Foto Filmforum
Candida Höfer, Kino im Museum Ludwig Köln II, 2006

Filmforum

Mit dem bun­desweit einzi­garti­gen Mod­ell eines die Stadt­grenzen über­greifen­d­en Fo­rums be­spielen seit Jan­uar 2006 ins­ge­samt ne­un Part­n­er das Ki­no im Mu­se­um Lud­wig.

Als Grün­dungs­mit­glied­er des Film­fo­rums hat das ge­samte breite Spek­trum von Film­förder­ern und -pro­duzen­ten, Film­schaf­fen­d­en, -ver­mit­tel­n­den und Cineas­t­en zur Ko­op­er­a­tion zusam­menge­fun­den. Zu ih­nen ge­hören die Film­s­tif­tung NRW, die SK Stif­tung Kul­tur, der West­deutsche Rund­funk (WDR), die ifs in­ter­na­tio­nale film­schule köln, der film & fernseh pro­duzen­ten­ver­band nrw e.v. die Köl­n­Musik GmbH, sowie der Ver­bund der freien Film­szene „Ki­noAk­tiv" und das Mu­se­um Lud­wig/Stadt Köln. Zahl­reiche the­ma­tische Pro­gramm­rei­hen, Film­fes­ti­vals und Pre­mieren sowie Vorträge und Diskus­sio­nen haben im Film­fo­rum ei­nen Auf­führung­sort ge­fun­den. Alle Ve­r­an­s­tal­tun­gen wer­den in­haltlich und fi­nanziell von den einzel­nen Part­n­ern selbst ve­r­ant­wortet. Ge­mein­sam ist es gelun­gen, das Film­fo­rum als Ort für Filmgeschichte und zeit­genös­sische Filmkul­tur zu etablieren und damit eine Lücke in der Köl­n­er Ki­no­land­schaft zu füllen.

Weitere In­fos zu die­sem und allen an­deren Pro­gram­men un­ter www.film­fo­rum­n­rw.de

Ein­tritt­skarten für alle Ve­r­an­s­tal­tun­gen sind an der Abend­kasse er­hältlich. Vorbestel­lun­gen sind nicht möglich. Für Hörgeschädigte bi­etet das Film­fo­rum In­duk­tionssch­leifen an. Das Film­fo­rum ist für Roll­s­tuhl­fahr­er zugänglich.

Film­fo­rum im Mu­se­um Lud­wig

Ein­gang auf der Rück­seite des Mu­se­um Lud­wig
Bis­chofs­garten­s­traße 1, 50667 Köln
E-Mail: in­fofilm­fo­rum­n­rw.de

In­for­ma­tion zur Edi­tion von Can­di­da Höfer

Aus An­lass des ein­jähri­gen Beste­hens des Film­fo­rum NRW hat die Kün­st­lerin Can­di­da Höfer das Film­fo­rum NRW mit ein­er Edi­tion un­ter­stützt.
Can­di­da Höfer zeigt zwei Per­spek­tiv­en auf das Ki­no im Mu­se­um Lud­wig: Zum ei­nen die leere Pro­jek­tions­fläche, zum an­deren den Blick auf die Rück­wand, hin­ter der sich der Pro­jek­tion­s­raum ver­birgt. Das Spez­i­fische der Ar­chitek­tur, die für ein Ki­no doch ungewöhn­lich ist - die ur­sprüngliche Pla­nung des Ortes sah eine Kom­bi­na­tion von Ki­no und Kam­mer­musik­saal vor -, ist in dem un­ver­wech­sel­baren Stil der Kün­st­lerin er­fasst.

Can­di­da Höfer
Ki­no im Mu­se­um Lud­wig Köln I / II
2006
Lamb­da-Print
je 28 x 44 cm, Ed. 50
je € 850
Beim Er­werb bei­der Fo­to­gra­fien gilt ein re­duziertes Ange­bot von 1.500 €.

So 19.00 Uhr Film
Datum: Sonntag, 23. Juli, 19:00 Uhr
Preis: 8,00 €
6,50 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Filmclub 813 e.V.
Zielgruppe: Erwachsene

USA 1951-57, 4 Episoden der Sitcom I LOVE LUCY, Gesamtlänge: ca. 100’, 16mm, OF, mit: Lucille Ball, Desi Arnaz, Vivian Vance, William Frawley

Die amerikanische Sitcom I LOVE LUCY aus den 50er Jahren kann als die Urmutter und Vorläuferin aller Sitcoms gelten. In den Hauptrollen: die quirlige Lucille Ball als Lucy Ricardo und Desi Arnaz als ihr Mann Ricky, der auch in Wirklichkeit ihr Ehemann war – eine Sitcom also, geradezu beispielhaft aus dem Leben gegriffen.


I LOVE LUCY ist ebenso Film- wie Fernsehgeschichte, und sieht man sich heute die Folgen von damals an, so kommt man mitunter aus dem Staunen nicht heraus, wie frisch & frech das alles wirkt, wie ungemein komisch vor allem und wie unbefangen damals noch experimentiert werden konnte.


Zu sehen sind die Folgen: „Lucy Thinks Ricky Is Trying to Murder Her“, „The Great Train Robbery“, „The Passports“ und „Lucy Meets Orson Welles” (incl. berühmtem Gaststar)

Fr 19.30 Uhr Film
Datum: Freitag, 28. Juli, 19:30 Uhr
Veranstalter: Film Vision
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

IRN 2017, 99‘, DCP, OmeU, R: Saman Moghadam
In Anwesenheit der Darsteller: Reza Attaran , Mahnaz Afshar, Vishka Asayesh , Ali Ghorbanzadeh , Hesam Navab Safavi

Arjang ist noch vor der Revolution geboren und hatte eine große Liebe in seiner Kindheit, Roya. Das ist 40 Jahre her. Roya hatte ihm damals nichts als Probleme beschert. Nun 50 Jahre später nach der Revolution, nach dem Krieg, nach seiner Scheidung, nachdem er Armut und Wohlstand genossen hat, kommt er in seinem Leben an einem Punkt an und findet sich selbst - immer noch verliebt in Roya.

Sa 20.00 Uhr Film
Datum: Samstag, 29. Juli, 20:00 Uhr
Preis: 6,50 €
Vorbestellung und Info: joachim.steinigeweg@email.de www.filmarchiv-schoenecker.de
5,50 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Edith Schönecker, Julia Schönecker-Roth und Joachim Steinigeweg
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

Weitgehend unbekannt in der Öffentlichkeit existiert in Köln eine Filmsammlung, die hohen Wert auf die Qualität der enthaltenen Filme legt und einen weiten Überblick über das internationale Filmschaffen bietet. Seit Mitte der Fünfziger Jahre engagierte sich der Kölner Leo Schönecker nicht nur in Arbeitskreisen und Diskussionsrunden zu filmthematischen Fragen, sondern er begann, selbst Filme zu sammeln, vorzuführen und zu verleihen. Seine Sammlung wurde bis zu seinem Tod im Jahr 2013 beständig fortgeführt und erweitert. Unter Filmkennern und Kuratoren war die Sammlung bekannt, gerne griff man auf die Bestände dort zurück. Insgesamt enthält das Archiv rund 1.200 Filmtitel. Nun ist es an der Zeit, diese Kostbarkeit öffentlich vorzuzeigen.

Die Filme liegen sämtlich in analoger Form vor, meistens im Format 16mm, etliche im Format 35mm. In den Kinos hat unterdessen seit einigen Jahren die Digitalisierung Einzug gehalten. Eine Vorführung von „richtigem“ Zelluloid hat inzwischen Ereignischarakter. Bei der Vorführung von Zelluloid gibt es Artefakte, die jede Kopie einzigartig machen. Es sind diese Gebrauchsspuren wie Schmutzpartikel, Kratzer, Bildstandsbewegungen etc. In jede Filmkopie ist somit auch die Geschichte ihrer Aufführungen mit eingeschrieben. Auch diesen Aspekt wollen wir vorstellen und die Vor- und Nachteile digitaler und analoger Vorführungen sichtbar machen.

F 1974, 80’, Stummfilm, s/w, 16mm, R: Philippe Garrel

Drei Frauen in einer Wohnung in Paris. Nico, die Sängerin aus Köln und Muse Garrels, und zwei befreundete Schauspielerinnen, Jean Seberg und Tina Aumont. In schwarzweiß, grobkörnig, manchmal unscharf. Und ohne Ton. Gesichter in Großaufnahme, Augen, Münder. Man sieht sie sprechen, ohne sie zu verstehen. Jean Seberg liegt im Bett und weint oder sie raucht Zigaretten. Manchmal schaut sie direkt in die Kamera. Oder sie lächelt unter das Kapuze ihres Capes hervor. Sie spielt Suizid, nimmt Tabletten, bis Garrel sie stoppt. Ein Film von großer Intensität und voller Melancholie. Eine Bilanz? Oder Prophetie? Jean Seberg wurde 1979 tot aufgefunden, mit Schlaftabletten und einem Abschiedsbrief. (Text: Kino arsenal, Berlin)


„Meine Idee war es, einen Film aus ‚Outtakes‘ zu machen. Outtakes von einem Film, der als fertiger Film gar nicht existieren sollte. Ich wollte vor allem Jean Sebergs Gesicht in Großaufnahmen, und ich wollte es in einer rauen Ästhetik. Ihr Manager, ihre Freunde, eigentlich alle, dachten, ich würde spinnen. Ich ging einfach jeden Tag mit meiner Kamera zu Sebergs Appartement und filmte drauf los, ohne Drehbuch. Keiner glaubte, dass man so einen Film machen könne, aber ihr machte es nichts aus, sie war total unvoreingenommen. Für mich ist ‚Les Hautes Solitudes“ ebenso sehr ein Film von ihr wie von mir.“ (Philippe Garrel)

Eine Veranstaltung von Edith Schönecker, Julia Schönecker-Roth und Joachim Steinigeweg
Vorbestellung und Information unter joachim.steinigeweg@email.de
www.filmarchiv-schoenecker.de