So 19.00 Uhr Film
Datum: Sonntag, 29. Oktober, 19:00 Uhr
Preis: 6,50 €
5,50 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Edith Schönecker, Julia Schönecker-Roth und Joachim Steinigeweg
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

Weitgehend unbekannt in der Öffentlichkeit existiert in Köln eine Filmsammlung, die hohen Wert auf die Qualität der enthaltenen Filme legt und einen weiten Überblick über das internationale Filmschaffen bietet. Seit Mitte der Fünfziger Jahre engagierte sich der Kölner Leo Schönecker nicht nur in Arbeitskreisen und Diskussionsrunden zu filmthematischen Fragen, sondern er begann, selbst Filme zu sammeln, vorzuführen und zu verleihen. Seine Sammlung wurde bis zu seinem Tod im Jahr 2013 beständig fortgeführt und erweitert. Unter Filmkennern und Kuratoren war die Sammlung bekannt, gerne griff man auf die Bestände dort zurück. Insgesamt enthält das Archiv rund 1.200 Filmtitel. Nun ist es an der Zeit, diese Kostbarkeit öffentlich vorzuzeigen.

Die Filme liegen sämtlich in analoger Form vor, meistens im Format 16mm, etliche im Format 35mm. In den Kinos hat unterdessen seit einigen Jahren die Digitalisierung Einzug gehalten. Eine Vorführung von „richtigem“ Zelluloid hat inzwischen Ereignischarakter. Bei der Vorführung von Zelluloid gibt es Artefakte, die jede Kopie einzigartig machen. Es sind diese Gebrauchsspuren wie Schmutzpartikel, Kratzer, Bildstandsbewegungen etc. In jede Filmkopie ist somit auch die Geschichte ihrer Aufführungen mit eingeschrieben. Auch diesen Aspekt wollen wir vorstellen und die Vor- und Nachteile digitaler und analoger Vorführungen sichtbar machen.

S 1966, 84‘, 16mm, s/w, DF, R: Ingmar Bergman

Die Schauspielerin Elisabeth verliert mitten in der Elektra-Aufführung ihre Stimme und ihren Lebensmut. Sie wird zur Erholung in ein Landhaus am Meer geschickt, ihr zur Seite steht die Krankenschwester Alma. Die beiden Frauen freunden sich an. Scheint es. Oder nutzt Elisabeth die Anwesenheit Almas aus? Oder bezieht sie ihre Lust daraus, dass Alma ihre tiefsten Geheimnisse preisgibt? Immer mehr scheinen Elisabeth und Alma zwei Seiten ein und derselben Person zu sein.


Regisseur Ingmar Bergman erklärte, er sei durch die große Ähnlichkeit der beiden Schauspielerinnen Liv Ullmann und Bibi Anderson zu diesem Film angeregt worden.

Eine Veranstaltung von Edith Schönecker, Julia Schönecker-Roth und Joachim Steinigeweg
Vorbestellung und Information unter joachim.steinigeweg@email.de
www.filmarchiv-schoenecker.de