Do 19.00 Uhr Film
Datum: Donnerstag, 18. Januar, 19:00 Uhr
Preis: 4,50 €
Reservierung: nsdok@stadt-koeln.de
2,00 € (Ermäßigt)
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

SU 1985, 146`, 35 mm, OmU, R: Elem Klimow
Mit einer Einführung von Dr. Karola Fings

Der international ausgezeichnete sowjetische Antikriegsfilm veranschaulicht wie kein anderer das Leid der Zivilbevölkerung unter deutscher Besatzung. Die Handlung spielt 1943 in Weißrussland und damit in jenem Teil der früheren Sowjetunion, der die größten Kriegsverluste zu verzeichnen hatte. Hauptfigur des Films ist der Jugendliche Florian, der sich gegen den Willen seiner Mutter den Partisanen anschließt. Zunächst scheinen das Leben im Wald und der Kampf gegen die Besatzer ein großes Abenteuer zu sein, doch im Laufe des Films erlebt der Junge ein Martyrium. Er findet in seinem Heimatdorf seine Mutter und Schwester tot vor, ermordet bei einer „Vergeltungsaktion“ von deutschen Einheiten aus SS, SD und Polizei. Später muss er miterleben, wie die Bevölkerung eines weiteren Dorfes bei lebendigem Leibe in einer Scheune verbrannt wird.


Die literarische Vorlage „Die Erzählung von Chatyn“ und das Drehbuch von Ales Adamowitsch beziehen sich, ohne dokumentieren zu wollen, auf den Massenmord der SS-Sondereinheit Dirlewanger am 22. März 1943 an den Bewohnern des Dorfes Chatyn in der Nähe von Minsk. Am Ende des Filmes wird darauf hingewiesen, dass während der Zeit der deutschen Besatzung in 628 Dörfern in Belarus Menschen Opfer solcher Massaker wurden.