Filmgeschichten

Spiel – Geld – Müßig­gang

Filme erzählen Geschicht­en und sind gleichzeitig Ab­bild von Geschichte. Mit der Rei­he Filmgeschicht­en präsen­tiert das Film­fo­rum regelmäßig filmhis­torische Pro­gramme, in de­nen aus­gewählte The­men und Mo­tive in den Blick genom­men und durch die Filmgeschichte ver­fol­gt wer­den. In der Kom­bi­na­tion von Klas­sik­ern und neuen Fil­men un­ter­schiedlich­er Herkunft wird die Viel­seitigkeit filmischen Erzäh­lens er­leb­bar. Wie ver­mit­telt der Film die Geschicht­en, die er erzählt? Welche Bildges­tal­tung und Blick­struk­tur fall­en auf? Und welche Filme gel­ten im Rah­men der Filmgeschichtsschrei­bung als dauer­haft und warum? Der Ki­nozuschauer ist ein­ge­la­den, den Blick für ver­schie­dene Film­sprachen und Le­sarten von filmischen Bildern zu schär­fen und Filmgeschichte neu zu ent­deck­en.

Nach­dem bere­its die Mo­tive Spiel und Geld beleuchtet wurde, wid­men wir uns zum Ab­sch­luss dem Müßig­gang im Film.

Hi­er kön­nen Sie das voll­ständige Pro­gramm down­loa­d­en

Do 19.00 Uhr Film
Datum: Donnerstag, 18. Januar, 19:00 Uhr
Preis: 4,50 €
Reservierung: nsdok@stadt-koeln.de
2,00 € (Ermäßigt)
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

SU 1985, 146`, 35 mm, OmU, R: Elem Klimow
Mit einer Einführung von Dr. Karola Fings

Der international ausgezeichnete sowjetische Antikriegsfilm veranschaulicht wie kein anderer das Leid der Zivilbevölkerung unter deutscher Besatzung. Die Handlung spielt 1943 in Weißrussland und damit in jenem Teil der früheren Sowjetunion, der die größten Kriegsverluste zu verzeichnen hatte. Hauptfigur des Films ist der Jugendliche Florian, der sich gegen den Willen seiner Mutter den Partisanen anschließt. Zunächst scheinen das Leben im Wald und der Kampf gegen die Besatzer ein großes Abenteuer zu sein, doch im Laufe des Films erlebt der Junge ein Martyrium. Er findet in seinem Heimatdorf seine Mutter und Schwester tot vor, ermordet bei einer „Vergeltungsaktion“ von deutschen Einheiten aus SS, SD und Polizei. Später muss er miterleben, wie die Bevölkerung eines weiteren Dorfes bei lebendigem Leibe in einer Scheune verbrannt wird.


Die literarische Vorlage „Die Erzählung von Chatyn“ und das Drehbuch von Ales Adamowitsch beziehen sich, ohne dokumentieren zu wollen, auf den Massenmord der SS-Sondereinheit Dirlewanger am 22. März 1943 an den Bewohnern des Dorfes Chatyn in der Nähe von Minsk. Am Ende des Filmes wird darauf hingewiesen, dass während der Zeit der deutschen Besatzung in 628 Dörfern in Belarus Menschen Opfer solcher Massaker wurden.

Fr 19.00 Uhr Film
Datum: Freitag, 19. Januar, 19:00 Uhr
Preis: 8,00 €
Tickets & weitere Infos: www.homochrom.de
6,00 € (Ermäßigt)
Veranstalter: homochrom
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

USA 2017, 108‘, DCP, DF, R: Angela Robinson

Die wahre Geschichte des Dr. William Marston erzählt von einem unkonventionellen Leben: der Harvard-Psychologe, dessen Erfindung den modernen Lügendetektortest ermöglichte, erschuf 1941 die Comic-Figur Wonder Woman. Marston lebte in einer polyamorösen Beziehung mit seiner Ehefrau Elizabeth, die ebenfallsPsychologin und Erfinderin war, und Olive Byrne , einer ehemaligen Studentin. Wonder Woman war ein kraftvolles Vorbild, das die feministischen Ideale repräsentierte, nach denen auch Elizabeth und Olive lebten. Doch der Comic führte zu einer Kontroverse, deren Auswirkungen die Leben der drei Liebenden für immer veränderten. Die lesbische Filmemacherin Angela Robinson ("The L-Word") führte bei PROFESSOR MARSTON AND THE WONDER WOMEN nicht nur Regie, sondern verfasste auch das Drehbuch. An der Seite der Hauptdarsteller Luke Evans, Rebecca Hall und Bella Heathcote sind in weiteren Rollen unter anderem Connie Britton und Oliver Platt zu sehen

Fr 21.00 Uhr Film
Datum: Freitag, 19. Januar, 21:00 Uhr
Preis: 6,00 €
Tickets & weitere Infos: www.homochrom.de
5,00 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Filmforum NRW
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

D 2016, 60‘, DCP, dt.OF, R: P. Plastino & S. Riethauser
+ Kurzfilm LAST ADDRESS (USA 2010, 8‘, R: Ira Sachs)

Es war einmal ein alter Berliner Friedhof, wo die Brüder Grimm ihre ewige Ruhe gefunden haben. In diesem verzauberten Garten betreibt Ichgola Androgyn Deutschlands erstes Friedhofscafé. Ichgola (alias Bernd Boßmann, Mann/Frau, Kabarettist, langjähriger AIDSAktivist) organisiert auch die Bestattungen jenseits von religiösen Zugehörigkeiten, mit Schwerpunkt auf totgeborene Babys. Denn auf diesem Friedhof gibt es eine besondere Gedenkstätte, den "Garten der Sternenkinder": Ein wunderschönes Feld, wo Eltern einen Platz für ihr verlorenes Kind finden. Daneben ruhen die vielen Männer, die an AIDS gestorben sind und ein Stück Geschichte der Berliner Schwulenbewegung geschrieben haben. Wie nirgendwo anders wird auf dem buntesten Friedhof Deutschlands das Leben mit seinen Rätseln und seinen Schönheiten zelebriert.

Sa 19.00 Uhr Film
Datum: Samstag, 20. Januar, 19:00 Uhr
Preis: 7,00 €
5,00 € (Ermäßigt)
Veranstalter: „under the influence e.V.“ in Kooperation mit der Kino Gesellschaft Köln
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

USA 1976, 108‘, 35mm, OmU, R: John Cassavetes

Cosmo Vitelli (Ben Gazzara) ist Besitzer des Nachtclubs "Crazy Horse West". In einem Privatklub verspielt er einen geliehenen Kredit. Als Gegenleistung fordern die Schuldner einen Mord. Stümperhaft wird er zum Mörder und hat bald nicht nur die Polizei auf den Fersen, sondern auch die Gangster.


Im Rahmen der neuen Filmreihe stellen renommierte Regisseurinnen und Regisseure Filme vor, die sie maßgeblich beeinflusst haben. Im Anschluss laden wir Sie auf Drinks und ein Gespräch mit unserem Gast, Regisseur Nicolas Wackerbarth, ein.

Mi 19.00 Uhr Film
Datum: Mittwoch, 24. Januar, 19:00 Uhr
Veranstalter: ifs internationale filmschule köln im Rahmen des Filmforums NRW e.V.
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

D 2013, 91`, DCP, dt. OF, R: Antje Schneider, Carsten Waldbauer, P: Lichtblick Film
entwickelt im 2. Jahrgang der Masterclass Non-Fiction 2011/12

Anschließend Gespräch mit den Filmemacher*innen und ifs-Alumni Antje Schneider und Carsten Waldbauer, Produzent Carl-Ludwig Rettinger und ifs-Professor Uwe Kersken.


In der Masterclass Non-Fiction der ifs internationale filmschule köln entwickeln Journalisten und Filmemacher*innen dokumentarische Erzählungen vom Kino-Film bis zur TV-Doku. Im März 2018 entlässt die Masterclass zum fünften Mal einen Jahrgang Absolvent*innen. Aus diesem Anlass präsentieren wir eine Auswahl der realisierten Projekte und ihrer Macher*innen aus den bisherigen Jahrgängen. Den Auftakt macht der Dokumentarfilm DIE SCHÖNE KRISTA, der seine Premiere auf den Hofer Filmtagen feierte und u. a. mit dem Prädikat  »Besonders wertvoll« und dem VDAJ Kommunikationspreis ausgezeichnet und zudem für den Grimme-Preis und den Deutschen Filmpreis nominiert wurde. Krista ist mittleren Alters, Mutter dreier Kinder von drei verschiedenen Vätern, und sieht bezaubernd aus. »Diese Kuh hat alles, was wir von einer modernen Milchkuh verlangen. Gut im Fundament, scharf gebaut, eine großrahmige Hochleistungskuh«, charakterisiert der Preisrichter die Grand Champion und kürt Krista zur Schönsten Deutschlands. Eine Betrachtung, die so sonderbar anmutet und gleichzeitig wahr gemeint ist, dass man diese schwarz-weiß Gefleckte einfach näher kennenlernen muss. Ein Film aus dem Leben einer Kuh.


Realisiert wurde der abendfüllende Dokumentarfilm von Lichtblick Film und Lichtblick Media in Koproduktion mit ZDF, Das Kleine Fernsehspiel – u. a. gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW.

Do 10.00 Uhr Film
Datum: Donnerstag, 25. Januar, 10:00 – 17:00 Uhr
Preis: 210,00 €
Anmeldung und Info: http://www.hmr-international.de/
Veranstalter: BCMA DACH - Branded Content Marketing Association für Deutschland, Österreich und die Schweiz, Stadt Köln und HMR International
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

Durch die zunehmende Digitalisierung stehen Medienschaffende vor großen Herausforderungen. Lineare Inhalte verschmelzen mit Abrufangeboten, cross- und multimedialen Erweiterungen sowie digitalen Anwendungen wie Games oder Apps – und das mit nachhaltiger Wirkung auf Inhalte, Storytelling, Nutzungsverhalten, Markenerlebnisse und Geschäftsmodelle. Ziel des Großen Branded Content-Gipfels ist es, konkrete Best Practice-Beispiele für erfolgreichen Branded Content zu präsentieren und aktiv die Akteure der Medien- und Werbebranche mit denen der digitalen und kreativwirtschaftlichen zusammenzubringen, um so neue Impulse für eine sinnvolle Vernetzung zu geben und den Wissenstransfer und Dialog zu befördern.

Do 20.00 Uhr Film
Datum: Donnerstag, 25. Januar, 20:00 Uhr
Veranstalter: Filmforum NRW WDR
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

D 2017, 90’ , HD, dt.OF, R:Ulrike Brincker
Produktion: Lothar Schröder (beta bande), Redaktion: Jutta Krug (WDR)

Jason kämpft  mit Zahlen und Buchstaben, Asrin mit der Disziplin, Alireza mit der deutschen Sprache und Gina möchte irgendwann noch Abitur machen. Alle vier besuchen die Katholische Hauptschule Großer Griechenmarkt, den meisten Kölnern eher als "Kayjass" bekannt. Eine Kölner Institution - mitten in der Innenstadt. Im Karneval wird sie mit  "Dreimal null es null" besungen.


350 Schüler, 30 Nationen, 25 Lehrer. Eine Vorzeigeschule, aber auch möglicherweise eine sterbende Schule -  trotz aller Verdienste. Jedes Jahr müssen Schüler, Eltern und Lehrer zittern, ob es genug Neuanmeldungen für zwei fünfte Klassen mit jeweils achtzehn Kindern gibt.


Nach der Filmvorführung wird es ein Gespräch mit dem Filmteam, der Redaktion und weiteren Gästen geben begleitet von einem kleinen Umtrunk. Sendetermin ist der 21. Februar 2018.

Fr 20.00 Uhr Film
Datum: Freitag, 26. Januar, 20:00 Uhr
Preis: 7,00 €
Reservierung: info@kinogesellschaftkoeln.de
6,00 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Kino Gesellschaft Köln, unterstützt von der Film- und Medienstiftung NRW und der Stadt Köln.
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

D 2017, 81‘, DCP, engl.OmU, R: Claus Withopf

Anne Clark entzieht sich Kategorien und Klischees. Sie selbst sieht sich als Lyrikerin und Spoken-Word-Künstlerin. Weltweit wird sie als Pionierin der elektronischen Musik und des New Wave gefeiert und gilt vielen sogar als Wegbereiterin des Techno. Bereits die ersten Single-Auskopplungen gerieten zu Klassikern und beeinflussten Generationen von Musikern. Ungeachtet ihres Kultstatus ist Clark eine nahbare und sympathische Person geblieben, die hier einen tiefen Einblick in ihre Arbeitsweise gibt und sich mit großer Klarheit auch zu gesellschaftspolitischen Themen äußert. Der Film verwebt die Gespräche mit Archivaufnahmen und Konzertmitschnitten und stellt mit grafischen Mitteln immer wieder die Sprache selbst in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Nicht zuletzt ist er ein schönes Plädoyer dafür, sich weder persönlich noch künstlerisch verbiegen zu lassen. Luc-Carolin Ziemann – DOK Leipzig 2017.

Sa 19.00 Uhr Film
Datum: Samstag, 27. Januar, 19:00 Uhr
Preis: 7,00 €
Reservierung: info@kinogesellschaftkoeln.de
6,00 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Kino Gesellschaft Köln, unterstützt von der Film- und Medienstiftung NRW und der Stadt Köln.
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

D 2017, 90‘, DCP, dt. OF, R: David Spaeth

Bastian, in der DDR aufgewachsen, Vater eines behinderten Sohnes, giert sehnsüchtig nach dem scheinbar so unbeschwerten Lebensstil der Münchner Eltern. Er will seinen Sohn in einer traditionsreichen Elterninitiative mitten in München-Schwabing unterbringen. Bastian beschließt hochzustapeln. Er ändert seine Identität, um seinem Glück nachzuhelfen. Und es funktioniert! Mit hochgestylter Biographie und einem Inklusionskind wird er in die schicke und privat finanzierte Institution aufgenommen. Als er feststellt, dass auf dem Kinderhauskonto weit über eine viertel Million schlummert, baut er den anfänglichen Betrug auf abenteuerliche Weise aus. Er wird perfekter Vater, treuer Helfer, Karrierist, Finanzvorstand. Bis die Bombe platzt. Eröffnungsfilm DOK Leipzig 2017.

Sa 21.00 Uhr Film
Datum: Samstag, 27. Januar, 21:00 Uhr
Preis: 7,00 €
Reservierung: info@kinogesellschaftkoeln.de
6,00 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Kino Gesellschaft Köln, unterstützt von der Film- und Medienstiftung NRW und der Stadt Köln.
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

GB / IRL / D 2017, 115’, DCP, OmU, R: Sophie Fiennes

Sophie Fiennes‘ Film ist kein Rockumentary im klassischen Sinne, in dem die Geschichte von Aufstieg und Ruhm einer Rock-Celebrity als chronologischer Entwicklungsroman beschrieben wird. Fiennes verzichtet auf Archivmaterial und entwickelt „Grace Jones“ als Konzertfilm mit Reportage-Strecken, in denen die titelgebende Heroine bei Reisen in ihre Heimat Jamaika oder auf Tournee in Hotelzimmern Einblicke in ihren Alltag gewährt. Höhepunkte des Films sind allerdings jene Szenen, in denen die Urmutter aller Queer- und Transgender-Ästhetiken in surrealen Outfits herrisch über die Bühne stolziert und im Stroboskopgewitter den Taktstock schwingt: „Slave to the Rhythm!“ Viennale 2017.

So 15.00 Uhr Film
Datum: Sonntag, 28. Januar, 15:00 Uhr
Preis: 7,00 €
Reservierung: info@kinogesellschaftkoeln.de
6,00 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Kino Gesellschaft Köln, unterstützt von der Film- und Medienstiftung NRW und der Stadt Köln.
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

D 2017, 80‘, DCP, dt. OF, R: Corinna Belz
Regisseurin Corinna Belz im Anschluss im Gespräch

Ein Konzeptkünstler bei der Arbeit. Freie Kunst ist dem Spiel näher als dem Zeittakt industrieller, zweckorientierter Produktionsprozesse. Corinna Belz zeigt den Blick des Künstlers Hans-Peter Feldmann auf die Realität, ihre alltäglichen Objekte und Abbildungen. Durch kleine Verschiebungen, durch scheinbar sinnlose Handlungen, akribisches Sammeln, Zerstören und Ordnen wird der Alltag untersucht und aus den Angeln gehoben. Hier wird keine Geschichte erzählt, vielmehr eine Vielzahl von Geschichten, aus denen jeweils eine Szene gewählt und nach dem Zufallsprinzip montiert wurde. Was zählt, ist die Einheit von Ort und Zeit, was zählt ist der Moment, in dem der Künstler ganz bei sich ist.

So 18.00 Uhr Film
Datum: Sonntag, 28. Januar, 18:00 Uhr
Preis: 7,00 €
Reservierung: info@kinogesellschaftkoeln.de
6,00 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Kino Gesellschaft Köln, unterstützt von der Film- und Medienstiftung NRW und der Stadt Köln.
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

D / NL 2017, 95’,DCP, engl. OmU ,R: Karin Jurschick
Regisseurin Karin Jurschick und Produzentin Birgit Schulz zu Gast.

Warum ist das Leben eines Feuerwehrmanns, der am 11. September als Held in den Twin Towers ums Leben kam, etwa eine Million Euro weniger wert als das eines Börsenmaklers? Wie viel Geld sollte der Ölmulti BP den Fischern und ihren Familien bezahlen, die als Folge der größten Ölkatastrophe der Geschichte um ihre Existenz kämpfen? Fragen, die eigentlich unbeantwortbar und fast zynisch scheinen. Nicht für Amerikas berühmtesten Entschädigungsspezialisten: Anwalt und Mediator Ken Feinberg. „Playing God“ zeigt mehr als nur die Geschichte eines bisweilen allmächtig wirkenden, aber immer scharfsinnigen, charismatischen Akteurs: Was passiert innerhalb unserer westlichen Wertesysteme, wenn Wirtschaftsinteressen und persönliche Schicksale durch Tragödien ineinander greifen? Ein tiefer Einblick in die Seele der amerikanischen Gesellschaft und eine Frage an unser aller Wertesystem.

Di 19.00 Uhr Film
Datum: Dienstag, 27. Februar, 19:00 Uhr
Referent: Dr. Barbara Engelbach
Veranstalter: Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum, 1. Etage

Film mit Einführung anlässlich der Ausstellung „Black Power – Flower Power“. Gemeinsam veranstaltet von den Freunden und der Fritz Thyssen Stiftung sowie in Kooperation mit dem Filmforum NRW.

Das Fotografenehepaar Pirkle Jones und Ruth-Marion Baruch dokumentierten in den 1960er Jahren die bewegten Zeiten in San Francisco, als die Black Panthers aus der Bürgerrechtsbewegung hervorgingen und Hippies im Stadtteil Haight Ashbury neue Lebens- und Arbeitsformen probten. Das Museum Ludwig zeigt erstmals das gesamte Konvolut von 51 Fotografien. Aus diesem Anlass wird die Dokumentation des Regisseurs Raoul Peck über den amerikanischen Schriftsteller James Baldwin gezeigt. Sie basiert auf Baldwins, Ende der 1970er Jahre begonnenem Buch über die drei Größen der US-Bürgerrechtsbewegung, Medgar Evers, Malcolm X und Martin Luther King, die in den 1960er Jahren ermordet wurden. Peck verbindet diesen aus dem Off eingesprochenen Text mit Dokumentationsmaterial, das Baldwins Engagement im Kampf gegen Rassismus und für Bürgerrechte zeigt, aber auch auf die aktuelle Situation in den USA verweist. Der Film lebt wesentlich von Baldwins brillanter Sprache, die im Filmschnitt des Regisseurs sein kongeniales Pendant findet.