Pro­gramm 2019

Dies ist unsere Vorschau auf das Auss­tel­lungs­jahr 2019.

Ausstel­lung

Fam­i­lien­bande
Die Schenkung Schröder

13.7. – 29.9.2019

In den 1990er Jahren for­miert sich in Köln eine neue Kun­st­szene: Junge Ga­le­rien eröff­nen, die Zeitschrift Texte zur Kunst wird ge­grün­det und ein Kün­stlerkollek­tiv be­treibt den al­ter­na­tiv­en Auss­tel­lungs­raum „Frie­sen­wall 120“. Das Rhein­land en­twick­elt sich – im in­ten­siv­en Aus­tausch mit New York – zu einem in­tellektuellen Zen­trum dies­er Dekade. Alex­an­der Schröder ver­fol­gt die­sen Auf­bruch von Ber­lin aus. Bere­its als Kun­st­s­tu­dent grün­det er mit Thi­lo Wermke eine ei­gene Ga­lerie, zu­gleich be­gin­nt er, die Kunst sein­er Zeit mit einem be­son­deren Blick zu sam­meln. Heute ver­mit­telt Schröders Samm­lung die ei­gen­wil­lige und sinn­liche Seite der durch die Konzep­tkunst geprägten 1990er und 2000er Jahre. Sie macht deut­lich, welche Be­deu­tung Kün­stler*in­nenge­mein­schaften und Kol­lab­o­ra­tio­nen in wech­sel­n­den Kon­stel­la­tio­nen hat­ten. Jet­zt schenkt Alex­an­der Schröder dem Mu­se­um Lud­wig sub­s­tanzielle Werke aus sein­er Samm­lung von Kün­stler*in­nen wie Kai Al­thoff, Cosi­ma von Bonin, Tom Burr, Lukas Duwen­hög­ger, Isa Gen­zken und Danh Võ. Die Auss­tel­lung stellt sie der Öf­fentlichkeit zusam­men mit Werken der ei­ge­nen Samm­lung vor.

Ausstel­lung

HI­ER UND JET­ZT im Mu­se­um Lud­wig
Tran­s­cor­po­re­al­i­ties

21.9.2019 – 19.1.2020

Un­ter dem Ti­tel Tran­s­cor­po­re­al­i­ties wid­met sich die fünfte Auss­tel­lung der Rei­he HI­ER UND JET­ZT im Mu­se­um Lud­wig der Kom­plex­ität von Kör­per­lichkeit. Neue ma­te­rial­is­tische und posthu­man­is­tische The­o­rien ge­hen davon aus, dass alle Kör­p­er poröse, of­fene Sys­teme sind, die sich im stän­di­gen Aus­tausch mit an­deren Kör­pern und ihr­er Umwelt ge­gen­seitig durch­drin­gen und in­ei­nan­der­fließen. In die­sem Sinne ak­tiviert die Auss­tel­lung ei­nen Tran­si­traum des Mu­se­ums: das Ein­gangs­foy­er. Rund um eine Bühne für Per­for­mance, Tanz, kün­st­lerische Forschung, Diskus­sion und Dia­log ver­wan­deln die ein­ge­la­de­nen Kün­stler*in­nen sowie lokal und in­ter­na­tio­n­al agierende Kollek­tive das Foy­er in ei­nen flex­i­blen Auss­tel­lungs­raum.

Ausstel­lung

Wade Guy­ton

16.11.2019 – 1.3.2020

Der 1972 ge­borene US-amerikanische Kün­stler Wade Guy­ton hat über gut zwei Jahrzeh­nte ein so konzeptuell konse­quentes wie er­frischend ei­gensin­niges Werk geschaf­fen. Bekan­nt ist er vor allem für seine mit einem herkömm­lichen Tin­ten­s­trahl­druck­er hergestell­ten groß­for­mati­gen Lein­wand­bilder mit ikonischen Mo­tiv­en wie Flam­men, den Buch­staben „X“ und „U“ oder der Web­site der New York Times. Nach­dem das Mu­se­um Lud­wig bere­its mehrere Werke des Kün­stlers für die Samm­lung ankaufen kon­nte, richtet es ihm 2019 eine große Über­blick­sauss­tel­lung aus, die sein kün­st­lerisch­es Schaf­fen von den An­fän­gen bis hin zu jüng­sten Ar­beit­en vorstellt. Wade Guy­ton nimmt in Hin­blick auf die kün­st­lerische Au­sei­nan­derset­zung mit dem Bild im dig­i­tal­en Zei­tal­ter eine Sch­lüs­sel­po­si­tion ein. Durch die Aneig­nung bere­its ex­istieren­den Bild­ma­te­rials und die Kon­fron­ta­tion mit neuen re­pro­duk­tion­stech­no­lo­gien en­twick­elte Guy­ton so in den let­zten zwanzig Jahren eine ak­tu­al­isierte Form der so­ge­nan­n­ten Ap­pro­pri­a­tion Art.

Lu­cia Mo­ho­ly
Fo­to­geschichte schreiben

Präsen­ta­tion im Fo­to­raum

12.10.2019 – 2.2.2020

An­läss­lich des Bauhaus Ju­biläums wird die Präsen­ta­tion aufzei­gen, in­wie­fern die Fo­to­grafin Lu­cia Mo­ho­ly die Geschichte der Fo­to­gra­fie neu schrieb. Neben ihren fo­to­gra­fischen Werken befin­d­en sich im Archiv des Mu­se­um Lud­wig Briefe, die ei­nen re­gen Aus­tausch mit dem Fo­to­samm­ler und -his­torik­er Erich Stenger bele­gen. Ge­mein­sam hat­ten sie vor, ein Buch über die Geschichte der Fo­to­gra­fie zu schreiben. Der Auf­stieg der Na­tio­n­al­sozial­is­ten trieb Mo­ho­ly je­doch in die Emi­gra­tion, während Stenger in Deutsch­land zum ge­fragten Ex­perten auf dem Ge­bi­et auf­stieg. Mo­ho­ly veröf­fentlichte sch­ließlich selb­st­ständig in Lon­don A Hun­dred Years of Pho­tog­ra­phy. Davon, und wie Mo­holys Schreiben und Fo­to­gra­fieren zusam­men­hän­gen, erzählt die Präsen­ta­tion.