Filmgeschichten

Spiel – Geld – Müßig­gang

Filme erzählen Geschicht­en und sind gleichzeitig Ab­bild von Geschichte. Mit der Rei­he Filmgeschicht­en präsen­tiert das Film­fo­rum regelmäßig filmhis­torische Pro­gramme, in de­nen aus­gewählte The­men und Mo­tive in den Blick genom­men und durch die Filmgeschichte ver­fol­gt wer­den. In der Kom­bi­na­tion von Klas­sik­ern und neuen Fil­men un­ter­schiedlich­er Herkunft wird die Viel­seitigkeit filmischen Erzäh­lens er­leb­bar. Wie ver­mit­telt der Film die Geschicht­en, die er erzählt? Welche Bildges­tal­tung und Blick­struk­tur fall­en auf? Und welche Filme gel­ten im Rah­men der Filmgeschichtsschrei­bung als dauer­haft und warum? Der Ki­nozuschauer ist ein­ge­la­den, den Blick für ver­schie­dene Film­sprachen und Le­sarten von filmischen Bildern zu schär­fen und Filmgeschichte neu zu ent­deck­en.

Nach­dem bere­its die Mo­tive Spiel und Geld beleuchtet wurde, wid­men wir uns zum Ab­sch­luss dem Müßig­gang im Film.

Hi­er kön­nen Sie das voll­ständige Pro­gramm down­loa­d­en

Sa 20.00 Uhr Film
Datum: Samstag, 24. Februar, 20:00 Uhr
Preis: 12,00 €
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

D 2017, 125‘, DCP, R: Gerrit Starczewski
Im Anschluss an den Film findet ein Filmgespräch mit Regisseur und Darsteller statt.

Pott Originale – Roadmovie ist eine Liebeserklärung an die unglaublichen Geschichten und Typen, die so vielleicht nur im Ruhrgebiet und beim Fußball zu finden sind. Und ein durch und durch verrücktes Machwerk von einem, dem diese Typen und Geschichten so ans Herz gewachsen sind.
Weitere Infos unter pottoriginale.de

So 15.00 Uhr Film
Datum: Sonntag, 25. Februar, 15:00 Uhr
Preis: 10,00 €
Veranstalter: Allerweltkino e.V.
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

TRK 2015; 83‘, DCP, OmdtU, R: Kazim Öz

In einem Gebirgsdorf in der Hozatregion bei Dersim lebt Großväterchen Zeynel – fast ein Jahrhundert alt – und Meister in zahlreichen Künsten: Instrumentenbau, Musizieren, Holzschnitzerei, Steinhauerei, das Verfassen von Gedichten, Eheführung und auch Imkerei. Opa Zeynel ist Verfasser zahlreicher populärer Lieder, seine Mitgifttruhen werden geschätzt und aufbewahrt. Die Instrumente, die er baut, kann er auch spielen: Baglama, Violine und die Langhalslaute Cura. Viele der traditionellen Steinhäuser in den Dörfern von Dersim wurden von diesem geschickten Mann erbaut. Die Dokumentation über Großvater Zeybnel und seine umfangreiche Familie gleicht der Reise von den Wurzeln einer Platane zu ihren Blättern. Und indem „White Sycamore“ neue Meister in der Nachfolge von Opa Zeynel entdeckt, zeugt er auch von familiären Banden, Sorgen und Freuden, die ihren Niederschlag in Melodien und Steinen finden.

Di 19.00 Uhr Film
Datum: Dienstag, 27. Februar, 19:00 Uhr
Preis: 2,50 €
Mitglieder der Freunde haben freien Eintritt
Veranstalter: Freunde des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig e.V. und der Fritz Thyssen Stiftung in Kooperation mit dem Filmforum NRW.
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

USA, F, B, CH 2017, 95‘, DCP, OmU, R: Raoul Peck
Mit einer Einführung von Dr. Barbara Engelbach anlässlich der Präsentation „Black Power – Flower Power“.

Das Fotografenehepaar Pirkle Jones und Ruth-Marion Baruch dokumentierten in den 1960er Jahren die bewegten Zeiten in San Francisco, als die Black Panthers aus der Bürgerrechtsbewegung hervorgingen und Hippies im Stadtteil Haight-Ashbury neue Lebens- und Arbeitsformen probten. Das Museum Ludwig zeigt erstmals das gesamte Konvolut von 51 Fotografien. Aus diesem Anlass wird die Dokumentation des Regisseurs Raoul Peck über den amerikanischen Schriftsteller James Baldwin gezeigt. Sie basiert auf Baldwins, Ende der 1970er Jahre begonnenem Buch über die drei Größen der US-Bürgerrechtsbewegung, Medgar Evers, Malcolm X und Martin Luther King, die in den 1960er Jahren ermordet wurden. Peck verbindet diesen aus dem Off eingesprochenen Text mit Dokumentationsmaterial, das Baldwins Engagement im Kampf gegen Rassismus und für Bürgerrechte zeigt, aber auch auf die aktuelle Situation in den USA verweist. Der Film lebt wesentlich von Baldwins brillanter Sprache, die im Filmschnitt des Regisseurs sein kongeniales Pendant findet.

Mi 19.00 Uhr Film
Datum: Mittwoch, 28. Februar, 19:00 Uhr
Veranstalter: ifs internationale filmschule köln im Rahmen des Filmforums NRW e.V.
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

D 2016,106‘, DCP, OF, R: Florian Eichinger
Anschließend Gespräch mit dem Regisseur Florian Eichinger über seine Arbeit, moderiert von Jattina von Puttkamer (ifs).

Ein Familientreffen auf einem Schiff wird zum Wendepunkt im Leben des 39-jährigen Ingenieurs Markus. Als sein Sohn Adam von der gemeinsamen Toilettenpause mit Großmutter Renate eine kleine Schnittwunde davonträgt, erinnert sich Markus zum ersten Mal daran, was seine Mutter ihm angetan hat, als er selbst noch ein Kind war. Markus und seine Frau Monika sehen sich mit einer undenkbaren Wahrheit konfrontiert, einem Vergehen, das man einer Mutter nicht zugetraut hätte.


Florian Eichingers dritter Spielfilm »Die Hände meiner Mutter« ist nach »Bergfest« und »Nordstrand« der letzte Teil einer filmischen Trilogie über die Verstrickungen von Familiengewalt. Eichinger ist »ein eminent wichtiges Filmwerk« (FBW Deutsche Film- und Medienbewertung) gelungen, ein packender und bewegender Spielfilm, der für starkes, innovatives deutsches Kino steht.


Weltpremiere feierte der Film auf dem 34. Filmfest München und wurde dort zweifach mit dem Förderpreis Neues Deutsches Kino ausgezeichnet. Florian Eichinger bekam den Preis für die Regie, Hauptdarsteller Andreas Döhler wurde für sein Schauspiel geehrt. »(…) Hier wird von einem Schmerz erzählt, der so immens und so nachvollziehbar ist, dass es umso mehr dieser ganz besonderen und stets feinen Erzählweise bedarf, dieser klugen Psychologie der Figuren, der präzisen Schauspielführung, welche sich in allen Szenen wiederfindet. Ein Film, bei dem uns immer wieder der Atem stockte (…)«, so die Begründung der Jury.


Der Regisseur und Drehbuchautor Florian Eichinger arbeitete nach seiner Ausbildung zunächst als Redakteur, bildete sich auf Workshops und Seminaren fort und ist heute auch als Produzent und Jurymitglied tätig (u. a. beim Filmfestival Max-Ophüls-Preis 2018 und beim Deutschen Drehbuchpreis). Er gilt als Spezialist für authentische, kraftvolle und überzeugende Charaktere.


An der ifs gibt Florian Eichinger vom 27.02. bis 02.03. unter dem Titel »Starke Charaktere spielen« einen Workshop für Schauspieler*innen.


Infos unter 0221-920188-231 oder info@filmschule.de