Di 19.00 Uhr Vortrag
Datum: Dienstag, 23. Januar, 19:00 Uhr
Referent: Tom Holert
Veranstalter: Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum, 1. Etage

Gemeinsam veranstaltet von den Freunden und der Fritz Thyssen Stiftung.

Angesichts der aktuellen Debatten über die etwaige Dominanz und Relevanz der Malerei als Medium kommt die Retrospektive zu James Rosenquist gerade recht. Denn hier ist das Werk eines Künstlers neu zu entdecken, der nie einen Zweifel an seinem Handwerk und an der Verbundenheit zu dem Medium seiner Wahl ließ, aber zugleich die Möglichkeiten und Grenzen der Malerei hartnäckig gedehnt hat. Die Krise der modernistischen Malerei in den 1960er Jahren, ihre Infragestellung durch Minimal Art, Environments, Happenings, Earth Art oder Expanded Cinema, ging auch an dem Pop-Art-Künstler Rosenquist nicht spurlos vorüber, und so schien er um 1970 mit seiner eigenen Malerei an einen Endpunkt gelangt. Köln war um 1970 einer der Austragungsorte dieses Finales, das dann doch anders ausgehen sollte, als vielleicht zu erwarten war.
Tom Holert ist Kunsthistoriker, Ausstellungsmacher und Künstler in Berlin. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Akademie der Künste der Welt in Köln.