Sa 15.00 Uhr Führung
Guided tour in English: Collection Highlights
Datum: Samstag, 19. Januar, 15:00 – 16:00 Uhr
Veranstalter: Museumsdienst Köln
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kasse
Sa 16.00 Uhr Führung
Hockney/Hamilton. Expanded Graphics
Datum: Samstag, 19. Januar, 16:00 – 17:00 Uhr
Preis: 2,00 €
Veranstalter: Museumsdienst Köln
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kasse
Sa 20.00 Uhr Film
Die Sammlung Leo Schönecker – Ein Filmprogramm mit Filmen aus dem Archiv Schönecker<br>40 qm Deutschland
Datum: Samstag, 19. Januar, 20:00 Uhr
Preis: 7,00 €
6,00 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Edith Schönecker, Julia Schönecker-Roth und Joachim Steinigeweg
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

Weitgehend unbekannt in der Öffentlichkeit existiert in Köln eine Filmsammlung, die hohen Wert auf die Qualität der enthaltenen Filme legt und einen weiten Überblick über das internationale Filmschaffen bietet. Seit Mitte der Fünfziger Jahre engagierte sich der Kölner Leo Schönecker nicht nur in Arbeitskreisen und Diskussionsrunden zu filmthematischen Fragen, sondern er begann, selbst Filme zu sammeln, vorzuführen und zu verleihen. Seine Sammlung wurde bis zu seinem Tod im Jahr 2013 beständig fortgeführt und erweitert. Unter Filmkennern und Kuratoren war die Sammlung bekannt, gerne griff man auf die Bestände dort zurück. Insgesamt enthält das Archiv rund 1.200 Filmtitel. Nun ist es an der Zeit, diese Kostbarkeit öffentlich vorzuzeigen.

Die Filme liegen sämtlich in analoger Form vor, meistens im Format 16mm, etliche im Format 35mm. In den Kinos hat unterdessen seit einigen Jahren die Digitalisierung Einzug gehalten. Eine Vorführung von „richtigem“ Zelluloid hat inzwischen Ereignischarakter. Bei der Vorführung von Zelluloid gibt es Artefakte, die jede Kopie einzigartig machen. Es sind diese Gebrauchsspuren wie Schmutzpartikel, Kratzer, Bildstandsbewegungen etc. In jede Filmkopie ist somit auch die Geschichte ihrer Aufführungen mit eingeschrieben. Auch diesen Aspekt wollen wir vorstellen und die Vor- und Nachteile digitaler und analoger Vorführungen sichtbar machen.

BRD 1985, 80‘, 16mm, Regie: Tevfik Baser

Die junge Turna wird von ihrem Mann Dursan, einem türkischen Gastarbeiter, aus ihrem kleinen Dorf in der Türkei nach Hamburg geholt. Sie ist neugierig auf die neue Heimat, aber ihr konservativer Mann gewährt ihr keinerlei Freiheit. Er sperrt Turna in der kleinen Hinterhofwohnung ein und verbietet ihr jeden Kontakt zur Außenwelt. So bleibt ihr nur der begrenzte Blick aus dem Fenster. Von allem isoliert flüchtet sie sich in eine Traumwelt. Mit ihrer Schwangerschaft geht für Dursun schließlich sein sehnlichster Wunsch in Erfüllung. Dann aber stirbt er völlig unerwartet – und Turna, die kein Wort Deutsch spricht, bleibt alleine in der fremden Stadt zurück.


Der Film wurde beim Internationalen Filmfestival von Locarno mit dem Filmband in Gold und in Venedig mit dem Silbernen Löwen ausgezeichnet.

Eine Veranstaltung von Edith Schönecker, Julia Schönecker-Roth und Joachim Steinigeweg
Vorbestellung und Information unter joachim.steinigeweg@email.de
www.filmarchiv-schoenecker.de