Vorträge

Zu unseren Ausstel­lun­gen und der ständi­gen Samm­lung bi­eten wir ein viel­seitiges Vor­tragspro­gramm an.

Kun­st­Be­wusst

Gute Kunst lässt Fra­gen of­fen. Diese auf in­teres­sante Weise zu beant­worten leis­tet die Vor­trags­rei­he Kun­st­Be­wusst. Ver­an­s­tal­tet vom Fre­unde des Wall­raf-Richartz-Mu­se­ums und des Mu­se­ums Lud­wig e.V. fin­d­et sie jew­eils di­en­s­tags im Film­fo­rum NRW, dem Ki­no im Mu­se­um Lud­wig, statt.

Sei es ein klas­sisch­er Ex­pert*in­nen­vor­trag zu ein­er aktuellen Ausstel­lung, ein Kün­stler*in­nenge­spräch, oder the­menüber­greifende Vorträge zur den The­men und In­hal­ten des Mu­se­um Lud­wig –  bei Kun­st­Be­wusst gibt es im­mer neue, über­raschende und in­for­ma­tive Beiträge.

Kunst im Kon­text

Mit Kunst im Kon­text lädt die Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst am Mu­se­um Lud­wig zur Au­sei­nan­derset­zung mit aktuellen Ten­denzen ein. Es sprechen Ak­teur*in­nen und Ex­pert*in­nen der in­ter­na­tio­nalen Kun­st­szene über aus­gewählte The­men in The­o­rie und Praxis der Kunst.

Di 19.00 Uhr Vortrag
How do we live together? mit Dr. Marianne Wagner zur Sonderausstellung HIER UND JETZT zusammen dafür und dagegen in der Reihe KunstBewusst
Datum: Dienstag, 25. Januar, 19:00 Uhr
Preis: 4,00 €
2,00 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig
Zielgruppe: Alle

Die Japanische Avantgarde beginnt mit dem Ende der US-amerikanischen Besatzung in der Folge des Zweiten Weltkriegs (1945–1952). Auf die gesellschaftlichen Umbrüche der Nachkriegszeit reagierten jüngere Künstler*innen und Performer*innen der 1960er-Jahre, wie die Kollektive Neo Dada, Hi-Red Center und Zero Dimension. Sie schufen nicht nur provokante Kunstwerke, sondern grenzten sich immer stärker von musealen Einrichtungen ab und wurden schließlich im öffentlichen Raum aktiv.


Auf welche Entwicklungen der Nachkriegszeit reagierten Künstler*innen damals? Was motivierte ihre aufsehenerregenden öffentlichen Aktionen? Was wiederum bewegt die Künstler*innen heute, und wie beziehen sie sich auf die historischen Strömungen? Das Kollektiv Chim↑Pom (gegründet 2005 in Tokio) verwischt mit ihren Aktionen in Köln die Grenzen zwischen dem Museum und der Außenwelt, während der Künstler Koki Tanaka (*1975 in Tochigi) Fokus auf den Alltagsrassismus in Japan liegt, um das weltweite Thema aus einer anderen Perspektive zu betrachten.


In ihrem Vortrag beleuchtet unsere Referentin, Dr. Marianne Wagner, die Sonderausstellung HIER UND JETZT zusammen dafür und dagegen des Museum Ludwig, Köln und die darin enthaltende Münsteraner Arbeit etwas genauer und den Prozess der Ausstellungskonzeption von Münster in das Museum Ludwig, Köln.


• MARIANNE WAGNER ist seit 2015 Kuratorin für zeitgenössische Kunst und Leiterin des Skulptur Projekte Archivs am LWL-Museum für Kunst und Kultur. Dort kuratierte sie u.a. zusammen mit Kasper König und Britta Peters die Skulptur Projekte 2017. Ihre Dissertation verfasste sie zum Thema Lecture Performance. Sprechakte als Aufführungskunst seit 1950, wofür sie 2014 mit dem Joseph Beuys Preis für Forschung ausgezeichnet wurde. Sie realisierte und konzipierte Ausstellungsprojekte am Kunstmuseum Thun, am Aargauer Kunsthaus und am Nidwaldner Museum und lehrte an der Universität Bern, der Hochschule der Künste Bern, der Kunstakademie Münster sowie an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Von 2017 bis 2020 leitete sie gemeinsam mit Ursula Frohne und in Kooperation mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ein Forschungsprojekt zum Skulptur Projekte Archiv, gefördert durch die VolkswagenStiftung.

Mo 19.00 Uhr Vortrag
Kunst im Kontext: Volle Fahrt voraus. Pavillon-Erfahrungen in VenedigVortrag von Yilmaz Dziewior
Datum: Montag, 31. Januar, 19:00 Uhr
Veranstalter: Gesellschaft für Moderne Kunst
Zielgruppe: Alle

Der deutsche Außenminister hat Yilmaz Dziewior zum Kurator des deutschen Beitrags für die 59. Kunstbiennale in Venedig 2022 berufen. Der Direktor des Museum Ludwig wird dort eine Arbeit der Konzeptkünstlerin Maria Eichhorn (*1962 in Bamberg, lebt und arbeitet in Berlin) zeigen. Eichhorn stellt mit ihren künstlerischen Projekten bestehende gesellschaftliche Ordnungen und normative Setzungen in Frage. Sie beschäftigt sich u.a. mit den Produktions- und Rezeptionsbedingungen von Kunst sowie mit Arbeits-, Eigentums- und Besitzverhältnissen im gegenwärtigen und historischen Kontext. Warum Yilmaz Dziewior Maria Eichhorn ausgewählt hat und welche Erfahrungen er bei seinen Venedig-Vorbereitungen und -Recherchen gemacht hat, darüber spricht er in seinem Vortrag.

Weitere Informationen finden Sie hier: Infoblatt zu KiK #49.

Je nach aktueller Corona-Situation findet der Vortrag im Kino des Museum Ludwig oder per Zoom statt. Wir informieren Sie kurzfristig ca. eine Woche vor der Veranstaltung.
Anmeldung zum Vortrag per Mail an: info@gesellschaft-museum-ludwig.de