Pro­gramm 2022

Diese Son­der­auss­tel­lun­gen präsen­tieren wir Ih­nen im Jahr 2022.

Wolf­gang-Hahn-Preis 2022. Frank Bowl­ing

16. Novem­ber 2022 – 12. Fe­bruar 2023

Frank Bowl­ing (*1934 in Bar­ti­ca, Guya­na) wird mit dem Wolf­gang-Hahn-Preis 2022 der Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst am Mu­se­um Lud­wig Köln e.V. aus­gezeich­net. Die Preisver­lei­hung fin­d­et am 15. Novem­ber 2022 um 18.30h statt, am Vor­abend der Art Cologne 2022.

Die Entschei­dung traf die Ju­ry aus Zoé Whit­ley, Di­rek­torin der Chisen­hale Gallery in Lon­don und den Vor­s­tands­mit­glied­ern der Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst – Mayen Beck­mann (Vor­s­tands-vor­sitzende), Gabriele Bi­er­baum, Sabine Du­Mont Schütte, Yil­maz Dziewior (Di­rek­tor des Mu­se­um Lud­wig), Jörg En­gels (Schatzmeis­ter) und Robert Müller-Grünow.

Zoé Whit­ley sagt als Gastjurorin über die Wahl des Wolf­gang-Hahn-Preisträgers 2022: „Zu Frank Bowl­in­gs Gemäl­den und kun­stkri­tischen Schriften lässt sich ohne Übertrei­bung sa­gen, dass sie die Möglichkeit­en des Malens neu abgesteckt haben. Mit ihm wird eine entschlossene und einzi­gartig erfin­d­erische Per­sön­lichkeit in der Geschichte des ab­s­trak­ten Malens gewürdigt. Bowl­in­gs Werk, das seine Lebens­er­fahrun­gen in Guya­na, Großbri­tan­nien und den USA ein­sch­ließt, hält Geschicht­en in Farbpig­men­ten, Wachs und Mal­gel fest. Er ver­fügt über ein un­ver­gleich­lich­es Ge­spür für Far­big- und Stof­flichkeit. Bowl­ing hält sich im Ate­li­er an Regeln, die er selbst aufgestellt hat, und bricht sie dann doch – mit ein­er Rei­he völ­lig neuer Regeln und Bes­tim­mungs­größen für die Bildebene. Er set­zt eine kom­plexe ge­dan­k­liche Op­er­a­tion auf der Lein­wand um und ant­wortet mit ihr in stets dy­namisch­er Weise auf eine lange Mal­tra­di­tion.“

Walde Huth. Ma­te­rial und Mode

3. Dezem­ber 2022 – 12. März 2023
Präsen­ta­tion im Fo­to­raum

Das Mu­se­um Lud­wig er­hielt 2017 ei­nen Be­s­tand von über 250 Werken der Fo­to­grafin Walde Huth (1923–2011) zum Geschenk. Bekan­nt wurde sie vor allem für ihre Mod­eauf­nah­men der 1950er Haute Cou­ture in Paris und Flo­renz. Wer­beauf­nah­men für ei­nen Samt- oder Strumpfher­steller, auch für Mö­bel ergänzten ihr Port­fo­lio. Zur Farb­fo­to­gra­fie griff sie dabei an­fangs sel­ten, und das, ob­wohl sie durch ihre Tätigkeit in der En­twick­lungs­abteilung für Farb­fo­to­gra­fie der Ag­fa in Wolfen 1943 bis 1945 früh mit den tech­nischen Möglichkeit­en ver­traut ge­wor­den war. Wenn sie es aber tat, zele­bri­erte sie die Farbe regel­recht. Wer die charak­ter­s­tarke Köl­nerin ge­gen Ende ihres Lebens noch be­suchen durfte, berichtet oft von dem Chaos, das in ihr­er Woh­nung herrschte. Auch ihre Bilder waren Teil des Chaos. In einem In­ter­view äußerte Walde Huth ein­mal: "Ich liebe halt eher Im­pro­visiertes und nicht so Per­fektes, Ster­iles. So glatte Ga­le­rien, wo die Fo­to­gra­fien so ge­hängt wer­den, das mag ich gar nicht. So kann ein Bild nicht wirken." Diese Präsen­ta­tion will eine be­hut­same An­näherung an Walde Huth aus dem Be­s­tand der Neuer­wer­bun­gen sein.

Ku­ra­torin: Miri­am Szwast