Langer Donnerstag

Kunst, Musik, The­ater, Film ...

Es gibt Tage, die sind an­ders als an­dere: In­teres­san­ter, schön­er, span­nen­der. Zum Beispiel wenn Sie ein­fach mal abends ins Mu­se­um ge­hen, um­sonst oder gün­stiger reinkom­men und er­leben, was Sie vorher noch nie er­lebt haben. Ge­nau so ist er jet­zt: der Lange Don­n­er­s­tag im Mu­se­um Lud­wig, an je­dem 1. Don­n­er­s­tag im Mo­nat bis 22 Uhr. Er­leben Sie Live-Konz­erte, Kabarett, Kün­st­lerge­spräche, Führun­gen, kunst:dialoge, The­ater, Le­sun­gen, Tanz, Filme oder Per­for­mances.

Der Lange Don­n­er­s­tag im Mu­se­um Lud­wig

  • 1× im Mo­nat: an je­dem 1. Don­n­er­s­tag

  • bis in die Nacht: von 10–22 Uhr

  • mit vielen Abend-Spe­cials: aus allen Gen­res, die Kunst zu bi­eten hat

  • für Köl­n­er*in­nen: frei­er Ein­tritt von 10–22 Uhr

  • für alle an­deren: Ra­batt ab 17 Uhr – Sie zahlen nur 7€

Pro­gramm 2019

Hi­er kön­nen Sie das Pro­gramm von Juli bis Dezem­ber 2019 down­loa­d­en.
Das Pro­gramm des näch­sten LA­DO fin­d­en Sie auch am Ende dies­er Seite.

Der Lange Don­n­er­s­tag wird großzügig un­ter­stützt von

Do 17.00 Uhr Langer Donnerstag
Bernard Schultze und die dritte Dimension
Datum: Donnerstag, 07. November, 17:00 Uhr
Preis: 7,00 €
Veranstalter: Museum Ludwig
Zielgruppe: Alle

18+18.30+19+19.30h Kurzführungen zu Bernard Schultze & Informel


Ab 18h Offener Migof -Workshop: Gestalten Sie eigene 3-D-Fantasiewesen!


20h Dokumentarfilm 2 x Informel: K.O.Götz + Bernard Schultze im Kino, Einführung: Sylvie Kyeck, Kuratorische Assistenz / Arp Museum Bahnhof Rolandseck 


Bernard Schultze (1915–2005) hat während seines langen Lebens ein reiches Werk geschaffen, das beinahe alle künstlerischen Medien und auch Schriften und Gedichte umfasst. Dank seiner unerschöpflichen Kreativität gilt er heute als Wegbereiter der gestischabstrakten Kunst (genannt: Informel) und zählt zu den bedeutendsten Künstler*innen des 20. Jahrhunderts. Schultze erschuf in den 1960er Jahren seine Migofs: dreidimensionale Farbgebilde, die an Monster oder Geister erinnern.


Für die in Gedenken an Bernard Schultze und seiner Ehefrau Ursula (Schultze-Bluhm) geschaffene Projektreihe Schultze Projects hat Avery Singer (*1987) eine neue Arbeit für das Museum Ludwig entwickelt, die ab Oktober 2019 präsentiert wird. Singer hat – wie Schultze vor ihr – eine neuartige Formensprache geschaffen. Mithilfe von Software entwirft sie 3-D-Bilder und überträgt diese mittels Airbrush, Acrylfarbe und Klebeband auf Leinwände.


Heute Abend können Sie mehr über beide Künstler*innen erfahren und auch selbst kreativ werden.


 


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6, 6:30, 7, 7:30 p.m. Short tours on Bernard Schultze and Art Informel


From 6 p.m. Open Migof workshop: Create your own imaginary creatures in 3D!


8 p.m. Documentary 2 × Informel: Ein Doppelportrait Karl Otto Götz und Bernard Schultze in the auditorium, Introduction: Sylvie Kyeck, Curatorial Assistant / Arp Museum Bahnhof Rolandseck  


During his long life, Bernard Schultze (1915–2005) created a rich work that encompasses nearly all artistic media as well as writings and poetry. Thanks to his inexhaustible creativity, today he is regarded as a pioneer of gestural abstract art (Art Informel) and is among the most important artists of the twentieth century. In the 1960s Schultze created his Migofs, three-dimensional color formations reminiscent of monsters or ghosts. 


For the project series Schultze Projects created in memory of Bernard Schultze and his wife Ursula (Schultze-Bluhm), Avery Singer (*1987) developed a new work for the Museum Ludwig, which will be on view starting in October 2019. Like Schultze before her, Singer has created a new formal language of her own. She uses software to create 3D images and transfers them to canvas using an airbrush, acrylic paint, and tape. 


On this night you can learn more about both artists and also get creative yourself.

Do 17.00 Uhr Langer Donnerstag
Sampling: Wade Guyton / Dan Bodan
Datum: Donnerstag, 05. Dezember, 17:00 Uhr
Preis: 7,00 €
Veranstalter: Museum Ludwig
Zielgruppe: Alle

18–21h Kunst:Dialoge in der Ausstellung WADE GUYTON: ZWEI DEKADEN MCMXCIX-MMXIX


20h DJ Set von Dan Bodan in der Ausstellung WADE GUYTON: ZWEI DEKADEN MCMXCIX-MMXIX 


Seit zwei Jahrzehnten schöpft der US-amerikanische Künstler Wade Guyton aus dem endlosen und sich stetig erweiternden Bildpool der Kunstgeschichte und Massenmedien. Bezüge zur Pop Art, Minimal Art oder Konzeptkunst, Architektur- und Designgeschichte


lassen sich in seinem Werk ebenso finden wie Zeitungswebsites und iPhone-Werbung. Beim Bedrucken traditioneller Bildträger wie von Leinwänden oder Katalogseiten eignet er sich massenhaft reproduzierte Bilder an und unterzieht sie einem künstlerischen „Sampling“. Durch die Verbindung von analogen und digitalen Bildtechnologien, Produktionsprozessen und Reproduktionsverfahren, die mitunter dem Zufall unterworfen sind, wirft er Fragen nach künstlerischer Autonomie, Autor*inschaft und Authentizität auf.


Ähnliches passiert, wenn Dan Bodan am Pult Spur über Spur legt, Technobeats und Synthesizer mit jazzigen Klängen, sanfter Stimme und Lovesongs mischt, Tunes recycelt, sampelt, wiederholt, variiert und daraus Neues schafft. Der in Berlin lebende kanadische


„Songwriter mit digitalen Mitteln“ dichtet und komponiert an den Schnittstellen von Technologie und Menschlichkeit. Ab 20 Uhr spielt er an diesem Abend ein Set in den Räumen der Wade Guyton-Ausstellung.


Das Team der Kunst:Dialoge freut sich den gesamten Abend über auf Ihre Fragen und Gespräche zum Künstler Wade Guyton und seinen Werken.


 


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6–9 p.m. Kunst:Dialoge in the exhibition WADE GUYTON: ZWEI DEKADEN MCMXCIX-MMXIX


8 p.m. DJ set by Dan Bodan in the exhibition WADE GUYTON: ZWEI DEKADEN MCMXCIX-MMXIX 


For two decades the American artist Wade Guyton has drawn from the endless and ever-expanding pool of images from art history and mass media. References to Pop Art, Minimal Art, Conceptual Art, as well as the history of architecture and design can be found in his work along with newspaper websites and iPhone advertisements. When printing on traditional media such as canvases or catalogue pages, he appropriates mass-reproduced images and subjects them to an artistic “sampling.” By combining analogue and digital imaging technologies, production processes, and reproduction processes, which sometimes also incorporate randomness, he raises questions about artistic autonomy, authorship, and authenticity.


Something similar happens when Dan Bodan DJs, mixing techno beats and synthesizers with jazzy sounds, a gentle voice, and love songs—recycling, sampling, repeating, varying, and creating something new. The Berlin-based Canadian “songwriter with digital tools” writes and composes at the intersection of technology and humanity. On this evening, starting at 8 p.m. he will play a set in the Wade Guyton exhibition.


The Kunst:Dialoge team looks forward to your questions and discussions on the artist Wade Guyton and his works throughout the evening.

Do 17.00 Uhr Langer Donnerstag
Körper_Bilder
Datum: Donnerstag, 02. Januar, 17:00 Uhr
Veranstalter: Museum Ludwig
Zielgruppe: Erwachsene

17–22 Uhr Leseecke
18–21 Uhr Offener Zine-Workshop
18/18.30/19 Uhr Führungen zum Thema Körper im Museum
20 Uhr Filmvorführung und anschließendes Gespräch mit Holla e. V. im Kino

Der Lange Donnerstag im Januar dreht sich um Körperbilder. Wer oder was bestimmt unsere Vorsätze für das neue Jahr in Hinblick auf unsere Körper? Wir selbst! Doch die Realität sieht oft anders aus: Menschen werden aufgrund ihrer Körper innerhalb einer Gesellschaft ungleich behandelt. Normen und eurozentrische Schönheitsvorstellungen prägen in Deutschland den Blick auf Körperformen, Behaarungen, Be_Hinderungen, Hautfarben und Gender und bereiten damit den Boden für Diskriminierungen und Marginalisierungen. An diesem Abend geht es in einer Gesprächsrunde um persönliche Erfahrungen und politischen Aktivismus rund um Body Positivity und Self-Love.


Auch das Museum ist voller Darstellungen von Körpern: Welche Normen hinter diesen stecken bzw. wie Künstler*innen mit ihnen brechen, erfahren Sie in Kurzführungen. Eine Leseecke bietet Raum sich zurückzuziehen und die Bücherauswahl zum Themenabend durchzublättern. Wer die gesammelten Eindrücke in materieller Form mit nach Hause nehmen möchte, gestaltet ein eigenes Zine aus Collagen.


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5–10 p.m. Reading area
6–9 p.m. Open zine workshop
6, 6:30, 7 p.m. Guided tours themed around the body in the museum
8 p.m. Film screening followed by a talk with Holla e. V. in the auditorium

This Late Night Thursday event in January will focus on body images. Who or what determines our New Year’s resolutions regarding our bodies? Ourselves! But reality is often different: Within a society, people are treated unequally based on their bodies. In Germany, our perspective on body shapes, hair, dis_abilities, skin color, and gender is shaped by norms and Eurocentric concepts of beauty, thus paving the way for discrimination and marginalization. This evening will feature a discussion about personal experiences and political activism related to body positivity and self-love.

The museum is also full of depictions of bodies: On short tours we’ll explore the norms that underlie them and how artists break with them. A reading area will offer space to relax and browse a selection of books related to the evening’s theme. Those who want to take their impressions home with them in material form can create their own zine of collages.