Foto Filmforum
Candida Höfer, Kino im Museum Ludwig Köln II, 2006

Filmforum

Mit dem bun­desweit einzi­garti­gen Mod­ell eines die Stadt­grenzen über­greifen­d­en Fo­rums be­spielen seit 2006 ins­ge­samt ne­un Part­n­er das Ki­no im Mu­se­um Lud­wig.

Als Grün­dungs­mit­glied­er des Film­fo­rums hat das ge­samte breite Spek­trum von Film­förder­ern und -pro­duzen­ten, Film­schaf­fen­d­en, -ver­mit­tel­n­den und Cineas­t­en zur Ko­op­er­a­tion zusam­menge­fun­den. Zu ih­nen ge­hören die Film­s­tif­tung NRW, die SK Stif­tung Kul­tur, der West­deutsche Rund­funk (WDR), die ifs in­ter­na­tio­nale film­schule köln, der film & fernseh pro­duzen­ten­ver­band nrw e.v. die Köl­n­Musik GmbH, sowie der Ver­bund der freien Film­szene „Ki­noAk­tiv" und das Mu­se­um Lud­wig/Stadt Köln. Zahl­reiche the­ma­tische Pro­gramm­rei­hen, Film­fes­ti­vals und Pre­mieren sowie Vorträge und Diskus­sio­nen haben im Film­fo­rum ei­nen Auf­führung­sort ge­fun­den. Alle Ve­r­an­s­tal­tun­gen wer­den in­haltlich und fi­nanziell von den einzel­nen Part­n­ern selbst ve­r­ant­wortet. Ge­mein­sam ist es gelun­gen, das Film­fo­rum als Ort für Filmgeschichte und zeit­genös­sische Filmkul­tur zu etablieren und damit eine Lücke in der Köl­n­er Ki­no­land­schaft zu füllen.

Weitere In­fos zu die­sem und allen an­deren Pro­gram­men un­ter www.film­fo­rum­n­rw.de

Ein­tritt­skarten für alle Ve­r­an­s­tal­tun­gen sind an der Abend­kasse er­hältlich. Vorbestel­lun­gen sind nicht möglich. Für Hörgeschädigte bi­etet das Film­fo­rum In­duk­tionssch­leifen an. Das Film­fo­rum ist für Roll­s­tuhl­fahr­er zugänglich.

Film­fo­rum im Mu­se­um Lud­wig

Ein­gang auf der Rück­seite des Mu­se­um Lud­wig
Bis­chofs­garten­s­traße 1, 50667 Köln
E-Mail: in­fofilm­fo­rum­n­rw.de

Mi 19.00 Uhr Film
Filmprogramm zur Ausstellung „Mapping The Collection“<br>What was ours?
Datum: Mittwoch, 12. August, 19:00 Uhr
Preis: 6,50 €
Tickets: nur an der Abendkasse
5,50 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Museum Ludwig
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

US 2016, 79‘, R: Mat Hames

Ein Stammesältester der Eastern Shoshone, und zwei junge Studenten der Northern Arapaho machen sich auf eine Reise zum Field Museum in Chicago um Objekte ihrer Vorfahren zu finden, die ihren Stämmen genommen wurden. Ihr Traum ist es diese wieder zurückzubringen und sie in einem eigenen Museum zu zeigen.

Do 19.00 Uhr Film
„Filmgeschichten“: Manifeste<br>Schatten
Datum: Donnerstag, 13. August, 19:00 Uhr
Preis: 6,50 €
Tickets: www.veedelsretter.koeln und an der Abendkasse, Anmeldung an info@filmforumnrw.de erwünscht
5,50 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Filmforum NRW
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

US 1959, 87’, 35mm, OF, R: John Cassavetes, mit: Ben Carruthers, Lelia Goldoni, Hugh Hurd
Mit einer Einführung von Holger Römers, Filmkritiker

Dem offiziellen Film in aller Welt geht der Atem aus (…) Die große Glätte ihrer Ausführung ist zur Perversion entartet, die die Falschheit ihrer Themen, den Mangel an Empfindsamkeit, ihren Mangel an Stil verbirgt (…) Wir glauben, dass der Film unteilbar ein persönlicher Ausdruck ist. Wir lehnen daher die Einmischung von Producern, Verleihern und Geldgebern ab, solange unser Werk nicht soweit ist, dass es auf die Leinwand geworfen werden kann.
Erste Erklärung der Gruppe Neuer Amerikanischer Film, 1960


Die drei afroamerikanischen Geschwister Ben, Lelia und Hugh schlagen sich mehr schlecht als recht in der New Yorker Jazz- und Beatnikszene durch. Ihr Alltag ist geprägt von subtilen Mechanismen der Ausgrenzung in einem zutiefst rassistischen Amerika. Mit einer halbdokumentarischen 16-mm-Kamera, improvisierten Szenen und dem treibenden Beat des Jazz schafft John Cassavetes in seinem Regiedebüt ein atmosphärisches wie auch politisches Porträt urbanen Lebens, das als wegweisend für den amerikanischen Independentfilm gilt.

Sa 20.00 Uhr Film
Die Sammlung Leo Schönecker – Ein Filmprogramm mit Filmen aus dem Archiv Schönecker<br>Nur ein Hauch Glückseligkeit
Datum: Samstag, 15. August, 20:00 Uhr
Preis: 7,00 €
Tickets: nur an der Abendkasse, Anmeldung an joachimsteinigeweg@web.de erwünscht
6,00 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Edith Schönecker, Julia Schönecker-Roth und Joachim Steinigeweg
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

Weitgehend unbekannt in der Öffentlichkeit existiert in Köln eine Filmsammlung, die hohen Wert auf die Qualität der enthaltenen Filme legt und einen weiten Überblick über das internationale Filmschaffen bietet. Seit Mitte der Fünfziger Jahre engagierte sich der Kölner Leo Schönecker nicht nur in Arbeitskreisen und Diskussionsrunden zu filmthematischen Fragen, sondern er begann, selbst Filme zu sammeln, vorzuführen und zu verleihen. Seine Sammlung wurde bis zu seinem Tod im Jahr 2013 beständig fortgeführt und erweitert. Unter Filmkennern und Kuratoren war die Sammlung bekannt, gerne griff man auf die Bestände dort zurück. Insgesamt enthält das Archiv rund 1.200 Filmtitel. Nun ist es an der Zeit, diese Kostbarkeit öffentlich vorzuzeigen.

Die Filme liegen sämtlich in analoger Form vor, meistens im Format 16mm, etliche im Format 35mm. In den Kinos hat unterdessen seit einigen Jahren die Digitalisierung Einzug gehalten. Eine Vorführung von „richtigem“ Zelluloid hat inzwischen Ereignischarakter. Bei der Vorführung von Zelluloid gibt es Artefakte, die jede Kopie einzigartig machen. Es sind diese Gebrauchsspuren wie Schmutzpartikel, Kratzer, Bildstandsbewegungen etc. In jede Filmkopie ist somit auch die Geschichte ihrer Aufführungen mit eingeschrieben. Auch diesen Aspekt wollen wir vorstellen und die Vor- und Nachteile digitaler und analoger Vorführungen sichtbar machen.

GB 1962, 107‘, 16mm, DF, R: John Schlesinger

Victor arbeitet als technischer Zeichner in einer nordbritischen Industriestadt. Er interessiert sich für die hübsche, zurückhaltende Ingrid, Schreibkraft im selben Betrieb. Nach ersten Flirts und Spaziergängen im dunklen Park kann er sie schließlich zum Sex überreden. Doch die folgende Schwangerschaft zwingt den Träumer Victor, Verantwortung zu übernehmen. Ihre eher bedrückende Hochzeitsfeier ist allerdings der Beginn eines zunehmend unerträglichen Familienlebens im Haus der Schwiegermutter. Als Ingrid eine Fehlgeburt erleidet, will Victor sie verlassen.


Mit nüchterner Wahrnehmung und sparsamen Mitteln inszenierte Schlesinger in seinem ersten Spielfilm die soziale, teils bittere Realität der einfachen Leute im englischen Arbeitermilieu.


NUR EIN HAUCH GLÜCKSELIGKEIT gewann den Goldenen Bären der Berlinale 1962.

Eine Veranstaltung von Edith Schönecker, Julia Schönecker-Roth und Joachim Steinigeweg
Vorbestellung und Information unter joachim.steinigeweg@email.de
www.filmarchiv-schoenecker.de

So 20.00 Uhr Film
Film Festival Cologne JUBILÄUMS-SOMMER<br>Mein liebster Feind – Klaus Kinski
Datum: Sonntag, 16. August, 20:00 Uhr
Preis: 7,00 €
Tickets: nur an der Abendkasse
Veranstalter: Film Festival Cologne
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

DE/GB 1999, 95', R: Werner Herzog

Ein Film über die vielleicht größte Hassliebe der Filmgeschichte. Von AGUIRRE, DER ZORN GOTTES (1972) bis COBRA VERDE (1987) hat Regisseur Werner Herzog immer wieder mit dem Schauspieler Klaus Kinski gedreht – eine schwierige, aber letztlich erfolgreiche Zusammenarbeit. In seinem längst legendären Dokumentarfilm berichtet Herzog selber von den Dreharbeiten, die geprägt waren von Kinskis provokantem Auftreten und seiner explosiven Wut – aber der ruhigere Herzog konnte ihm Paroli bieten.

Sa 20.00 Uhr Film
Film Festival Cologne JUBILÄUMS-SOMMER<br>Models
Datum: Samstag, 22. August, 20:00 Uhr
Preis: 7,00 €
Tickets: nur an der Abendkasse
Veranstalter: Film Festival Cologne
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

AT 1998, 118‘, R: Ulrich Seidl

Vivian, Tanja und Lisa: drei Österreicherinnen, drei Models, drei Freundinnen auf der Suche nach Liebe und Karriere, dem richtigen Mann und dem perfekten Körper. Ein Vexierspiel zwischen Realität und Inszenierung, gnadenlos voyeuristisch, allzu Menschliches inmitten einer frivolen Party- und Modewelt. Ulrich Seidl (TIERISCHE LIEBE, IMPORT EXPORT) zeigt schon in diesem frühen Dokumentarfilm seine Meisterschaft darin offensive Stilisierung und verblüffende Authentizität zu kombinieren.

So 18.00 Uhr Film
Film Festival Cologne JUBILÄUMS-SOMMER<br>Milchwald
Datum: Sonntag, 23. August, 18:00 Uhr
Preis: 7,00 €
Tickets: nur an der Abendkasse
Veranstalter: Film Festival Cologne
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

DE 2003, 86', 35mm, R: Christoph Hochhäusler

Bei einer Einkaufsfahrt nach Polen gehen Sylvia die Nerven durch: Im Streit lässt sie ihre Stiefkinder im polnischen Niemandsland zurück. Als sie Lea und Konstantin wieder aufsammeln will, sind diese verschwunden. Eine von kühlen Bildräumen geprägte moderne Variante von HÄNSEL UND GRETEL, in der die Stiefmutter nicht böse und die Hexe keine Frau ist. MILCHWALD war Christoph Hochhäuslers Abschlussfilm an der HFF München, mit den Folgeprojekten FALSCHER BEKENNER und DIE STADT UNTER MIR gelangt ihm der Sprung in die offizielle Auswahl von Cannes.

So 20.00 Uhr Film
Film Festival Cologne JUBILÄUMS-SOMMER<br>Der Wald vor lauter Bäumen
Datum: Sonntag, 23. August, 20:00 Uhr
Preis: 7,00 €
Tickets: nur an der Abendkasse
Veranstalter: Film Festival Cologne
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

DE 2003, 81‘, DCP, R: Maren Ade

Die junge Lehrerin Melanie aus Schwaben tritt mit viel Idealismus ihre erste Stelle in Karlsruhe an. Doch der Schulalltag bricht schnell über sie herein und der Umgang mit den Schülern fällt ihr schwerer als erwartet. Zudem macht ihr das Alleinsein in der neuen Stadt zu schaffen. Als Melanie ihre Nachbarin Tina kennenlernt, scheint der ersehnte Anschluss gefunden. Aber ihre Erwartungen an diese Freundschaft erfüllen sich nicht. Schon in ihrem Abschlussfilm an der HFF München zeigt Maren Ade (TONI ERDMANN) ihr Talent für die genaue Beobachtung der bundesrepublikanischen Gesellschaft.

Do 19.00 Uhr Film
„Filmgeschichten“: Manifeste<br>Soleil Ô
Datum: Donnerstag, 27. August, 19:00 Uhr
Preis: 6,50 €
Tickets: www.veedelsretter.koeln und an der Abendkasse, Anmeldung an info@filmforumnrw.de erwünscht
5,50 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Filmforum NRW in Zusammenarbeit mit FilmInitiativ Köln e.V. / Afrika Film Festival
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

MR/F 1970, 100’, DCP, OmeU, restauriert von der Cineteca di Bologna in Zusammenarbeit mit Med Hondo, R: Med Hondo, mit: Robert Liensol, Théo Legitimus, Gabriel Glissand
Mit einer Einführung von Karl Rössel, FilmInitiativ Köln e.V. / Afrika Film Festival

Wir gehen ins Kino und schlucken alles runter, was uns da aufgetischt wird! (…) Wir denken nie darüber nach (…), dass diese Filme wie Gift sind, dass sie uns nicht betreffen, dass sie noch nicht einmal unsere Sprache sprechen, dass sie nicht von unserer Überlieferung, von unseren Kulturen handeln, und von unserem Alltag und unserer Mühsal sprechen sie auch nicht! (…) DER EINZIGE Weg zu kämpfen, ist, alle Kinosäle und Verteilerkonsortien zu nationalisieren. Ja, wir brauchen ein nationales Kino, weil alles seine Zeit hat: Es gibt eine Zeit des Leidens, eine Zeit des Nachdenkens, und eine Zeit, die Wahrheit zu sagen. Dieser Augenblick ist nun gekommen.
Med Hondo: Les bicots nègres vos voisins, 1973


Paris in den 1960er Jahren: Ein mauretanischer Migrant erlebt auf der Suche nach einer Wohnung und einem Job den Rassismus und die Gleichgültigkeit der französischen Gesellschaft. In einer Mischung aus cinema verité, Satire, Surrealismus und Eisensteinscher Montage prangert Med Hondo in seinem Debütfilm die Auswirkungen und Entgleisungen von Kolonialismus und Kapitalismus an. Ein Akt der Wut und Befreiung, der ihn schlagartig als Stimme eines avantgardistischen, politisch engagierten afrikanischen Kinos berühmt machte.

Fr 19.00 Uhr Film
„Visions of Iran“<br>Yalda – Night of forgiveness
Datum: Freitag, 28. August, 19:00 Uhr
Preis: 10,00 €
6,00 € (Ermäßigt)
Veranstalter: „Visions of Iran“ und dem Allerweltskino, unterstützt vom Auswärtigen Amt, Engagement Global und dem Kulturamt der Stadt Köln
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

FR/DE/CH/LUX/LIB/IR 2019, 89‘, DCP, OmU, R: Massoud Bakhshi, mit: Sadaf Asgari, Behnaz Jafari, Babak Karimi
Nach dem Film Publikumsgespräch mit Massoud Bakhshi (Teheran)!
Moderation: Amin Farzanefar

Nasser, der wesentlich ältere Liebhaber – eigentlich „Ehemann auf Zeit" – von Maryam ist unter unklaren Umständen ums Leben gekommen, als es wegen Maryams Schwangerschaft einen heftigen Streit gab. Die 22-Jährige erscheint schuldig und soll hingerichtet werden, doch es gibt Hoffnung: In einer populären Fernsehshow kann sie die Vergebung von Nassers Tochter Mona erflehen und so der Todesstrafe entgehen. Allerdings haben ihr der Gefängnisaufenthalt und der Tod ihres Babys arg zugesetzt. Der Showrunner Ayat und sein Team setzen auf Quoten, reibungslosen Ablauf und dramatische Gefühle, und Mona und Maryam ringen um die Gunst der Zuschauer. Der iranische Filmemacher Massoud Bakhshi (A RESPECTABLE FAMILY) erweist sich bei diesem vor unter hinter Fernsehkulissen spielenden Thriller als inszenatorischer „Master of Suspense“, der mit seinem Kammerspiel die Blutrachegesetze der Scharia und die Mediengesellschaft anprangert.


„Visions of Iran“, das iranische Filmfestival in Köln, findet dieses Jahr vom 27. – 29. November statt und präsentiert in einem Sommer-Special die NRW-Premiere von YALDA.

Sa 19.00 Uhr Film
WARM UP Zum QUEERFILMFEST 2020 <br>Moffie
Datum: Samstag, 29. August, 19:00 Uhr
Preis: 9,00 €
keine Reservierung Tickets: https://t.rausgegangen.de/tickets/shop/kolner-kino-gesellschaft
Veranstalter: Kino Gesellschaft Köln in Zusammenarbeit mit der Edition Salzgeber und "FilmInitiativ - Filme aus Afrika"
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

SA/GB 2019, 99‘, DCP, OmU, R: Oliver Hermanus, mit Kai Luke Brummer, Mark Elderkin
– Deutschlandpremiere –

Nicholas weiß seit langem, dass er anders ist, dass in ihm etwas Schändliches und Inakzeptables steckt. Aber die Minderheitsregierung Südafrikas ist in einen Konflikt an der angolanischen Grenze verwickelt, und alle weißen jungen Männer über 16 Jahren müssen zwei Jahre Militärdienst leisten, um das Apartheid-Regime und seine Kultur des giftigen rassistischen Machismo zu verteidigen. Die "schwarze Gefahr" ist die reale und gegenwärtige Bedrohung. Was mit Nicholas und anderen wie ihm nicht stimmt, kann wie ein Krebs ausgerottet, behandelt und geheilt werden. Aber gerade als die Angst Nicholas dazu drängt, den Schrecken zu akzeptieren, in der Hoffnung, unsichtbar zu bleiben, wird eine zärtliche Beziehung zu einem anderen Rekruten so gefährlich wie jedes feindliche Feuer.

Das QUEERFILMFEST 2020 der Edition Salzgeber findet in Köln erstmals vom 2.-6. September in der FILMPALETTE statt!

Sa 21.30 Uhr Film
WARM UP Zum QUEERFILMFEST 2020 <br>Futur Drei
Datum: Samstag, 29. August, 21:30 Uhr
Preis: 9,00 €
keine Reservierung Tickets: https://t.rausgegangen.de/tickets/shop/kolner-kino-gesellschaft
Veranstalter: Kino Gesellschaft Köln in Zusammenarbeit mit der Edition Salzgeber
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

D 2020, 92‘, DCP, R: Faraz Shariat, mit Benjamin Radjaipour, Banafshe Hourmazdi, Eidin Jalali
– Preview –

In seinem autobiographischen Regiedebüt erzählt Faraz Shariat, Jahrgang 1994, authentisch und zugleich wundersam überhöht vom queeren Heranwachsen eines Einwandersohns in Deutschland – und liefert damit einen entschlossenen Gegenentwurf zu einem konventionellen deutschen Kino, in dem post-migrantische Erlebnisse und Geschichten von Einwanderern und ihrer Familien allzu oft ausgeschlossen oder misrepräsentiert werden. Für sein sensibles, pop-affines und kraftvolles Plädoyer für Diversität erhielt FUTUR DREI, der im Panorama der Berlinale uraufgeführt wurde, bereits zwei Teddys und zwei First Steps Awards.

Das QUEERFILMFEST 2020 der Edition Salzgeber findet in Köln erstmals vom 2.-6. September in der FILMPALETTE statt!

Mi 19.00 Uhr Film
„Filmgeschichten“: Manifeste<br>Von Morgens bis Mitternachts
Datum: Mittwoch, 02. September, 19:00 Uhr
Preis: 6,50 €
5,50 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Filmforum NRW
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

D 1920, 73’, DCP, Regie: Karlheinz Martin, mit: Ernst Deutsch, Erna Morena, Hans Heinrich von Twardowski
Mit Musik von Tobias Thomas (Kompakt)
und einem Einführungsvortrag von Prof. Dr. Ulrike Hanstein, ifs internationale filmschule köln

Der Expressionismus will nicht passiv hinnehmen, er will gestalten. (…) Nicht mehr ist einfühlende und nachschaffende Psychologie das künstlerische Mittel: das metaphysische Wollen bestimmt die Schöpfung (…) Der Expressionismus stellt nicht den Gegenstand in seiner abtastbaren Wirklichkeit dar: es handelt sich um eine grundsätzlich andere Ebene des Daseins.


Rudolf Kurtz: Expressionismus und Film, 1926


Der Kassierer einer Bank stiehlt eine hohe Summe Geld – der Liebe wegen. Doch das ersehnte Glück bleibt aus und die Verlockungen der Großstadt stürzen ihn immer weiter ins Verderben. Als Low-Budget-Projekt mit unkonventionellen Inszenierungsideen gedreht, blieb der Erfolg für Karlheinz Martin seinerzeit aus. Mittlerweile gilt seine Verfilmung des gleichnamigen Bühnenstücks dank des expressionistischen Dekors, der expressiven Schauspielkunst und des Sujets einer grotesken Gesellschaft als einer der wenigen wirklich expressionistischen Filme.


In Zusammenarbeit mit KölnMusik

Mi 19.00 Uhr Film
Datum: Mittwoch, 16. September, 19:00 Uhr
Veranstalter: In Zusammenarbeit mit den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

Mit einer Einführung von Dr. Lars Henrik Gass, Leiter der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen

Menschen im Espresso (D 1958, 16‘, Digibeta, Herbert Vesely, mit freundlicher Gen. des SWR)
Brutalität in Stein (D 1960, 11‘, 35mm, Alexander Kluge/Peter Schamoni)
Kommunikation (D 1961, 11‘, DCP, Edgar Reitz)
Süden im Schatten (D 1962, 9‘, DVD, Franz-Josef Spieker)
Das Unkraut (D 1962, 11‘, 35mm, Wolfgang Urchs)
Es muss ein Stück vom Hitler sein (D 1963, 11‘, 35mm, Walter Krüttner)


Wir erklären unseren Anspruch, den neuen deutschen Spielfilm zu schaffen. Dieser neue Film braucht neue Freiheiten. Freiheit von den brancheüblichen Konventionen. Freiheit von der Beeinflussung durch kommerzielle Partner. Freiheit von der Bevormundung durch Interessengruppen (…) Der alte Film ist tot. Wir glauben an den neuen.Oberhausener Manifest, 1962


Die neue Café-Kultur in München, Hinterlassenschaften der NS-Architektur, experimentelle Bild- und Klangcollagen, Sehnsuchtsort Italien und Szenen vom Führerkult am Obersalzberg – vielfältig in Inhalt und Form, aber zumeist mit einem kritischen Blick auf Deutschland zeigen sich die Kurzfilme der »Oberhausener« zwischen 1958 und 1963. Eine Rückschau auf das bekannteste deutsche Film-Manifest der Nachkriegszeit.

Do 19.00 Uhr Film
„Filmgeschichten“: Manifeste<br>Rätsel der Sphinx
Datum: Donnerstag, 08. Oktober, 19:00 Uhr
Preis: 6,50 €
Tickets: nur an der Abendkasse, Anmeldung an info@filmforumnrw.de erwünscht
5,50 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Filmforum NRW in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund | Köln
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

GB 1977, 91’, DCP, OmU, Regie: Laura Mulvey/Peter Wollen, mit: Dinah Stabb, Merdelle Jordine, Riannon Tise

Mit anschließendem Gespräch und Buchpräsentation mit Prof. Dr. Laura Mulvey, Filmwissenschaftlerin und Filmemacherin, Moderation: Dr. Maxa Zoller, Festivalleiterin des Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund | Köln


Wir gehen davon aus, dass Film die ungebrochene, gesellschaftlich etablierte Interpretation des Geschlechtsunterschiedes reflektiert, sogar damit spielt und die Bilder, die erotische Perspektive und Darstellung kontrolliert. (…) Der erste Schlag gegen die monolithische Akkumulation traditioneller Filmkonventionen hat zum Ziel, den Blick der Kamera zu befreien, ihre Materialität in Zeit und Raum herzustellen, den Blick des Zuschauers zu einem dialektischen zu machen, eine leidenschaftliche Trennung herbeizuführen.
Laura Mulvey: Visuelle Lust und narratives Kino, 1975


Das Durchblättern von Seiten, ein Standbild von Greta Garbo, eine vorlesende Laura Mulvey, Bilder der ägyptischen Sphinx und schließlich: das Leben einer alleinerziehenden Mutter in 13 langsamen 360-Grad-Schwenks. Nichts weniger als die Analyse der patriarchalen Gesellschaft von der griechischen Mythologie bis in den Alltag der 1970er Jahre steht im Zentrum von RIDDLES OF THE SPHINX, mit dem Laura Mulvey und Peter Wollen ihren Ruf nach einer neuen Blickpolitik in der eigenen Filmarbeit einlösen.


Im Anschluss an den Film findet ein Gespräch mit der Filmemacherin und feministischen Filmwissenschaftlerin Laura Mulvey statt. Im Gespräch mit Maxa Zoller wird sie ihr aktuell erschienenes Buch „Afterimages: On Cinema, Women and Changing Times“ vorstellen, in dem sie ihren programmatischen Text „Visuelle Lust und narratives Kino“ von 1975 aus heutiger Perspektive reflektiert.

Sa 17.00 Uhr Film
„Filmgeschichten“: Manifeste<br>Die Muschel und der Kleriker
Datum: Samstag, 10. Oktober, 17:00 Uhr
Preis: 6,50 €
Tickets: nur an der Abendkasse, Anmeldung an info@filmforumnrw.de erwünscht
5,50 € (Ermäßigt)
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

F 1928, 40’, DCP, Regie: Germaine Dulac, mit: Alex Allin, Genica Athanasiou, Lucien Bataille
Mit Klavierbegleitung von Daniel Kothenschulte
und einer Einführung von Prof. Dr. Ulrike Hanstein, ifs internationale filmschule köln

SURREALISMUS, Substantiv, m., reiner, psychischer Automatismus, durch welchen man, sei es mündlich, sei es schriftlich, sei es auf jede andere Weise, den wirklichen Ablauf des Denkens auszudrücken sucht. Denk-Diktat ohne jede Vernunft-Kontrolle und außerhalb aller ästhetischen oder ethischen Fragestellungen.


ENZYKLOPÄDIE. Philosophie. Der Surrealismus beruht auf dem Glauben an die höhere Wirklichkeit gewisser, bis heute vernachlässigter Assoziations-Formen, an die Allgewalt des Traums, an das absichtsfreie Spiel des Gedankens. Er zielt darauf hin, die anderen psychischen Mechanismen zu zerstören und ihre Stelle einzunehmen zur Lösung der wichtigsten Lebensprobleme.


André Breton: Manifest des Surrealismus, 1924


Ein Priester, ein Offizier und eine Frau im ödipalen Dreieck: Die freudianische Symbolik ihrer männlichen Kollegen sezierend, visualisiert Germaine Dulac in diesem surrealistischen Meisterwerk die Träume und Phantasien des Priesters – um diese am Ende als pathetische Wunschgebilde bloßzustellen. Ihr kritischer Blick wie auch die innovative Verwendung von Zeitlupenbildern und Überblendungen, Verzerrungen und Schärfe-/Unschärfe-Gegensätzen verschafften Germaine Dulac seinerzeit einen kleinen Skandal und später den ehrenvollen Titel der ersten feministischen Filmemacherin.


Im Anschluss:


SA, 10.10.2020, 19:00 Uhr im WDR Funkhaus


EIN ANDALUSISCHER HUND
F 1929, 16’, digital, Regie: Luis Buñuel, mit: Pierre Batcheff, Luis Buñuel
Mit Live-Musik von Mauricio Kagel (1982), WDR Sinfonieorchester


DER UNTERGANG DES HAUSES USHER
F 1928, 59’, digital, Regie: Jean Epstein, mit: Jean Debucourt, Marguerite Gance
Mit Live-Musik von J.M. Sánchez-Verdú (2019), WDR Sinfonieorchester


In Zusammenarbeit mit der WDR-Reihe Musik der Zeit

Do 19.00 Uhr Film
„Filmgeschichten“: Manifeste<br>Cléo - Mittwoch Zwischen 5 und 7
Datum: Donnerstag, 22. Oktober, 19:00 Uhr
Preis: 6,50 €
Tickets: nur an der Abendkasse, Anmeldung an info@filmforumnrw.de erwünscht Weitere Infos: www.filmforumnrw.de und www.facebook.com/FilmforumNRW
5,50 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Filmforum NRW in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund | Köln und dem Institut français
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

F/I 1962, 90’, 35mm, OmeU, Regie: Agnès Varda, mit: Corinne Marchand, Antoine Bourseiller, Michel Legrand
Mit einer Einführung von Betty Schiel, Programmkuratorin Internationales Frauenfilmfestival Dortmund | Köln

Ich stelle mir den Film von morgen vor wie ein Bekenntnis oder wie ein Tagebuch. Die jungen Filmer werden sich in der ersten Person ausdrücken und schildern, was ihnen widerfahren ist, (…) und es müsste fast notgedrungen ankommen, weil es wahr und neu wäre. (…) Der Film von morgen wird nicht von Beamten hinter der Kamera gedreht werden, sondern von Künstlern, für die das Drehen eines Films ein wunderbares und erregendes Abenteuer darstellt. (…) Der Film von morgen wird ein Akt der Liebe sein.


François Truffaut: Der französische Film krepiert an den falschen Legenden, 1957


 


Cléo, jung, schön und eine beliebte Sängerin, droht eine schwerwiegende ärztliche Diagnose. Genervt von ihrem Leben im goldenen Käfig flieht sie auf die Straßen von Paris und lässt sich treiben. In Echtzeit und mit einer bewegten Kamera folgt der Film Cléo bei ihrem Streifzug, der aufgrund geringer finanzieller Mittel innerhalb von fünf Wochen in chronologischer Reihenfolge gedreht wurde. Eine gleichsam nüchterne wie poetische Liebeserklärung an das urbane Leben, die Kunst und das Ausbrechen aus Konventionen von der großen Abenteurerin der Nouvelle Vague, Agnès Varda.

Do 19.00 Uhr Film
„Filmgeschichten“: Manifeste<br>Idioten
Datum: Donnerstag, 12. November, 19:00 Uhr
Preis: 6,50 €
Tickets: nur an der Abendkasse, Anmeldung an info@filmforumnrw.de erwünscht
5,50 € (Ermäßigt)
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

DK 1998, 117’, 35mm, DF, Regie: Lars von Trier, mit: Bodil Jørgensen, Jens Albinus, Anne Louise Hassing
Mit einer Einführung von Sven von Reden, Filmkritiker

Heute tobt ein Sturm der Technik, der die ultimative Demokratisierung des Mediums zur Folge haben wird. Zum ersten Mal hat wirklich jeder die Möglichkeit, Filme zu machen. Doch je zugänglicher das Medium wird, desto wichtiger ist die Avantgarde. Es ist kein Zufall, dass der Ausdruck »Avantgarde« einen militärischen Beiklang hat: Disziplin ist die Antwort … Wir müssen unsere Filme in Uniformen stecken, weil der individuelle Film per definitionem dekadent ist! DOGMA 95 stellt dem individuellen Film ein unangreifbares Regelwerk entgegen, das sogenannte Keuschheitsgelübde.


Lars von Trier, Thomas Vinterberg, Kristian Levring, Søren Kragh-Jacobsen: DOGMA 95, 1995


Elf junge Menschen um die 30 tun sich zusammen, um verrückt zu spielen. Zwischen Selbstfindung und Provokation der Umwelt angesiedelt, gerät das antibürgerliche Experiment zunehmend außer Kontrolle. Noch ganz im Sinne des »Keuschheitsgelübdes« mit Handkamera und ohne künstliches Licht, optische Bearbeitung oder Filter gedreht, irritiert der zweite Dogma Film formal wie inhaltlich – und verschaffte dem Meister der Provokation Lars von Trier einen weiteren Skandal.

Do 19.00 Uhr Film
Datum: Donnerstag, 10. Dezember, 19:00 Uhr
Preis: 6,50 €
Tickets: nur an der Abendkasse, Anmeldung an info@filmforumnrw.de erwünscht Weitere Infos: www.filmforumnrw.de und www.facebook.com/FilmforumNRW
5,50 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Filmforum NRW
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

IND 1955, 125’, 35mm, OmU, Regie: Satyajit Ray, mit: Kanu Banerjee, Karuna Banerjee
Mit einer Einführung von Daniel Kothenschulte, Filmkritiker und –kurator

What the Indian cinema needs today is not more gloss, but more imagination, more integrity, and a more intelligent appreciation of the limitations of the medium. (…) The raw material of the cinema is life itself.


Satyajit Ray: What is Wrong with Indian Films?, 1948


 


Der kleine Apu wächst in großer Armut im ländlichen Indien der 1920er Jahre auf. Als seine ältere Schwester stirbt, verlässt die Familie den Ort ihrer Vorfahren und zieht in die Großstadt. Weniger Glanz, weniger Musik, weniger Mystik, dafür ein unverstellter Blick auf die Wirklichkeit – sein Manifest für ein indisches Autorenkino setzt Satyajit Ray mit seinem epischen Regiedebüt um und schafft damit einen Klassiker des indischen Kinos.