Lectures

We of­fer a va­ri­e­ty of lec­tures and talks fo­cused on our spe­cial ex­hi­bi­tions and the col­lec­tion.

"Kun­st­Be­wusst"

Kun­st­Be­wusst is a se­ries of talks or­ganized by the Friends of the Wall­raf-Richartz Mu­se­um and the Mu­se­um Lud­wig as­so­ci­a­tion along with the Fritz Thyssen Foun­da­tion.

Good art leaves ques­tions open-end­ed. You’ll find fas­ci­nat­ing an­sw­ers ev­ery week in this lec­ture se­ries. Whether a clas­sic lec­ture by a spe­cial­ist on one of the cur­rent ex­hi­bi­tions, an artist talk, an overarch­ing dis­cus­sion on the theme of “mu­se­um and col­lec­tion,” a per­for­mance on the mu­se­um’s roof ter­race, or one of many other pre­sen­ta­tion­s—the se­ries al­ways of­fers sur­pris­ing and high­ly in­for­ma­tive con­tri­bu­tions on cur­rent is­sues and top­ics. Pre­vi­ous guests have in­clud­ed Ivan Nagel, Gott­fried Böhm, Frie­drich Kittler, Wil­libald Sauer­län­der, Die­drich Died­erich­sen, Dou­glas Crimp, Tho­mas Mei­necke, David Hock­ney, Katha­ri­na Sieverd­ing, Neo Rauch, Hans Belt­ing, Wim Crouwel, and Tho­mas Ruff.

"Art in Con­text"

With "Art in Con­text" the Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst am Mu­se­um Lud­wig, the pa­tron's club, in­vites you to a se­ries of public events de­vot­ed to cur­rent trends in art. Ex­perts and rep­re­sen­ta­tives of the in­ter­na­tio­n­al art scene dis­cuss se­lect­ed themes in art the­o­ry and prac­tice. The lec­ture se­ries high­lights the hetero­gene­i­ty of cur­rent artis­tic de­vel­op­ments and sheds light on their dif­fer­ent po­si­tions.

Tue 19.00 h Vortrag
Date: Dienstag, 07. Februar, 19:00 Uhr
Speaker: Dr. Julian Heynen
Promoter: Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig
Audience: Erwachsene
Meeting point: Kino im Museum, 1. Etage

Der Vortrag beschäftigt sich sympathisierend-kritisch mit diesem neueren Bild des Künstlers und der Frage nach der Undarstellbarkeit der Shoa. Hat Richter einen glaubwürdigen Weg gefunden, sich mit seinen malerischen Mitteln diesem Thema zu nähern oder ist er (vielleicht notwendig) daran gescheitert? Und was ist der Stand der Debatte um die Darstellbarkeit der Nazi-Verbrechen, vor deren Hintergrund Richter sein Bild malte?
Julian Heynen war u. a. Ausstellungsleiter der Kunstmuseen Krefeld und künstlerischer Leiter von K21 Kunstsammlung NRW.

Tue 19.00 h Vortrag
Date: Dienstag, 14. Februar, 19:00 Uhr
Speaker: Milo Rau
Promoter: Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig
Audience: Erwachsene
Meeting point: Kino im Museum, 1. Etage

Was bedeutet uns das Elend der Anderen? Warum schauen wir es uns an? Was heisst Zeugenschaft, was Mitgefühl - und wo beginnt der Voyeurismus? Mit dem Vortrag "Über die Bilder“ versucht Milo Rau, ins Herz seiner künstlerischen Arbeit vorzudringen: zu den ikonografischen Bildern aus Kriegs- und Krisensituationen, die für den Künstler immer wieder zum Anlass von Recherchen vor Ort wurden, zuletzt in "Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs" (das von dem Bild des toten Aylan ausging) oder in „Empire“ (dessen Verwendung der Bilder syrischer Folteropfer umstritten war). Die finsteren Bild-Archive der Kriege und die Selbst- und Fremdzeugnisse der Täter und Opfer werden zum Anlass, einen Abriss von Raus theatralischer Arbeit zu geben - und ihrer zentralen Obsession: dem Mysterium der Gewalt und den möglichen künstlerischen Wege, die aus dieser hinausführen. „Das Kino ist die einzige Art und Weise, sich Rechenschaft abzulegen, dass ich als Ich eine Geschichte habe“, schrieb Godard im 3. Band seiner „Histoire(s) du Cinéma“. In "Über die Bilder“ untersucht Rau sein Theater als Fahrtenschreiber einer genauso individuellen wie universalen Geschichte der Anschauens und Angeschaut-Werdens.
Milo Rau ist Regisseur, Theaterautor, Journalist und Wissenschaftler.

Tue 19.00 h Vortrag
Date: Dienstag, 21. Februar, 19:00 Uhr
Speaker: Dr. Janina Nentwig
Promoter: Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig
Audience: Erwachsene
Meeting point: Kino im Museum, 1. Etage

Mitten in den Revolutionswirren von 1918 gründeten Maler, Bildhauer und Architekten die Novembergruppe als „Vereinigung der radikalen bildenden Künstler“. Ihr wichtigstes Ziel war die „engste Vermischung von Volk und Kunst“, um die neue demokratische Gesellschaft nach dem Zusammenbruch des Kaiserreiches mitzugestalten. Zu den Gründungsmitgliedern gehörte auch Otto Freundlich, der die Ideale der Gruppe teilte und an ihrer ersten großen Ausstellung im Rahmen der „Kunstausstellung Berlin“ teilnahm. Doch bereits ein Jahr später kritisierte Freundlich die Novembergruppe und erklärte seinen Austritt. Was monierte Freundlich? Warum beteiligte er sich dennoch 1921 und 1931 an den Ausstellungen der Novembergruppe? Und wie reagierte das Publikum auf die Werke Freundlichs und der Novembergruppe?
Dr. Janina Nentwig arbeitet am Forschungsprojekt zur Novembergruppe an der Berlinischen Galerie.