Pro­gramm 2017

Hi­er eine Vorschau auf uns­er Jahre­spro­gramm 2017.

Ausstel­lung

Ger­hard Richter. Neue Bilder

09.02.2017 – 01.05.2017

Seit über 50 Jahren ar­beit­et er an der ful­mi­nan­ten Erneuerung der Malerei: Ger­hard Richter, ge­boren am 9. Fe­bruar 1932 in Dres­den und seit 1983 an­säs­sig in Köln. Das weit aus­fäch­ernde Œu­vre des vielleicht bekan­n­testen Kün­stlers uns­er­er Zeit fasziniert durch das Span­nungsver­hält­nis von Fig­u­ra­tion und Ab­s­trak­tion, von Be­deu­tung und Ba­nal­ität. Seit den späten 1970er-Jahren do­minieren ab­s­trakte Bilder das Werk. Die Auss­tel­lung zeigt ganz neue, im Jahr 2016 ent­s­tan­dene Gemälde. Par­al­lel wer­den weg­weisende Werke von Ger­hard Richter aus der Samm­lung des Mu­se­um Lud­wig präsen­tiert.

Ausstel­lung

Ot­to Fre­undlich.
Kos­misch­er Kom­mu­nis­mus

18.02.2017 – 14.05.2017

Er ist ein­er der originell­sten Ab­s­trak­ten des 20. Jahrhun­derts. Fast 40 Jahre nach sein­er let­zten Ret­ro­spek­tive mit Werkverzeich­nis präsen­tiert das Mu­se­um Lud­wig das Werk des Bild­hauers und Malers Ot­to Fre­undlich, der über die ange­wandte Kunst zur Ab­s­trak­tion ge­langte. In Tep­pichen, Mo­saiken und Glas­malereien schloss er an eine kollek­tive Kunst der Ver­gan­gen­heit an und holte zu ein­er der Zukunft aus. Zu ein­er Zeit, als ihm – an­läss­lich seines 60. Ge­burt­s­tag 1938 – alles, was in der Kunst Rang und Na­men hatte, Re­spekt zollte, de­nunzierten ihn die Nazis in der Auss­tel­lung En­tartete Kunst. 1943 wurde Fre­undlich in einem Ver­nich­tungs­lager er­mordet. Viele sein­er Werke wur­den zer­stört. Um­so beein­druck­en­der sind die Skulp­turen und Mo­saike, die leuch­t­en­den Gemälde und Gouachen, die die Auss­tel­lung ver­sam­melt.

Wolfgang-Hahn-Preis 2017

Ausstel­lung

Wolf­gang-Hahn-Preis 2017: Tr­isha Don­nel­ly

25.04.2017 – 30.07.2017

Die Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst am Mu­se­um Lud­wig ver­lei­ht den Wolf­gang-Hahn-Preis 2017 an Tr­isha Don­nel­ly. Mit dem seit 23 Jahren jähr­lich vergebe­nen Preis ehrt der Förderverein das außergewöhn­liche Œu­vre der amerikanischen Kün­st­lerin. Das Spiel mit dem Un­bekan­n­ten und die Her­stel­lung von Si­t­u­a­tio­nen, in de­nen die Be­trach­terIn­nen kom­plett auf ihre in­di­vi­du­elle Wahrneh­mung ohne Ref­eren­zrah­men zurück­ge­wor­fen sind, zählen wohl zu den wichtig­sten Merk­malen von Tr­isha Don­nellys Ar­beit.

Ausstel­lung

HI­ER UND JET­ZT
im Mu­se­um Lud­wig.
Ree­na Spaul­ings

03.06.2017 - 27.08.2017

Seit 2004 ist Ree­na Spaul­in­gs als Kün­st­lerin, Ga­leristin und Ro­man­fig­ur in Er­schei­n­ung ge­treten. Die Rollen, in de­nen sie – und das Kün­stlerkollek­tiv, das sich hin­ter ihrem Na­men ver­birgt – agiert, greifen in­ei­nan­der. Mit dies­er Strate­gie un­ter­läuft sie die klas­sische Ar­beit­steilung des Kun­st­sys­tems und ver­wischt seine gän­gi­gen Hi­erarchien. Prä­gend für ihre Ar­beitsweise ist die Au­sei­nan­derset­zung mit den vielfälti­gen Bezü­gen (in­sti­tu­tionellen und ökonomischen, vor allem aber kun­sthis­torischen, lit­erarischen und pop-kul­turellen), die sich aus Ort und Zeit ein­er je­den Auss­tel­lungs­si­t­u­a­tion ergeben. Hi­er­aus en­twick­elt sie ihre in­haltliche The­matik und er­probt un­dog­ma­tische For­men der Auf­führungspraxis.

Ausstel­lung

Kunst ins Leben!
Der Samm­ler
Wolf­gang Hahn
und die 1960er Jahre

24.06.2017 – 24.09.2017

In den 1960er-Jahren bildete das Rhein­land ein wichtiges Zen­trum für ein rev­o­lu­tionäres Kun­st­gesche­hen: Eine neue, in­ter­na­tio­n­al ver­net­zte Gen­er­a­tion von Kün­st­lerin­nen und Kün­stlern widerset­zte sich der tra­di­tionellen Kunst. Sie nutzte den All­t­ag als In­spi­ra­tion­squelle und All­t­ags­ge­gen­stände als Kun­st­ma­te­rial. Sie ging hi­naus in das städtische Um­feld. Sie durch­brach die Grenzen der Kun­st­diszi­p­li­nen und ar­beit­ete zusam­men mit Musik­ern, Lit­er­at­en, Filme­mach­ern und Tänz­ern. Am Puls dies­er aufre­gen­den Zeit be­gann der Köl­n­er Res­tau­ra­tor Wolf­gang Hahn (1924–1987) die neue Kunst zu er­wer­ben und zu ein­er vielschichti­gen Samm­lung mit Werken des Nou­veau Réal­isme, Fluxus, Hap­pen­ing, Pop Art und Konzep­tkunst zusam­men­zu­tra­gen.

Ausstel­lung

Wern­er Mantz.
Ar­chitek­turen und Men­schen

14.10.2017 – 21.01.2018

Er ist bekan­nt als Fo­to­graf des Neuen Bauens: Während Wil­helm Riphahn und an­dere Ar­chitek­ten Kon­rad Ade­nauers Sied­lungspol­i­tik für ein mod­ernes Köln um­set­zten, er­hielt Wern­er Mantz (1901–1983) den Auf­trag, die Neubaut­en zu fo­to­gra­fieren. In ihr­er sch­warzweißen Strenge wirken die men­schen­leeren Ge­bäude, Räume und Straßen­züge in sei­nen Auf­nah­men kulis­sen­haft und monu­men­tal. Diese Bilder sind es, die Kölns ar­chitek­tonische Mod­erne über die Stadt­grenzen hi­naus bekan­nt machte.

Jamens Rosenquist, I Love You With My Ford, Öl auf Leinwand, 210 x 237,5 cm, ©VG Bild-Kunst 2016

Ausstel­lung

James Rosen­quist.
Paint­ing as Im­mer­sion
oder das Ein­tauchen ins Bild

18.11.2017 – 11.03.2018

Mit der groß an­gelegten Auss­tel­lung von James Rosen­quist (*1933) stellt das Mu­se­um Lud­wig er­st­mals die Werke die­s­es bekan­n­ten Kün­stlers der amerikanischen Pop Art dezi­diert im Kon­text ihr­er kul­turellen, sozialen und poli­tischen Di­men­sion vor. In der Zusam­men­schau mit teil­weise noch nie öf­fentlich präsen­tierten Archivun­ter­la­gen und vom Kün­stler als Quel­len­ma­te­rial bezeich­neten Doku­men­ten wird ein his­torisch­er Kos­mos er­schlossen. Denn die Bildfin­d­un­gen von James Rosen­quist re­sul­tieren in großem Maße aus seinem aus­ge­sproch­e­nen In­teresse an den poli­tischen Ereig­nis­sen sein­er Zeit.