmeU, DCP, R: Damien Hauser
Im Jahr 2093 reist Kuve, ein junger Filmemacher, nach Umata, um einen Dokumentarfilm über den Großen Krieg zu drehen, der zwei Jahrzehnte zuvor stattgefunden hat, sowie über dessen aktuelle Auswirkungen auf die Bevölkerung. In der Erwartung, Menschen zu treffen, die von Depressionen gezeichnet sind, entdeckt er stattdessen eine ganz andere Realität. Um seine Erzählung aufzubauen, besetzt er Mumbi als Schauspielerin, die seine vereinfachte und subjektive Darstellung infrage stellt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Romanze. Als Mischung aus romantischer Abenteuerfabel und Mockumentary untersucht der Filmemacher Damien Hauser in MEMORY OF PRINCESS MUMBI den postkolonialen filmischen Blick, die Zuverlässigkeit von Narration und die menschliche Kreativität angesichts von KI.
Gast: Shandra Apondi
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
Ein Angebot für blinde und sehbehinderte Besucher*innen und ihre Freund*innen.
Beim lebendigen Rundgang verbinden wir ausführliche Beschreibungen mit spontanem Austausch. Ziel unserer gemeinsamen Entdeckungsreise ist nicht die trockene Wissensvermittlung, sondern das anregende Erlebnis. Ausgehend von den ausgewählten Kunstwerken werden die Besucher*innen eingeladen, die Kunst im Gespräch selbst zu entdecken.
Da die Teilnehmendenzahl für dieses Angebot begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung bis zwei Tage vorher. Wir nehmen Ihre Buchung für dieses Angebot auch telefonisch zu unseren Servicezeiten (Mo.-Do. 9-15 Uhr und Fr. 9-13 Uhr) unter der Rufnummer 0221/221-27380 an.
BE/FR/DR Kongo 2026, 64‘, OmeU, DCP, R: Mawena Yehouessi, Fallon Mayanja, Rob Jacobs, Victoire Karera Kampire, Paul Shemisi, Anne Reijniers;
Julius Eastman (1940-1980) war ein afroamerikanischer Komponist, Musiker, Performer und Aktivist. Ursprünglich klassisch als Pianist ausgebildet, schloss er sich Ende der 1970er-Jahre der experimentellen Musikszene in New York an. Als Schwarzer und queerer Künstler waren seine Werke mit provokativen Titeln wie Evil N**** und Gay Guerrilla nicht nur musikalische Erkundungen, sondern Ausdruck seines radikalen Aktivismus und seiner politischen Überzeugungen. JOY BOY: A TRIBUTE TO JULIUS EASTMAN entfaltet sich in vier Kapiteln, die vier seiner Kompositionen gewidmet sind, und bringt sechs Filmemacher*innen in einen Dialog, um sein Vermächtnis zu würdigen.
Gast: Paul Shemisi
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
Südafrika 2025, 125‘, OmeU, DCP, R: Sandulela Asanda;
Luthando, 17 Jahre alt, bereitet sich darauf vor, ein neues Schuljahr in einem renommierten religiösen Internat in Südafrika zu beginnen. Als Stipendiatin und vorbildliche Schülerin arbeitet sie unermüdlich und hält sich an die Regeln, bis die Ankunft von Ayanda, einer charismatischen neuen Schülerin, ihre Welt auf den Kopf stellt. In diesem repressiven Umfeld, in dem Konservatismus und Normen das Schulleben bestimmen, wird jede Andersartigkeit bestraft. BLACK BURNS FAST ist eine queere und unkonventionelle Coming-of-Age-Romanze über die Erkundung der Identität. Die Regisseurin Sandulela Asanda inszeniert einen inneren Dialog über Sexualität, Identität und das Werden.
Gast: Sandulela Asanda
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
ZOLLA
FR 2026, 30’, OmeU, DCP, R: Victoria Neto
SEA STAR USA 2025, 12’, OmeU, DCP, R: Tyler M. Evans
WE HAD FUN
FR 2025, 18’, OmeU, DCP, R: Linda Lô
JAZZ INFERNAL
CA 2025, 16’, OmeU; DCP, R:Will Niava
LES JARDINS DU PARADIS
Marokko/FR 2025, DCP, OmeU, 16', R: Sonia Terrab
YAKUBU
Indien/Äthiopien 2025, 19’, OmeU; DCP, R: Kokob Gebrehaweria
Zwischen ihrem ernüchternden Studentenleben und den Erwartungen, die als älteste Tochter auf ihr lasten, sehnt sich die zwanzigjährige ZOLLA, eine Schwarze Frau kongolesischer Herkunft, verzweifelt nach Unabhängigkeit. In SEA STAR nimmt ein älterer Schwarzer Mann an seiner ersten Schwimmstunde teil, während er zugleich mit persönlichen Herausforderungen kämpft, die unter der Oberfläche verborgen liegen. In WE HAD FUN leben Linda, Biram und Roger weit entfernt von ihrer Mutter in Gabun. Als der älteste Bruder für ein Wochenende verreist, erleben seine Geschwister zum ersten Mal Schnee. In JAZZ INFERNAL kommt Koffi, ein junger ivorischer Trompeter, nach Montreal – mit nichts außer dem Vermächtnis seines Vaters als Orientierung. Verloren zwischen dem Lärm der Stadt und dem Schweigen seiner Vergangenheit muss er sich seinen Wurzeln stellen, um schließlich seine eigene Stimme zu finden. Naima zieht in LES JARDINS DU PARADIS ihren Sohn Ahmed allein groß. Als der Staat beschließt, sie umzusiedeln, muss Ahmed die Schule wechseln. Doch für die notwendigen Formalitäten wird die Unterschrift seines Vaters benötigt – und dieser ist seit Jahren verschwunden. YAKUBU, ein junger nigerianischer Einwanderer, lebt in einem Mietshaus in Kolkata neben Adrija, einer alleinerziehenden Mutter und Sexarbeiterin. Als Adrija ihn bittet, für eine Nacht auf ihre achtjährige Tochter Aditi aufzupassen, begeben sich die beiden auf einen Streifzug durch die Straßen der Stadt und erleben eine magische Reise.
Gast: Victoria Neto
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
Marokko 1979, 100‘, OmeU, DCP, R: Ahmed Bouanani
1947, im Königreich Marokko unter französischem Protektorat. „Ein Mann entdeckt Geld in einem Mehl-sack. Das ist der Beginn der Fabel. Einer Fabel, die sich zwischen gestern und morgen, zwischen Schweigen und Schrei bewegt und brutal endet – wie eine Desillusion. In dieser Postkartenwelt ist alles ein Vorwand, um zum Lachen zu bringen und vielleicht auch zum Nachdenken anzuregen.“ (Archiv Bouanani). Als bedeutende Figur des marokkanischen intellektuellen und künstlerischen Lebens schuf der Filmemacher, Cutter und Dichter Ahmed Bouanani mit seinem einzigen Langfilm ASSARAB, restau-riert in 4K, ein Werk, in dem sich Poesie und Kino miteinander verweben.
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
Somalia/Djibouti/USA 2025, 90‘, OmeU, DCP, R: Mohammed Sheikh
In einem somalischen Dorf endet die Freude einer Hochzeit abrupt mit dem Verschwinden der neunjährigen Saharla. Während die Suche im Dorf erfolglos bleibt, führt ihre Schwester Amina ihre Freunde Hirsi und Geedi dazu, der einzigen Spur zu folgen, die sie haben – in Richtung der nahegelegenen Stadt, um sie zu finden. BARNI begleitet diese Protagonist*innen, die plötzlich in eine urbane Umgebung geraten, die zugleich faszinierend und feindlich ist. In seinem ersten Spielfilm erzählt Mohammed Sheikh eine Geschichte von Beharrlichkeit und Selbstfindung angesichts von Widrigkeiten.
Gast: Mohammed Sheikh
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
Kenia/Südafrika/Saudi Arabien/NL 2025, 85‘, R: Zipporah Nyaruri
Eva ist Truckerin in Kenia – ein Beruf, der in ihrer Welt noch immer als Männerdomäne gilt. Als alleinerziehende Mutter von zwei Kindern bewegt sie sich zwischen staubigen Fernstraßen, familiären Erwartungen und dem Wunsch nach Unabhängigkeit. Hinter dem Steuer findet sie mehr als Arbeit: Würde, Freiheit und die Möglichkeit, ihren eigenen Weg zu gehen. Während sie auf gefährlichen Routen bis in den Sudan Waren transportiert, hält sie per Telefon Kontakt zu ihren Kindern und kämpft täglich darum, Fürsorge und Selbstbestimmung zu vereinen. TRUCK MAMA zeigt ein vielschichtiges Porträt einer mutigen Frau, die sich gegen gesellschaftliche Erwartungen behauptet.
Gast: Zipporah Nyaruri
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
Ruanda/BE 2025, 92’, OmeU, DCP, R: Jonas d’Adesky
Die belgisch-ruandische Basketballspielerin Lia kehrt nach Ruanda zurück, um für die Nationalmannschaft zu spielen. Die Reise führt sie nicht nur in ihre Heimat, sondern auch zu einer schmerzhaften Familiengeschichte. Als Überlebende des Genozids von 1994 war sie als Kind nach Europa geschickt worden. Bei der Begegnung mit ihrem entfremdeten Vater erfährt sie, dass der Tod ihres Bruders Daniel nie offiziell registriert wurde. Auf der Suche nach der Wahrheit stößt Lia auf verdrängte Erinnerungen, familiäres Schweigen und die bis heute spürbaren Folgen des Genozids. Ein sensibles Drama über Erinnerung, Identität und die schwierige Aufarbeitung der Vergangenheit.
Gäste: Jonas d’Adesky, Oualid Baha
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
Ägypten/Saudi-Arabien 2025, 155‘, DCP, OmeU, R: Marwan Hamed
Die in der gesamten arabischen Welt verehrte Umm Kulthum begann schon als Kind religiöse Lieder zu singen. Unter dem Schutz ihres Vaters trat sie – als Junge verkleidet – bei Veranstaltungen auf. Nachdem ihr Talent erkannt wurde, zog sie nach Kairo, wo sie sich zunächst mit den Gepflogenheiten der Großstadt schwer tat und der Erfolg ausblieb. Doch durch ihren Mut, gesellschaftliche Grenzen zu überwinden, und ihren außergewöhnlichen Geschäftssinn gewann sie eine leidenschaftliche Anhängerschaft. Regisseur Marwan Hamed zeichnet in dem Biopic EL SETT ein facettenreiches Porträt der Ikone, eindrucksvoll gespielt von Mona Zaki, die zwischen Ruhm, Reichtum, Liebe und Politik ihren Weg findet.
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
Senegal 1975, 87’, OmeU, DCP, R: Mahama Johnson Traoré
Mame, sechs Jahre alt, wird von seinem Vater einem Marabout anvertraut, um eine religiöse Ausbildung zu erhalten. Doch diese entspricht nicht den Erwartungen. In NJANGAAN, einem Begriff für Kinder in der „dara“, der traditionellen Koranschule, prangert Regisseur Mahama Johnson Traoré bestimmte religiöse Praktiken an, die Kinder in ein System der Unterwerfung zwingen und Familien im Namen der Religion ausbeuten. Die Talibé-Kinder werden zu bettelnden Schülern ohne echte Bildung und als kostenlose Arbeitskräfte für den Marabout eingesetzt. Der 1975 entstandene Film übt Kritik, die in der senegalesischen Gesellschaft bis heute aktuell bleibt.
Gast: Junior Johnson Traoré
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
FROM MALE AND FEMALE
Tunesien 2026, 11’, OmeU, DCP, R: Bassem Ben Brahim
TAXI MOTO
CH/FR 2026, 20’, OmeU, DCP, R: Gaël Kamilindi
OBI IS A BOY
Nigeria 2025, 17’, OmeU, DCP, R: Dika Ofoma;
RAINBOW GIRLS
USA 2025, 16‘, OmeU, DCP, R: Nana Duffuor;
WE MUST BEGIN AGAIN TOGETHER
Nigeria 2025, 18‘, OmeU, DCP, R: Adétokunboh Sultan Sangodoyin
UNTIL FURTHER NOTICE
USA 2025, 14’, OmeU, DCP, R: Thato R. Mwosa
Salima, eine 15-jährige Balletttänzerin, entdeckt zufällig, dass sie intersexuell ist. Um mit dieser Erkenntnis umzugehen, flüchtet sie sich in FROM MALE AND FEMALE in eine Fantasiewelt, in der das mythische Wesen Buraq sie auf eine Reise begleitet, auf der sie ihre wahre Identität entdeckt. TAXI MOTO erzählt von einem Filmemacher, der einen queeren Liebesfilm über zwei Männer in seinem Herkunftsland drehen möchte. Weil ihm die Dreherlaubnis aufgrund des Themas verweigert wird, muss er das Projekt aufgeben und an einem anderen Ort neu erfinden. OBI IS A BOY: Obi wird nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter unerwartet nach Hause gerufen. Als gender-nonkonforme Person ist Obi seit Langem überzeugt, dass wahre Freiheit nur möglich ist, wenn man sich ein Leben fern der Heimat aufbaut. Während der Tech-Boom ihre Heimatstadt San Francisco immer stärker verändert und die Lebenshaltungskosten in die Höhe treibt, beschließt eine Gruppe von Freund*innen in RAINBOW GIRLS, das Heft selbst in die Hand zu nehmen. Mit einem ebenso kühnen wie riskanten Plan nehmen sie die exklusivsten Luxusmarken der Stadt ins Visier und starten eine spektakuläre Raubserie. UNTIL FURTHER NOTICE: Als eine trans-gender afrikanische Salonbesitzerin in Boston die Ablehnung ihres Asylantrags erhält, muss sie sich entscheiden: Entweder gibt sie das Leben auf, das sie sich aufgebaut hat, oder sie bleibt und riskiert die Abschiebung in ein Land, in dem ihre Identität sie das Leben kosten könnte. Als eine Frau in WE MUST BEGIN AGAIN TOGETHER erfährt, dass ihr Mann eine Affäre mit ihrem Bruder hat, zwingt sie der doppelte Verrat in einer konservativen Kleinstadt zu einem unerwarteten Weg zwischen Geheimnissen und Mitgefühl.
Gäste: Bassem Ben Brahim und Gaël Kamilindi
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
Kenia/Südafrika/Saudi Arabien/NL 2025, 85‘, R: Zipporah Nyaruri
Der senegalesische Musiker Alune Wade reist durch Senegal, Nigeria, Ghana und bis nach New Orleans, der Geburtsstadt des Jazz. Auf seinem Weg begegnet er Musiker*innen, erforscht die Verbindungen zwischen afrikanischen Musiktraditionen und dem Jazz und nimmt gemeinsam mit Künstler*innen aus Westafrika und New Orleans ein neues Album auf. TUKKI verbindet Stimmen von beiden Seiten des Atlantiks und beleuchtet Themen wie Musik, Spiritualität, Kulinarik und kulturelle Traditionen. Der Dokumentarfilm verknüpft Interviews mit Studio- und Konzertaufnahmen. Die Musik prägt dabei die Erzählung und eröffnet neue Perspektiven auf die gemeinsamen kulturellen Wurzeln Afrikas und seiner Diaspora.
Gast: Alune Wade
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
BE/LU 2025, 96’, OmeU, DCP, R: Mokhtaria Badaoui & Nabil Ben Yadir
Fatima lebt ruhig im Brüsseler Stadtteil Molenbeek. Ihrem Mann ergeben, folgt sie dem Rhythmus seiner Reisen ins Herkunftsland, wo er den Bau ihres künftigen Hauses organisiert. Während sie auf seine Rückkehr wartet, entdeckt sie sein Doppelleben. Von Freundinnen ermutigt, nimmt sie ihr Leben selbst in die Hand und verfolgt ihren Jugendtraum: Hamlet auf der Bühne zu spielen. Nach LES BARONS inszeniert Nabil Ben Yadir mit seiner Mutter Mokhtaria Badaoui LES BARONNES und stellt Frauen in den Mittelpunkt, die selten auf der Leinwand zu sehen sind. Zwischen Komödie und Poesie fragt der Film nach dem Platz von Minderheiten in der Gesellschaft.
Gäste: Badaoui Mokhtaria, Nabil Ben Yadir
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
DR Kongo/FR 2026, 63’, OmeU, DCP, R: Élisé Sawasawa
Goma im Osten der Demokratischen Republik Kongo fällt im Januar 2025 in die Hände der M23-Rebellen. Seit Jahrzehnten wird die Region von bewaffneten Konflikten um ihre natürlichen Ressourcen verwüstet. Élisé Sawasawa, 32, wurde im Krieg geboren. Mit der Kamera in der Hand filmt er ein Volk, das sich nach Frieden sehnt, ihn aber nie gekannt hat und nicht im Schweigen verschwinden will. Manche greifen zu den Waffen, um ihre Familien zu schützen, andere leisten humanitäre Hilfe, wieder andere – wie die Slam-Poetin Eliane Feza – kämpfen mit Kunst. In seinem ersten Langfilm gibt der Regisseur einer Gesellschaft eine Stimme, die schreit: ENOUGH IS ENOUGH.
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
Mosambik/Südafrika/Katar 2026, 94‘, OmeU, DCP, R: Ique Langa
Im ländlichen Mosambik kämpft Pastor Hélder mit einer schwindenden Gemeinde und einer tiefen Glaubenskrise. Auf der Suche nach Orientierung begegnet er einer Hexe, deren Magie ihm neue Kraft, Heilfähigkeiten und zahlreiche Anhänger verschafft. Doch sein wachsender Einfluss hat seinen Preis: Um seinen Ruf als Wundertäter zu bewahren, muss Hélder immer größere Opfer bringen. Der Film erzählt – in eindrucksvollem Schwarz-Weiß auf Filmmaterial gedreht – von der Spannung zwischen christlichem Glauben und Zauberei und entwickelt daraus eine eindringliche Parabel über Versuchung, Macht, Ehrgeiz und die Grenzen des Glaubens. O PROFETA feiert beim AFFK seine Deutschlandpremiere.
Gast: Khalid Shamis
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
FR/Senegal/Guinea-Bissau 2026, 185‘, OmeU, R: Alain Gomis
Gloria, alleinerziehende Mutter, ist dabei, ihre Tochter Nour zu verheiraten. In einem Vorort von Paris nimmt die Hochzeitszeremonie Gestalt an und bringt Familie und Freunde zu diesem wichtigen Ereignis zusammen. Tausende Kilometer entfernt, in einem Dorf in Guinea-Bissau, nehmen Gloria und ihre Familie an einer weiteren Zeremonie teil: einer Feier, die ihren verstorbenen Vater in den Rang eines Ahnen erhebt. In diesem Spielfilm überschreitet Alain Gomis geografische Grenzen ebenso wie die zwischen Dokumentar- und Spielfilm, zwischen Ahnen und Nachkommen. DAO verwebt Zeit- und Erzählstränge und schafft einen Dialog zwischen Gegenwart und Vergangenheit, um Fragen von Weitergabe, Erinnerung und Herkunft zu erkunden.
Gast: Poundo Gomis
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
Kapverden/Mosambik 2025, 90’, OmeU, DCP, R: Elson Santos, Lara Sousa
Ausgehend von einem vergessenen Foto einer Gruppe verdeckt operierender kapverdischer Guerillakämpfer in den Bergen Kubas, begeben sich die jungen Filmemacher*innen auf die Suche nach den zum Schweigen gebrachten Helden dieser kühnen und wenig bekannten Militäroperation, deren wichtigstes Ziel es war, den Traum von Amílcar Cabral zu verwirklichen: das Land aus den Fängen des Kolonialismus zu befreien. In einem ständigen Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart tritt der Film in einen Dialog mit den Helden der Unabhängigkeit des Landes. Gemeinsam mit ihnen reist der Film durch die Jahre des Befreiungskampfes in Guinea-Bissau und durch das Kap Verde der Zeit nach der Unabhängigkeit.
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
Sudan 2026, OmeU, DCP, 76', R: Ibrahim Omar
Während die Dreharbeiten von Produktionsproblemen überschattet werden, fühlt sich der Regisseur hin- und hergerissen zwischen seiner Arbeit und der Unmöglichkeit, in sein Herkunftsland Sudan zurückzu-kehren, wo eine Revolution ausbricht. Von Zweifeln an seinem Film Nothing Happens After the Revolu-tion geplagt, beginnt er, seiner kleinen Tochter seine Muttersprache beizubringen. Als sein Kameramann Ägypten in Richtung Schweden verlässt und ihm schließlich mitteilt, dass er die Zusammenarbeit auf-gibt, verändert sich auch der Ton der Off-Erzählung. Sie weitet sich zu einer nachdenklichen Reflexion über Exil, räumliche Distanz, Trauer und die Weitergabe von Sprache und Erinnerung.
Gast: Ibrahim Omar
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
Tschad/FR 2026, 101‘, OmeU, DCP, R: Mahamat-Saleh Haroun
Auf dem Ennedi-Plateau im Nordosten des Tschad wird Kellou von dunklen Visionen heimgesucht, die sie nicht versteht. In diesem Dorf zwischen Bergen und Canyons, das in sich selbst zurückgezogen ist, gilt Kellou als ein „Blutmädchen“, vom Unglück gezeichnet. Ihre Mutter starb, als sie ihr das Leben schenkte. Die Ankunft von Aya, einer alleinstehenden Frau, wird ihr Leben erschüttern und ihr helfen, diese von ihrer Mutter geerbte Gabe zu verstehen und zu beherrschen. SOUMSOUM, LA NUIT DES ASTRES verfolgt Kellous Weg zur Emanzipation und hinterfragt die Starrheit der Glaubensvorstellungen. Mit diesem Spielfilm setzt Mahamat-Saleh Haroun seine Auseinandersetzung mit den intimen und politischen Bruchlinien seines Landes fort.
Gast: Mahamat-Saleh Haroun
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
Ob Stadt, Dorf oder Kleinstadt – wir alle leben an einem Ort, der unser Leben beeinflusst. Du wirst in diesem Workshop eingeladen, darüber nachzudenken, wie Du Dein Leben gestalten möchtest und was die SDGs (Nachhaltigkeitsziele) damit zu tun haben. Was brauchen wir für ein gutes Leben? In welcher Welt möchtest Du leben?
Diese und andere Fragen behandelst Du in der Sammlung des Museum Ludwig. Du schaust Dir an, wie Künstler*innen ihre Umgebung darstellen und mitgestalten und wie Du Dich davon inspirieren lassen kannst. Darüber hinaus gestaltest Du in der Werkstatt Deinen eigenen Wunschort und überlegst gemeinsam, was Du für ein nachhaltiges Leben tun kannst.
Benin/Senegal/CH/DE 2026, 87‘, OmeU, DCP, R: Ayeman Aymar Esse
Souleymane, ein afrodeutscher Transmann, reist von Berlin zum ersten Mal nach Dakar, um die Kora seines Vaters reparieren zu lassen. Die Reise wird zugleich zu einer Suche nach sich selbst. Zwischen Körper, Musik, Schneiderei, Meer, Glauben und familiärem Erbe versucht er, die Bruchstücke seiner Identität neu zusammenzufügen. Dabei nähert er sich auch seiner senegalesischen Familie an, insbesondere seinem Bruder Mansour, mit dem ihn die gemeinsame Leidenschaft für das Nähen verbindet. Mit großer Sensibilität verbindet der Film poetische Bilder mit dokumentarischer Nähe und eröffnet eine intime Perspektive auf queeres Leben, Zugehörigkeit und Heilung. Der Film feierte beim Locarno Film Festival 2026 seine Weltpremiere.
Gast: Ayeman Aymar Esse
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
Uganda/SA/DE/USA 2025, 108‘, OmeU, DCP, R: Patience Nitumwesiga
Dr. Stella Nyanzi ist eine ugandische Feministin, Forscherin im Bereich Gender Studies, Anthropologin und Dichterin. Sie verteidigt die Rechte queerer Menschen in einem konservativen Land, in dem Homosexualität mit der Todesstrafe bestraft wird. Nachdem sie 2017 wegen der Veröffentlichung eines scharfen Gedichts gegen Staatschef Yoweri Museveni, der seit fast 40 Jahren an der Macht ist, inhaftiert worden war, kandidierte sie 2020 bei den Parlamentswahlen, um seine sechste Amtszeit zu verhindern. In THE WOMAN WHO POKED THE LEOPARD zeichnet Patience Nitumwesiga ein intimes Porträt dieser Aktivistin, ihres hohen Opfers und der politischen Landschaft Ugandas. Ein Kampf, der nach wie vor aktuell ist und durch die Wiederwahl Musevenis im Januar 2026 neu entfacht ist.
Gast: Patience Nitumwesiga
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
Ägypten/Libyen/Tunesien/Katar/DE 2026, 113‘, OmeU, DCP, R: Mohammed Hammad
Samaan, ein junger Christ, arbeitet als Sicherheitsmitarbeiter in einem Wohnhaus in Kairo. Er hat den Beruf seines Vaters übernommen, der von religiösen Terroristen getötet wurde. Der ruhige und introvertierte Samaan lebt allein, arbeitet nachts und schreibt seine erste Kurzgeschichte, inspiriert vom traumatischen Tod seines Vaters. Doch seine Routine wird bald durch die Ankunft Fatimas erschüttert, die einen Arzt im Gebäude aufsuchen will. In Form eines Psychothrillers zeichnet Regisseur Mohammed Hammad in SAFE EXIT das nuancierte Porträt einer Generation, die geliebte Menschen im Namen der Religion verloren hat.
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
Südafrika/NL/Katar 2026, 65’, OmeU, DCP, R: Jason Jacobs, Devon Delmar
Eine ältere Ziegenhirtin in den Bergen von Namaqualand in Südafrika wird Opfer eines Betrugs, der ihr längst überfällige Entschädigungszahlungen für den Kriegsdienst ihres Vaters im Zweiten Weltkrieg verspricht. Während sie auf Geld wartet, das niemals kommen wird, drohen die Ereignisse rund um ihren 80. Geburtstag ihr die letzten Reste ihrer Unabhängigkeit zu nehmen. In einer Reihe wiederkehrender visueller Variationen verwandelt der Film Wiederholung in Erkenntnis und zeichnet ein eindringliches Porträt von Warten, Ausdauer und Verlust, zugleich jedoch auch von Würde, Widerstandskraft und dem Beharren auf Selbstbestimmung.
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
BE/FR 2025, 86’, OmeU, DCP, R: Jean Charles Mbotti Malolo, Quentin Noirfalisse
Sie hatten ihr ganzes Leben lang geschwiegen. Doch nun haben Léa, Noëlle, Monique, Simone und Marie-José beschlossen, dieses Schweigen zu brechen und den belgischen Staat für die Verbrechen zur Verantwortung zu ziehen, die ihnen während der Kolonialzeit im Kongo angetan wurden. Alle fünf Frauen wurden als Töchter Schwarzer Mütter und weißer Väter geboren. Im Alter zwischen zwei und fünf Jahren wurden sie ihren Müttern weggenommen und in Waisenhäuser gebracht – allein aufgrund ihrer Herkunft. Vor dem Berufungsgericht kämpfen sie um die offizielle Anerkennung einer Politik systematischer Kindesentführungen. Zwischen den Gerichtsverhandlungen blicken die Frauen auf die Erinnerungen an ihre geraubte Kindheit zurück.
Gäste: Jean Charles Mbotti Malolo et Quentin Noirfalisse
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
Angola 2026, 93’, OmeU, DCP, R: Hugo Salvaterra
MEU SEMBA erzählt die Geschichte von X, einem jungen Mann, der sich im pulsierenden und widersprüchlichen Alltag Luandas zurechtfinden muss – einer Stadt, deren Dynamik und Gegensätze beispielhaft für viele afrikanische Metropolen stehen. Gemeinsam mit seinen Geschwistern Lele und Maria findet er Halt in der Kunst, ringt mit Fragen des Glaubens und schöpft Kraft aus ihrem engen familiären Zusammenhalt. Zuflucht bietet ihnen die alternative Kulturszene der Stadt: bei Poetry-Slams, in versteckten Clubs und anderen subkulturellen Räumen, in denen Worte zu einem Ausdruck von Widerstand und Selbstbehauptung werden. Mit MEU SEMBA legt Hugo Salvaterra sein Langfilmdebüt vor.
Gäste: Hugo Salvaterra und Jorge Cohen
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
Ägypten 2025, 96’, OmeU, DCP, R: Mohamed Siam
Eine spannungsgeladene, poetische Odyssee entfaltet sich im Verlauf einer einzigen Nacht, als Vater und Sohn aufeinandertreffen, um alte Rechnungen zu begleichen. Eingeschlossen in einer einzigen Wohnung, eskaliert ihre schonungslose emotionale Konfrontation rasch und legt Schicht für Schicht die Wunden ihrer belasteten Beziehung frei. Dieses fesselnde Familiendrama wirft eine zutiefst bewegende Frage auf: Wenn man noch eine letzte Nacht mit einem verlorenen geliebten Menschen verbringen könnte – würde man Vergeltung suchen oder Versöhnung? Der Film ist eine sensible, intime und tiefgründige Auseinandersetzung mit der komplexen und lebenslangen Verbindung zwischen Vater und Sohn.
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
Madagaskar 2026, 71’, OmeU, DCP, R: Nantenaina Lova, Éva Lova-Bely
2067, Réunion: Eine Mutter betet zu ihren Vorfahren vom Volk der Meeresbewohner der benachbarten Großen Insel. Sie erzählt ihrer Tochter vom Kampf ihres Großvaters Dadabe gegen ein großes, umweltschädigendes Projekt, das das Land ihrer Vorfahren verwüstete und sie ins Exil zwang. Es war eine Zeit, in der die Mächtigen auf der ganzen Welt diejenigen verachteten, die entschlossen waren, fruchtbares Land und reichhaltige Gewässer für die noch ungeborenen Kinder zu bewahren… Es war eine Zeit, in der sich in Madagaskar die Generation Z formierte und junge Menschen auf der ganzen Welt ebenfalls gegen den Klimawandel kämpften.
Gast: Nantenaina Fifaliana
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
UK 2026, 93’, OmeU, DCP, R: Olive Nwosu
LADY ist Taxifahrerin in der nigerianischen Megastadt Lagos. Unabhängig und entschlossen behauptet sie sich in einem Beruf, der weitgehend von Männern dominiert wird. Doch als die Regierung die Treibstoffsubventionen abschafft, wird ihr Alltag zunehmend unsicher. Das plötzliche Auftauchen von Pinky, ihrer Freundin aus Kindertagen, bringt ihr Gleichgewicht ins Wanken: Deren Chef sucht eine Nachtfahrerin für seine „Mädchen“. In ihrem ersten Spielfilm schafft die Regisseurin Olive Nwosu im Herzen der komplexen Realität von Lagos eine Hommage an die Schwesternschaft und an die Kraft, den eigenen Träumen zu folgen.
Gast: Olive Nwosu
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
BURNING LIES
DE 2026, 11’, OmeU, DCP, R: Raviva Nsiama;
GARDIENNES DE NUIT
Algerien/FR 2025, 25‘, OmeU, DCP, R: Nina Khada
DELIVERANCE
UK 2025, 14’, OmeU, DCP, R: Bim Ajadi
HOW TO HIDE IT
UK 2025, 13’, OmeU, DCP, R: Ramla Ali & Richard Moore
WOMANLAND
US 2025, 10’, OmeU, DCP, R: Yasmin Yassin
THE TRUTH ABOUT SPACE
UK 2026, 13’, OmeU, DCP, R: Jeremiah Towolawi
ORION’S QUEST
US 2025, 15’, OmeU, DCP,R: Steven Chew
Mehrsprachige Poesie durchzieht die Erzählung von BURNING LIES und begleitet die Protagonistin auf einer inneren Reise. Auf der Suche nach einem verborgenen Teil ihrer selbst hinterfragt sie die Natur ihrer Existenz – im Spannungsfeld zwischen ihrem innersten Wesen und der Wirklichkeit des Anderen.
Die zwanzigjährige Nora begleitet in GARDIENNES DE NUIT den Leichnam ihrer Großmutter nach Algerien. Dort angekommen, wird sie von ihrer Familie davon abgehalten, an der Beerdigung teilzunehmen. Kemi glaubt, dass ihre gehörlose Tochter Sola durch ein Ritual eines Pastors geheilt werden kann. Hin- und hergerissen zwischen der Frustration ihres Sohnes Yomi, familiärem Druck und ihren eigenen Zweifeln, ringt Kemi in DELIVERANCE mit Fragen des Glaubens, der Tradition und der komplexen Natur mütterlicher Liebe.
Ein Moment der Schwäche, verleitet eine junge muslimische Frau verbotenerweise dazu, ein Los zu kaufen. Was zunächst wie eine Chance erscheint, entwickelt sich in HOW TO HIDE IT zu einer tiefgreifenden spirituellen Krise.
In WOMENLAND müssen zwei junge Schwestern in Minneapolis den Spagat zwischen Rebellion und ihrem guten Ruf meistern, als ihr geheimes Vermittlungsgeschäft für Liebesbeziehungen eine Kundin anzieht, die ihrem eigenen Umfeld gefährlich nahesteht. THE TRUTH ABOUT SPACE handelt von einem jungen Mann, der aus dem Gefängnis entlassen wird und sich mit der Lüge auseinandersetzen muss, die er seiner Tochter erzählt hat: dass er im Weltall gewesen sei.
Bevor sich eine gewaltige Sonnenfinsternis ereignet, muss ein außerirdisches Wesen in ORION’S QUEST seine Mission vollenden, die Liebe zu begreifen – indem es die romantischen Beziehungen Schwarzer schwuler Männer erforscht.
Gast: Raviva Nsiama
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
DE/FR/Palästina/Ägypten/Katar/Saudi-Arabien/Sudan 2025, 94‘, OmeU, DCP, R: Suzannah Mirghani
In einem vom Baumwollanbau geprägten sudanesischen Dorf lebt die fünfzehnjährige Nafisa. Zwischen den Erwartungen ihrer Mutter und ihrer Großmutter sucht sie ihren eigenen Weg. Die Großmutter, als „Königin der Baumwolle“ angesehen, trägt die Erinnerungen an die britische Kolonialherrschaft in sich, während Nafisas Mutter die Zukunft in wirtschaftlicher Modernisierung sieht. Nafisa selbst verliebt sich in einen jungen Gemüseverkäufer und stellt traditionelle Vorstellungen infrage. Mit poetischen Bildern entwirft Suzannah Mirghani ein vielschichtiges Porträt des Sudan. COTTON QUEEN ist der erste von einer Frau geschriebene und inszenierte sudanesische Spielfilm.
Gast: Suzannah Mirghani
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
Kenia 2025, 61’, OmeU, DCP, R: Mark Maina, Nick Wambugu
2024, Kenia: Die kenianische Jugend erhebt sich gegen den Haushaltsentwurf (Finance Bill 2024). Die Bewegung, die online ihren Anfang nahm, entwickelt sich zu einem der prägendsten Aufstände in der Geschichte des Landes. THE PEOPLE SHALL begleitet den Mut, die Trauer, die Wut und die Hoffnung einer Generation, die mehr politische Verantwortung, Würde und eine andere Zukunft einfordert. In diesem Dokumentarfilm liefern die Filmemacher Mark Maina und Nick Wambugu ein Zeugnis des Widerstands und eine Hommage an all jene, die sich erhoben haben, verletzt wurden oder im Kampf für ein verantwortungsbewussteres Kenia ihr Leben verloren haben.
Gast: Mark Maina
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
Kenia 2025, 61’, OmeU, DCP, R: Mark Maina, Nick Wambugu
2024, Kenia: Die kenianische Jugend erhebt sich gegen den Haushaltsentwurf (Finance Bill 2024). Die Bewegung, die online ihren Anfang nahm, entwickelt sich zu einem der prägendsten Aufstände in der Geschichte des Landes. THE PEOPLE SHALL begleitet den Mut, die Trauer, die Wut und die Hoffnung einer Generation, die mehr politische Verantwortung, Würde und eine andere Zukunft einfordert. In diesem Dokumentarfilm liefern die Filmemacher Mark Maina und Nick Wambugu ein Zeugnis des Widerstands und eine Hommage an all jene, die sich erhoben haben, verletzt wurden oder im Kampf für ein verantwortungsbewussteres Kenia ihr Leben verloren haben.
Gast: Mark Maina
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
Publikumspreise, Diversity Filmpreis & Jurypreis
LIVE MUSIC: Raziel Belami
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
FR 2024, 93‘, OmeU, DCP, R: Manele Labidi
Amel ist Hausfrau und Mutter von zwei Töchtern. Das Leben der Familie gerät aus den Fugen, als der Vermieter die Wohnung zurückhaben will. Sie weigert sich, in die Vorstadt zu ziehen oder ihre Kinder aus der Schule zu nehmen. Nach einer Geschichtsstunde über Karl Martell begegnet ihre älteste Tochter Mouna dem Geist des Feldherrn, der in der Schlacht von Poitiers 732 angeblich arabische Invasoren zurückgedrängt haben soll.
REINE MÈRE erzählt von einer Migrantenfamilie, die Ende der 1980er-Jahre nach Frankreich kam und sozialen Abstieg sowie Rassismus erlebt. Nach UN DIVAN À TUNIS liefert Manele Labidi eine politische Reflexion über die Lage von Migrant*innen – bis heute aktuell.
Eintrittspreise:
Geflüchtete haben freien Eintritt zu allen Filmveranstaltungen (17.9.-26.9.)
Preise pro Vorstellung an der Kinokasse: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Online-Tickets über rausgegangen.de: 7,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Festivalpass: 40,00 € / 30,00 € Euro (ermäßigt)
Förderpass: 50,00 €
VVK 10,00 € + Gebühr. Verkauf startet in Kürze! www.iranian-filmfestival.com
Wie kann Kunst unter Repression entstehen? Welche Rolle spielen Musik, Film und Tanz, wenn künstlerische Freiheit eingeschränkt wird? Und welche Bedeutung haben Künstlerinnen für gesellschaftlichen Wandel?
Die Veranstaltung Kunst als Widerstand – Stimmen im Dialog beleuchtet die Situation von Künstlerinnen im Iran und zeigt, wie kreative Ausdrucksformen zu Mitteln der Selbstbehauptung und des Widerstands werden können.
Den Auftakt bildet ein kuratierter Kurzfilmblock mit den Filmen Ballerina, Prestige, Resilience und Height of the Kite. Die Filme eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Zensur, weibliche Selbstbestimmung und künstlerische Freiheit. Im Anschluss diskutieren Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen und Kultur-schaffende über die Auswirkungen der Revolution von 1979 auf Kunst und Kultur im Iran, über Zensur und künstlerische Strategien des Widerstands sowie über die gesellschaftliche Bedeutung der Bewe-gung Frau, Leben, Freiheit.
Es moderiert die Journalistin und Autorin Golineh Atai. Auf dem Podium sprechen die Islamwis-senschaftlerin Katajun Amirpur, die Soziologin und Autorin Chahla Chafiq, die Musikwissenschaft-lerin Yalda Yazdani sowie die Sängerinnen und Performerinnen Mina Deris und Mahya Hamedi.
Die Veranstaltung wird vom Visions of Iran – Iranischen Filmfestival Köln organisiert und ist Teil des Projekts Female Voices of Resilience – Iranian Women Singing for Freedom, das am Vortag mit einem Konzert in der Kölner Philharmonie beginnt. Das Festival präsentiert seit 2013 die Viel-falt des iranischen Kinos und schafft Raum für den Austausch über Gesellschaft, Kultur und Menschenrechte.
Begleitend zur Ausstellung "Hier und jetzt. De/Collecting Memories from Turtle Island" werden Originale aus dem Depot geholt und in kleiner Gruppe betrachtet. In der konzentrierten Atmosphäre des Studienraums gibt es so die Möglichkeit, Kunstwerke ganz nah zu erleben. Im Austausch mit einer Expertin erfahren Sie dabei mehr über die die jeweiligen Bilder und sind eingeladen, gemeinsam über die Werke und ihre Wirkung nachzudenken.
Teilnahme kostenlos, bitte kaufen Sie sich ein Online-Ticket im Ticketshop.
Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Begrenzte Teilnehmendenzahl.
Marie Watt, Thirteen Moons, 2025, Foto: Mario Gallucci, Courtesy: die Künstlerin
Eintritt frei!
USA 1994, 118‘, OmU, Regie: Oliver Stone, Montage: Brian Berdan, Hank Corwin, FSK 18
Mickey und Mallory Knox ziehen mordend durch die USA und werden von den Medien zu Popikonen stilisiert. Natural Born Killers verbindet Road Movie, Satire und Medienkritik zu einer Geschichte über Gewalt und die Mechanismen öffentlicher Aufmerksamkeit. Die extrem verdichtete Montage von Hank Corwin und Brian Berdan, die unterschiedlichste Bildformate, Animationen, Werbeästhetik und popkulturelle Zitate miteinander verbindet, prägt Rhythmus und Wahrnehmung des Films entscheidend. Quentin Tarantino, auf dessen Idee der Film beruht, distanzierte sich von Stones´ Drehbuchfassung und der filmischen Umsetzung.
Bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig wurde der Natural Born Killers 1994 mit dem Großen Spezialpreis der Jury ausgezeichnet, Juliette Lewis erhielt den Preis als Beste Darstellerin. Zugleich löste der Film heftige Kontroversen aus: Kritisiert wurden vor allem die explizite Gewaltdarstellung und die Befürchtung, der Film könne Gewalttaten verherrlichen oder Nachahmung fördern – Vorwürfe, die bis heute Teil seiner Rezeptionsgeschichte sind. Die nur leicht divergierenden Schnittversionen, die die ursprüngliche FSK 18-Kinofassung vom Directors Cut unterscheiden, werfen ein Licht auf vieldiskutierte Details der Filmrezeption.
„Natural Born Killers verbindet unterschiedlichste visuelle Ebenen so spielerisch leicht, ohne dass dabei auch nur eine davon ihre Trennschärfe und ihren Sinn verliert. Ursache, Wirkung, der Moment dazwischen - die Realität und die filmische Realität können gleichzeitig konsumiert und reflektiert werden. Und das in einem Tempo, wo man dazu eigentlich keine Zeit hat" beschreibt Editor und Filmemacher Oliver Held seine Faszination für die Montageleistung seiner amerikanischen Kollegen.
bis 2022 war er Professor für Postproduktion an der Macromedia Hochschule in Köln.
Anschließend Filmgespräch mit Filmeditor und Regisseur Oliver Held,
Eine Veranstaltung von Edimotion – Festival für Filmschnitt und Montagekunst in Kooperation mit der ifs Internationale Filmschule Köln, im Rahmen des Filmforums NRW e.V. Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Köln.
Moderiert von Kyra Scheurer (Künstlerische Leiterin des Filmfestivals Edimotion)
Eine induktive Höranlage steht zur Verfügung, der Film ist deutsch untertitelt.
Infos unter 0221-920188-231 oder info@filmschule.de
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