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Diese Woche heute alle
Für: Erwachsene
Teilnahme: 5,00€ Ermäßigt: 3,00€

Mitglieder der freunde Eintritt frei

Von: Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig
Ausstellung: Yayoi Kusama

Im Rahmen der Sonderausstellung „Yayoi Kusama“ im Museum Ludwig wird der Experimentalfilm „Kusama’s Self-Obliteration“ gezeigt, begleitet vom deutschen Filmkritiker und Filmwissenschaftler Daniel Kothenschulte, der als Experte die Veranstaltung begleiten wird und uns thematischen Input zur Filmvorführung gibt.


Platon hat uns den Mythos von den Kugelmenschen überliefert. Zur Freude der Götter hatten unsere Vorfahren Körper in der reinsten Form, die sie kannten, nämlich Kugeln. Mit zwei Armen und zwei Beinen, die herausragten konnten sie sich fortbewegen und sie besaßen gleich drei Geschlechter. Dadurch waren sie sehr mobil und stellten sogar die Vormacht der Götter in Frage. Das konnten sich diese wiederum nicht gefallen lassen und teilten die Menschen in zwei Teile. Diese Teilung in Mann und Frau schuf die moderne Sehnsucht nach Liebe, da jeder Mensch nur noch eine „halbe Kugel“ war, die unentwegt ihr passendes Gegenstück suchte.


Auch Yayoi Kusama liebt die Kreisform, und wie mir scheint, möchte sie uns etwas von unserem Kugelleben zurückgeben, in dem sie uns mit Punkten überschüttet und uns in endlose Räume einlädt, in denen wir uns zugleich finden und verlieren.


Ihr Thema seit den 60er Jahren ist die Selbstauflösung, die historisch mit einer globalen Sehnsucht nach Befreiung zusammenfiel. Zeitgleich mit der internationalen Fluxus-Bewegung und der aus Kalifornien in die Welt ausstrahlenden psychedelic movement, sorgte sie mit multimedialen Performances und Nackt-Happenings für Aufsehen. Kindheitserinnerungen an flackerndes Licht und Halluzinationen entwickelte sie zu immersiven, kollektiven Erfahrungen, die wiederum das Interesse eines jungen Experimentalfilmers weckten. Jud Yulkut, der Kusamas frühe Performances in den USA filmte, ist vor allem für seine Zusammenarbeit mit Nam June Paik bekannt, von dem das Museum Ludwig wichtige Werke besitzt. Die Vorführung von Yulkuts 23-minütigem Film „Kusama’s Self-Obliteration“ ist also auch eine Begegnung mit der blühenden, nach psychedelischem Ausdruck suchenden Filmkunst jener Zeit.

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  • Von Kopf bis Fuß
  • Aufgetischt – Von Spoerri bis Onur
16 17
  • KunstBewusst-Gespräch mit Daniel Kothenschulte nach Filmvorführung von „Kusama´s Self-Obliteration“ (Jud Yalkut, 1967)
18
  • KUNST+KIND
    Smile! Sonderausstellung
  • Yayoi Kusama: Werke aus 70 Jahren
19
  • Yayoi Kusama
20
  • Über Worte zu Bildern – vertiefende Führung
21 22
  • Yayoi Kusama: Werke aus 70 Jahren
  • Familienführungen voller Staunen (Familien mit Kindern ab 5 Jahren)
23 24 25
  • Yayoi Kusama
  • Yayoi Kusama: Werke aus 70 Jahren
26
  • Yayoi Kusama
  • KUNSTSPÄTI
    Kusama. Dots into infinity
  • Tüpisch Türkisch Nr. 20
    One of Those Days When Hemme Dies (Hemme’nin öldüğü günlerden biri)
27
  • Tüpisch Türkisch Nr. 20
    Empire of the Rabbits (Tavşan İmparatorluğu)
  • Tüpisch Türkisch Nr. 20
    New Dawn Fades (Yeni Şafak Solarken)
28
  • Tüpisch Türkisch Nr. 20
    When the Walnut Leaves Turn Yellow (Demo ke pelê gozan benî zer)
  • Tüpisch Türkisch Nr. 20
    Pinkmink presents
29
  • Yayoi Kusama: Werke aus 70 Jahren
  • Bilder aus dem Depot - Werkvorlagen im Studienraum des Museum Ludwig: Janice Mitchell zu J. N. Choates Fotografien von Kindern der Chiricahua Apachen vor und nach der Einschulung an der Carlisle Indian Industrial School (1886/1887)
  • Tüpisch Türkisch Nr. 20
    Sound Dreams of Istanbul
  • Tüpisch Türkisch Nr. 20
    Spurensuche – Zwei Dokumentarfilme
  • Tüpisch Türkisch Nr. 20
    The Things You Kill (Öldürdüğün Şeyler)
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