Abbildung: Menschen in Saal

Vorträge

Zu unseren Ausstel­lun­gen und der ständi­gen Samm­lung bi­eten wir ein viel­seitiges Vor­tragspro­gramm an.

„Kun­st­Be­wusst“

Un­ter dem Ti­tel „Kun­st­Be­wusst" ve­r­an­s­tal­ten die Fre­unde des Wall­raf-Richartz-Mu­se­ums und des Mu­se­ums Lud­wig e.V. und die Fritz Thyssen Stif­tung ge­mein­sam eine Vor­trags­rei­he. Gute Kunst lässt Fra­gen of­fen. Diese auf in­teres­sante Weise zu beant­worten leis­tet jede Woche diese Vor­trags­rei­he.

Sei es ein klas­sisch­er Ex­perten­vor­trag zu ein­er aktuellen Ausstel­lung, ein Kün­st­lerge­spräch, ein über­greifen­d­er Vor­trag zur The­matik „Mu­se­um und Samm­lung", eine Hör­spielper­for­mance auf der Dachter­rasse des Mu­se­um Lud­wig und vie­les mehr – im­mer wied­er gibt es über­raschende und höchst in­for­ma­tive Beiträge zu den In­hal­ten und The­men. Gäste in der Rei­he waren bish­er u.a. Ivan Nagel, Gott­fried Böhm, Frie­drich Kittler, Wil­libald Sauer­län­der, Die­drich Died­erich­sen, Dou­glas Crimp, Tho­mas Mei­necke, David Hock­ney, Katha­ri­na Sieverd­ing, Neo Rauch, Hans Belt­ing, Wim Crouwel und Tho­mas Ruff.

„Kunst im Kon­tex­t“

Mit „Kunst im Kon­tex­t“ lädt die Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst am Mu­se­um Lud­wig zur Au­sei­nan­derset­zung mit aktuellen Ten­denzen ein. Es sprechen Ak­teure und Ex­perten der in­ter­na­tio­nalen Kun­st­szene über aus­gewählte The­men in The­o­rie und Praxis der Kunst.

Di 19.00 Uhr Vortrag
Datum: Dienstag, 21. Februar, 19:00 Uhr
Referent: Dr. Janina Nentwig
Veranstalter: Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum, 1. Etage

Mitten in den Revolutionswirren von 1918 gründeten Maler, Bildhauer und Architekten die Novembergruppe als „Vereinigung der radikalen bildenden Künstler“. Ihr wichtigstes Ziel war die „engste Vermischung von Volk und Kunst“, um die neue demokratische Gesellschaft nach dem Zusammenbruch des Kaiserreiches mitzugestalten. Zu den Gründungsmitgliedern gehörte auch Otto Freundlich, der die Ideale der Gruppe teilte und an ihrer ersten großen Ausstellung im Rahmen der „Kunstausstellung Berlin“ teilnahm. Doch bereits ein Jahr später kritisierte Freundlich die Novembergruppe und erklärte seinen Austritt. Was monierte Freundlich? Warum beteiligte er sich dennoch 1921 und 1931 an den Ausstellungen der Novembergruppe? Und wie reagierte das Publikum auf die Werke Freundlichs und der Novembergruppe?
Dr. Janina Nentwig arbeitet am Forschungsprojekt zur Novembergruppe an der Berlinischen Galerie.

Di 19.00 Uhr Vortrag
Datum: Dienstag, 07. März, 19:00 Uhr
Referent: Hubertus Butin
Veranstalter: Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum, 1. Etage

Farbtafelbilder als künstlerisches Konzept und bildnerische Gestaltungsform nehmen in Richters Œuvre eine zentrale Stellung ein. Der Vortrag wird diese Gemälde und Druckgrafiken mit Werken anderer Künstler vergleichen und die für Richter grundlegenden Aspekte herausarbeiten: die Idee der Farbe als Readymade durch die Verwendung von Farbmusterkarten als Vorlagen, die Anwendung streng serieller Rasterstrukturen, das Konzept des Zufalls als bildkonstituierendes Prinzip, die Ablehnung traditioneller Farbtheorien und die weitgehende Ausschaltung subjektiver Kategorien. Die Radikalität dieser Arbeiten scheint auch im Kölner Domfenster noch auf.
Hubertus Butin ist Kunsthistoriker, Ausstellungskurator und Richter-Experte.

Di 19.00 Uhr Vortrag
Datum: Dienstag, 21. März, 19:00 Uhr
Referent: Dr. Nina Schallenberg
Veranstalter: Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kasse

Gemeinsam veranstaltet mit der Fritz Thyssen Stiftung.

Otto Freundlich gehörte nicht nur in der Malerei zur Spitze der Avantgarden, sondern auch in der Skulptur. Insbesondere in seinen abstrakten Werken hinterfragte er die gesellschaftliche Aktualität moderner Skulptur bis ins kleinste formale Detail. Der Vortrag stellt Otto Freundlichs abstraktes bildhauerisches Schaffen im Spiegel seiner Zeit vor.

Dr. Nina Schallenberg ist Kuratorin am Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen