Filmgeschichten

Spiel – Geld – Müßig­gang

Filme erzählen Geschicht­en und sind gleichzeitig Ab­bild von Geschichte. Mit der Rei­he Filmgeschicht­en präsen­tiert das Film­fo­rum regelmäßig filmhis­torische Pro­gramme, in de­nen aus­gewählte The­men und Mo­tive in den Blick genom­men und durch die Filmgeschichte ver­fol­gt wer­den. In der Kom­bi­na­tion von Klas­sik­ern und neuen Fil­men un­ter­schiedlich­er Herkunft wird die Viel­seitigkeit filmischen Erzäh­lens er­leb­bar. Wie ver­mit­telt der Film die Geschicht­en, die er erzählt? Welche Bildges­tal­tung und Blick­struk­tur fall­en auf? Und welche Filme gel­ten im Rah­men der Filmgeschichtsschrei­bung als dauer­haft und warum? Der Ki­nozuschauer ist ein­ge­la­den, den Blick für ver­schie­dene Film­sprachen und Le­sarten von filmischen Bildern zu schär­fen und Filmgeschichte neu zu ent­deck­en.

Nach­dem bere­its die Mo­tive Spiel und Geld beleuchtet wurde, wid­men wir uns zum Ab­sch­luss dem Müßig­gang im Film.

Hi­er kön­nen Sie das voll­ständige Pro­gramm down­loa­d­en

Sa 19.15 Uhr Film
Datum: Samstag, 21. Januar, 19:15 Uhr
Preis: 8,00 €
6,00 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Filmforum NRW homochrom
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

AU 2015, 72‘, DCP, OmU, R: Jon Leahy

SKIN DEEP ist eine dramatische Komödie über Freundschaft und den Mut, zu sich selbst zu stehen. Die Story unterhält gänzlich unerwartet: Leah, plötzlich in einer fremden Stadt auf sich alleine gestellt, bekommt ihr Leben an einem Tag und einer Nacht von der quirligen Lesbe Caitlin auf den Kopf gestellt. Die eine, sehr vernünftig und eher vorsichtig, die andere lebensfroh und spontan. Als sich Leah und Caitlin in einem Plattenladen die gleiche CD greifen, beginnt eine nicht alltägliche Bekanntschaft und eine unvergessliche Tour durch die australische Stadt Newtown, samt alkoholischer Exzesse, unbequemer Wahrheiten und Spontan-Tattoos. Als Caitlin ihrer Ex samt neuer Freundin in die Arme läuft, führt dies zu Spannungen zwischen allen Beteiligten… und vieles, was verborgen lag, wird nun ans Licht gezerrt... Herzergreifend, warm und voller Lebensfreude.

Sa 21.00 Uhr Film
Datum: Samstag, 21. Januar, 21:00 Uhr
Preis: 8,00 €
6,00 € (Ermäßigt)
Veranstalter: homochrom
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

5 Kurzfilme aus BRA, MEX, USA, 2015 & 2016, 90‘, DCP, OmU

Fünf spanisch-sprachige Kurzfilme, fünf Mal Romantik, Erotik und Provokation, die an- und erregen, erheitern und erröten lassen... Auch der fünfte, diesmal lateinamerikanische Teil der beliebten LIEB-MICH!-Kurzfilmreihe lohnt, gesehen zu werden und diese Shorts beweisen: Auch kurz ist sexy!

Mi 19.30 Uhr Film
Datum: Mittwoch, 25. Januar, 19:30 Uhr
Preis: 7,50 €
6,00 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Kino Gesellschaft Köln in Zusammenarbeit mit der Eckhard Busch Stiftung
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

D 2015, 103‘, DCP, R: Theresa von Eltz, mit: Jella Haase, Paula Beer, Jannis Niewöhner
Zu Gast: Dr. Petra Walger, Uniklinik Köln

Weihnachten – das Fest der Liebe und die Zeit der Harmonie und Geborgenheit. Weil bei ihnen zu Hause die Familienkonflikte kurz vor Weihnachten eskalieren, verbringen vier sehr unterschiedliche Jugendliche dieses Jahr Heiligabend in der Psychiatrie.


Zu ihrem Glück steht ihnen der unkonventionelle Arzt Dr. Wolff zur Seite, der in allen Vier ihre Stärken sieht und ihnen mehr zutraut als sie sich selbst. Gemeinsam erleben sie ein Weihnachten, dass sie nie vergessen werden – voller Trotz und Traurigkeit, aber auch voller Ironie und Überraschungen.

Do 20.15 Uhr Film
Datum: Donnerstag, 26. Januar, 20:15 Uhr
Preis: 8,00 €
6,00 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Filmforum NRW homochrom
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

D 2016, 82‘, DCP, OmU, R: Jules Herrmann, mit: Godehard Giese, Alain Denizart, Adeline Moreau
Gäste: Regisseurin Jules Herrmann und Hauptdarsteller Godehard Giese

Der Lehrer Antek Liebmann lässt sein Leben in Deutschland hinter sich und mietet sich im sommerlichen Nordfrankreich ein. Von seinem Vermieter Antoine erfährt er, dass in den umliegenden Wäldern ein Mörder sein Unwesen treibt. Einer dunklen Vorahnung folgend zieht es Antek auf einem seiner Spaziergänge in das Unterholz, wo er eine gefährliche Entdeckung macht. Er freundet sich mit seiner attraktiven Nachbarin Geneviève und dem fröhlichen Sébastien an. Keiner der beiden ahnt, dass Antek in seinem Heimatland ein furchtbares Geheimnis zurückgelassen hat. Leichte Sommertage gehen über in nächtliche Abstürze oder eröffnen kurze Ausflüge in Parallelwelten. Erst als eine neue Liebe möglich wird, scheint Antek einen Weg aus dem Dunkel zu erspüren. Doch bevor er ein neues Leben beginnen kann, muss er die Geister seiner Vergangenheit heraufbeschwören und sie bezwingen.


LIEBMANN ist ein ruhiges Drama. Wie das schillernde Gefieder des Pfaus folgt auch die filmische Erzählung so klaren wie überraschenden Strukturen. Dem Film gelingt ein sanfter Blick in die zerbrechliche Gefühlswelt des Protagonisten, der schließlich einen eigenen Weg findet, sich seiner Vergangenheit zu stellen. Der Film, der von der Kölner Firma Ester.Reglin.Film koproduziert wurde, ist für den Nachwuchspreis beim Europäischen Filmpreis 2016 nominiert.

Fr 20.00 Uhr Film
Datum: Freitag, 27. Januar, 20:00 Uhr
Preis: 7,00 €
6,00 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Kino Gesellschaft Köln
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

D 2016, 90‘, DCP, OmU, R: Klaus Martens
Klaus Martens zu Gast

Im April 1942 begegnet die 19jährige Lillian einem deutschen Soldaten aus Wuppertal. Helmut ist augenblicklich in Lillian verliebt, und Lillian geht es ebenso. Die Liebe eines norwegischen Mädchens zu einem deutschen Soldaten gilt als Verrat. Ihre Zuneigung zu Helmut macht ihr ein schlechtes Gewissen. Als sie erfährt, dass in ihrem Dorf eine jüdische Familie deportiert worden ist, stellt sie ihn zu Rede und will die Beziehung beenden. Helmut bleibt zunächst stumm. Dann ringt er ihr ein Versprechen ab: niemals dürfe sie mit einem anderen Menschen darüber sprechen, was er ihr jetzt sagen wird.


„Meine Mutter“, sagt Helmut, „ist auch Jüdin. Ich selbst bin noch unentdeckt geblieben und halte mich in der Wehrmachtsuniform versteckt.“ Lillian schwört, immer bei ihm zu bleiben; ein Schwur, mit dem eine der dramatischsten Liebesgeschichten beginnt, die dieser Krieg hervorgebracht hat. Denn nach dem Abzug der Deutschen bleibt Lilian zurück in Norwegen und macht sich nach dem Ende des Krieges auf nach Deutschland, um Helmut zu suchen.

Sa 18.00 Uhr Film
Datum: Samstag, 28. Januar, 18:00 Uhr
Preis: 7,00 €
6,00 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Kino Gesellschaft Köln
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

D 2016, 89‘, DCP, OmeU, R: Liliana Marinho de Sousa
Regisseurin, Cutterin und Kameramann zu Gast

Daya Al-Taseh ist eine VideoaktivistInnen-Gruppe, die aus 4 syrischen FreundInnen besteht und in Gaziantep lebt, einer türkischen Stadt nahe der syrischen Grenze. Im Geheimen produziert sie erfolgreich Satiresketche über den Islamischen Staat und veröffentlicht diese online. Obwohl die Gruppe tagein tagaus über Soziale Medien bedroht wird, verliert sie weder ihren Humor noch die Motivation, ihre aktivistische Arbeit fortzuführen.


Nachdem sich konkrete Drohungen häufen, beschließt die Gruppe in Istanbul unterzutauchen und dort eine größere Produktion aufzuziehen – eine satirische TV Nachrichtenshow, die im syrischen Sender Aleppo TV Today ausgestrahlt werden soll.


Unerwartete Ereignisse, Betrugsfälle und unsichtige Machenschaften erschweren die Arbeit und setzen die Freunde enorm unter Druck.

Sa 21.00 Uhr Film
Datum: Samstag, 28. Januar, 21:00 Uhr
Preis: 7,00 €
6,00 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Kino Gesellschaft Köln
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

USA 2016, 108‘, DCP, OmU, R: Jim Jarmusch

Mit GIMME DANGER hat Jim Jarmusch einen Dokumentarfilm über den Sänger Iggy Pop gedreht, der sich vor allem auf dessen Verbindung mit den „Stooges“ konzentriert. Jarmusch komponiert Archivaufnahmen, Interviewsequenzen und kommentierende Ausschnitte aus Filmen, die herrlich sarkastische Brechungen ergeben. Der Film erinnert an eine Zeit, als es noch wahre Typen in der Popmusik gab, die – würde sie nicht schon so heißen – eigentlich nach Iggy benannt werden müsste. (Joachim Kurz – kino-zeit.de)

So 15.00 Uhr Film
Datum: Sonntag, 29. Januar, 15:00 Uhr
Preis: 7,00 €
6,00 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Kino Gesellschaft Köln
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

F/D/B/I 2016, 93‘, DCP, OmU, R: Pierre Bismuth

Es heißt, der renommierte amerikanische Künstler Ed Ruscha habe 1979 ein zugleich originelles und geheimnisvolles Objekt kreiert, einen falschen Felsen mitten in der Mojave-Wüste. Fast 40 Jahre später begibt sich Oscar-Preisträger, Künstler und Filmemacher Pierre Bismuth auf die Suche nach diesem sagenumwobenen Werk.


Diese einfallsreiche und völlig irrwitzige Kunstsuche präsentiert sich als genauso geheimnisvoll wie das gesuchte Werk selbst.


WHERE IS ROCKY II ? ist ein spannendes Vexierspiel von Hollywoodbranchengrößen, die sich selbst in der Rolle ihres Lebens spielen und das verrückt-unglaubliche Regiedebüt des Künstlers und Oscar-Preisträgers® Pierre Bismuth.

So 17.00 Uhr Film
Datum: Sonntag, 29. Januar, 17:00 Uhr
Preis: 7,00 €
6,00 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Kino Gesellschaft Köln
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

D 2016, 83‘, DCP, OmU / OmeU, Regie: Hajo Schomerus
Mit Gästen

Ein verschwundenes Elefantenvogelei ist Anlass einer aufwändigen Recherche rund um den Globus, hinein in die Keller und Depots von Auktionshäusern, Archiven und Naturaliensammlungen.


Hajo Schomerus wird von diesen äußerlich unspektakulären Orten geradezu magisch angezogen. Auf diesem schmalen Grat zwischen Krimi und Konstruktion wandelt der Film, sich dabei vortastend in Grauzonen wie Biopiraterie und Diamantenschmuggel. Fakt bleibt: Madagaskar ist eine sehr besondere Insel mit vielen Pflanzen und Tieren, die nur dort vorkommen. Wie naiv, fahrlässig oder kalkuliert agierte der Abenteurer, Geschäftsmann und Hobbybotaniker in Wahrheit? Wo verlaufen die Grenzen zwischen Ethnologie und kolonialem Gebaren? Und welche Rolle spielt das Ei des legendären ausgestorbenen Elefantenvogels, der beeindruckend groß war, aber nicht fliegen konnte? Fragen über Fragen, die der Film von einem Indiz zum nächsten beiläufig und klug entwickelt, um das grundsätzliche Verhältnis Europas zu Afrika im letzten Jahrhundert zu ergründen. (Cornelia Klauß – Dok Leipzig)

So 19.30 Uhr Film
Datum: Sonntag, 29. Januar, 19:30 Uhr
Preis: 7,00 €
6,00 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Kino Gesellschaft Köln
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

I 2015, 82‘, DCP, OmeU, R: Alex Infascelli

Zunächst wollte er Rennfahrer werden, der junge Emilio D’Allesandro aus der Stadt Cassino. Mit der Formel-Eins-Karriere, die in London begann, war aber Ende der Sechziger Schluss. Emilio wurde daraufhin Fahrer für berühmte Regisseure und Schauspieler. Unter ihnen: Stanley Kubrick. Dreißig Jahre lang kutschierte Emilio die Regielegende, wurde ein Fixpunkt in dessen Leben und Schaffen. Über die Perspektive des Fahrers gewinnt dieser Dokumentarfilm einen neuen Einblick in die Welt Kubricks. (Filmfest München)

Di 19.00 Uhr Film
Datum: Dienstag, 31. Januar, 19:00 Uhr
Referent: Kai Althoff
Veranstalter: Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum, 1. Etage

In Räumen und Landschaften in Brooklyn und Israel finden Begegnungen von menschlichen und anderen Figuren statt – Bewegungen, Stoffe, Nähe, Körperteile, Falten, Schnitte spielen die Haupttolle. Deklinationen und Variationen von Tätigkeiten bestimmen die schönen Szenen, so wird das Sehen zum Gucken oder Anschauen, das Spielen zum Tanzen, das Gehen zum Treten oder Trippeln. Der facettenreiche Sound kommt aus den Bildern dieses filmischen Lebenslieds, er wird von ihnen erzeugt und erfunden.
Ein Film von Kai Althoff und Yair Oelbaum (2016, 80 min), der Künstler Kai Althoff ist anwesend.
Die Freunde erwarben 2013 eine Skulptur von Kai Althoff für das Museum Ludwig.