Der südkoreanische Künstler Lee Ufan (*1936, lebt in Kamakura, Japan) wird mit dem 32. Wolfgang-Hahn Preis der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig ausgezeichnet.
Seit mehr als sechs Jahrzehnten setzt sich Lee Ufan mit den Beziehungen zwischen Mensch, Material und Raum auseinander. In seinem Werk treffen Gegensätze wie Ruhe und Dynamik, Leere und Präsenz aufeinander und entfalten eine besondere Spannung. Als prägende Figur der japanischen Mono-ha-Bewegung („Schule der Dinge“), die Ende der 1960er-Jahre entstand, entwickelte er eine künstlerische Praxis, die den Dingen selbst und ihren Wechselwirkungen eine zentrale Bedeutung zuschreibt. Sein Schaffen ist von dem Bestreben geprägt, die Welt nicht als Summe isolierter Objekte, sondern als Netzwerk von Beziehungen erfahrbar zu machen. International bekannt wurde Lee insbesondere durch seine seit den 1970er-Jahren entwickelte Malerei.
Die öffentliche Preisverleihung findet am Freitag, 6.11.2026 um 18:30 Uhr im Museum Ludwig statt. Der Eintritt ist frei.
Die Präsentation ist vom 7.11.2026 bis zum 4.4.2027 im Museum Ludwig zu sehen.